Donnerstag, 29. Dezember 2011

Meine eigenen Adventskalender-Kärtchen ...

... sollte ich vielleicht auch zeigen. Ich hatte ja wieder das ganze Jahr Zeit dafür, aber spätestens Ende Januar kann ich einfach keine Weihnachtsstempel mehr sehen bzw. mir fällt dazu nichts mehr ein. Und wenn Anfang November die fertigen Dinger bei der "Umverteil-Station" sein sollen, ist bei mir schon der berufliche Herbststress ausgebrochen, und die Weihnachtsstimmung schleicht grade erst wieder gähnend aus der Koje. Wie gut, dass ich unter Hochdruck kreativ sein kann. Wie im Jahr vorher auch habe ich wieder von allen Motiven mehrere gemacht, und zwar immer ein paar mehr als nötig. So war es überhaupt möglich, dass ich Mitte Oktober noch im zweiten Kreis eingestiegen bin.

Da der zweite Kreis auch ein paar von der "Überschussproduktion" von 2010 bekommen hat, zeige ich die auch nochmal:


"Leise rieselt der Schnee" war - soweit ich mich erinnere - ohne Rückseite, dafür mit aufgesetztem Schrumpfi-Kristall. Bei den Tannenbäumen ist der Stern embossed, ausgeschnitten und aufgesetzt - und natürlich das Lied auf der Rückseite.


Von diesem Nikolaussack gab es nur wenige Exemplare, weil er so viel Arbeit gemacht hat - 3D in 4 Lagen, alles koloriert und das Gedicht auf der Rückseite. Den Sack haben ein paar spezielle Hühnchen bekommen.

  

Das Silvester-Kärtchen spricht für sich, da war die blaue Rakete aufgesetzt. Und bei dem Blaugoldenen ist der Stern aus einem Schrumpfi. Das Gedicht mag ich ganz besonders.


Der Bratapfel von Fontane hatte dazu einen Schrumpfi-Apfel - und natürlich ein Rezept dafür auf der Rückseite. Und bei dem Keksmädel rutschen ein paar 3D-Kekse vom Blech. Auf der Rückseite war dann ein Rezept für Hamburger Braune Kuchen.


In diesem Jahr sahen meine Kärtchen so aus:


Die Heiligen Könige kamen in Dunkelrot daher geritten. Und die Weihnachtsbaum-Parade fuhr in skandinavisch weiß-rot vor. Da war auf der Rückseite ein besonders witziges Gedicht:


An der Straßenecke

An der Straßenecke, in der Häuser Gedränge,
in der Großstadt wogender Menschenmenge,
inmitten von Wagen, Karren, Karossen
ist heimlich ein Märchenwald entsprossen,
von leisem Glockenklingen durchhallt:
von Weihnachtsbäumen ein Tannenwald.
Da hält ein Wagen, ein Diener steigt aus
und nimmt den größten Baum mit nach Haus.
Ein Mütterchen kommt, und prüft und wägt,
bis endlich den rechten sie heimwärts trägt.
Verloren zur Seite ein Stämmchen stand,
das fasste des Werkmanns ruhige Hand.
So sah ich einen Baum nach den andern
in Schloss und Haus und Hütte wandern,
und schimmernd zog mit jedem Baum
ein duftiger, glänzender Märchentraum. -
Frohschaukelnd auf der Zweige Spitzen
schneeweißgeflügelte Englein sitzen.
Die einen spielen auf Zinken und Flöten,
die andern blasen die kleinen Trompeten,
die wiegen Puppen, die tragen Konfekt,
die haben Bleisoldaten versteckt,
die schieben Puppentheaterkulissen,
die werfen sich mit goldenen Nüssen,
und ganz zuhöchst, in der Hand einen Kringel,
steht triumphierend ein pausbackiger Schlingel.
Da tönt ein Singen, ein Weihnachtsreigen -
verschwunden sind alle zwischen den Zweigen.
Am Tannenbaum hängt, was in Händen sie trugen.
Ein Jubelschrei schallt; und von unten lugen
mit Äuglein, hell wie Weihnachtslichter,
glückselig lachende Kindergesichter. 
 

Jakob Loewenberg (1856-1929)




Den Engel von Inkadinkado liebe ich ganz besonders. Davon eine Matte herzustellen, damit ich die Noten drumrum stempeln konnte, war eine Herausforderung. Und solche Sterne habe ich dieses Jahr endlos viele gemacht. Aber für die Kärtchen mussten sie besonders klein sein. Das war ein ziemliches Gefrickel ...

Nachdem ich nun alle Vorräte an Kärtchen von 2 Jahren aufgebraucht habe, muss ich im nächsten Jahr real neu ran. Mal sehen, was mir so einfällt. Aber jedenfalls habe ich schon genaue Vorstellungen, wie ich die Umschläge mache. Und bei Feinkost Albrecht gibts grade Briefumschläge im Rauswurf. Ich werde mich schonmal eindecken und die Hüllen werkeln. Ideen und Zeit auf einem Haufen - das sollte ich nutzen!!!

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