Samstag, 25. September 2010

Der erste Workshop in diesem Herbst ist gelaufen!



Gestern Abend waren sie da, drei (eigentlich 4) bastelwütige Frauen aus dem Großraum Darmstadt. Wie immer habe ich keine fertigen Bastelpackungen vorgeholt sondern mit ein paar Musterkarten neugierig gemacht, die Damen dann Papiere, Farben und Stempel selbst wählen lassen. Und dann haben sie sich vorsichtig rangetastet.
Es ging darum, die Technik des Wischens zu üben. Wir haben also jede eine Karte an den Rändern abgeklebt und dann mit einem Schwämmchen von außen nach innen Farbe vom Stempelkissen aufs Papier gewischt. Dabei entstehen wundervolle Farbverläufe und Stimmungen. Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen!


Der Ehemann des blau-braunen Horizonts (bzw. der Künstlerin dazu) meinte dazu:"Der Hintergrund war aber schon auf die Karte gedruckt, oder?" Oder nicht! Der ist nämlich gewischt.

Natürlich ging der Abend noch weiter. Allerdings anders als bei den bisherigen Kursen. Die Damen forderten nämlich als nächstes Einkaufskörbe und gingen dann mit neuen Ideen im Kopf erstmal an die Regale! 

Mit etwas Nachdruck habe ich die Ladys dann wieder an die Basteltische geschubst. Beim zweiten Projekt des Abends hatten sie mehr Freiheiten. Zwei haben das Kolorieren mit Tombows geübt. 
 .

Und die Dritte hat sich an einer Ziehkarte probiert. 



Frag mich bitte keiner, warum die jetzt verdreht sind ... Sie wurden normal hochgeladen und sind dann im Blogger-Programm plötzlich einfach gedreht. Und ich finde keine Möglichkeit, sie zurückzudrehen. Die 2 Karten sind von mir und waren den Ladys Inspiration. Stolz waren sie jedenfalls alle auf ihre Werke, und das zu Recht!!!

Die natürliche Grenze bei diesen Kursen ist immer der Moment, wo Augen und Gehirn den Dienst versagen, weil es einfach zu spät geworden ist. Und vorher ist auch noch nie jemand gegangen ...

Und heute sind sie dann alle durchs Format getigert, um die gestern gefüllten Körbe an der Kasse in ihre Einkaufstaschen "umzufüllen" ...

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt eines Jungen ...

... mit einer ganz besonderen Karte. Wenn man sie öffnet, entfaltet sie sich wie eine Drehbühne im Theater. Diesmal habe ich einen kleinen Sören begrüßt. 



Da die Eltern eher etwas modern-frech-anders sind, habe ich für die Deckseiten echten Jeansstoff verarbeitet. Das Grundpapier ist ein Scrap-Karton mit Jeans-Aufdruck. An die Wände dieser Kulisse ist relativ wenig direkt gestempelt. Das meiste ist extra gestempelt, koloriert, ausgeschnitten und an entsprechender Stelle montiert. Koloriert habe ich bei stumpfem  Material wie Plüschteddy oder Holzeisenbahn mit den Tombows-Aquarellstiften, bei glattem Material wie den lackierten Stiften, der Wärmflasche und den Würfeln mit farbigen Embossingstiften und klarem Embossing-Pulver.

Drehkulissenkarte zur Geburt eines Jungen

Im ersten "Zimmer" habe ich noch viel direkt gearbeitet. Aber die Giraffe und die "Murmeln" auf dem Fußboden sind z.B. Brads.


Im zweiten Zimmer ist der junge Mann inzwischen voll in action. Ein Fußball darf natürlich nicht fehlen. Und ab jetzt werden auch fleißig die Wände bekritzelt ...


Im dritten Zimmer gehts weiter mit dem fröhlichen Chaos. Brads in Form von Nagel bzw. Schraube halten die Bilder an den Wänden.


Und im vierten Zimmer sieht man dann, dass selbst ein so reichhaltiges Stempelsortiment wie meines an die Grenzen kommt, wenn es gilt, 8 Seiten zu füllen. Aaaaber ich habs geschafft! Das kleine Grüne rechts ist ein Brad in Form eines Knopfes ...


Geschlossen bzw. offen gehalten wird die Karte mit dem Band, das vor der ersten und nach der letzten Seite dazwischen geklebt wurde.

Einen Workshop zur Herstellung einer solchen Drehkulisse aus Papier gibt es übrigens im www.Stempelhuehnerhof.de, wo man über die Navigationsleiste - Forum - Stempelkrempel - Workshops zu einer Fülle von fantastischen Anleitungen und u.a. zur "Drehbühne-Karte" kommt.

Der Vater von Sören hat leuchtende Augen bekommen und ganz andächtig umgeblättert, als ich ihm die Karte gab. Die Mutter kenne ich nicht so gut, aber die Reaktion wird wohl ähnlich sein ...