Samstag, 29. Dezember 2012

"tag"-Adventskalender 2012, die zweite

Nun ist der Advent schon ein paar Tage rum, und an meiner Küchentür hängen 24 wunderbare tags von lauter lieben Stempelhofhühnern. Es war wieder so eine Freude, Mädels, Eure liebevollen Verpackungen anzusehen und nach und nach zu öffnen. Deshalb muss ich die hier unbedingt endlich zeigen:





In unserem tag-Wichtel-Kreis Nr.2 hat jede Teilnehmerin auch noch ein Wichtelkind zugelost bekommen, dem sie zu Weihnachten ein besonderes tag bauen und ein ganz kleines Geschenk basteln durfte. Ich bin von der lieben Heidi bewichtelt worden:
 Diese wunderschöne Verpackung in Heidibraun mit einem ganz kleinen Büchlein drin. Die Schleife hat mich fasziniert und wird bestimmt nachgebaut werden: in der Verpackung ist oben durch beide Seiten ein Loch gestanzt. Und die Schleife scheint so gebaut zu sein, dass in die Mitte eines längeren Bandes eine Scheinschleife eingeknotet ist. Wenn man das Band mit beiden Enden durch die Löcher zieht, stoppt diese Scheinschleife automatisch von vorne am Loch. Und hinten wird einfach noch eine echte Schleife gebunden. Das Band hält drin, die Tüte ist zu und man sieht von beiden Seiten eine Schleife! Echt raffiniert! Heidi, das alles ist einfach toll, und ich würde am liebsten jeden 2. der Texte aus dem Büchlein als Stempel verarbeiten.


Da ich in diesem Jahr die Umverteil-Station war, haben ein paar von Euch Lieben mir sogar noch ein Kärtchen oder eine Kleinigkeit mit ins Päckchen gelegt. Nochmal auch hier 1000 Dänke, ich habe mich sooooo darüber gefreut. Ich hatte nur bis auf die offenen Karten alles für Weihnachten weggelegt, darum jetzt alles gebündelt:
Ein hübsches ATC von Renate, die herbstliche Karte von Annel, das schneeige Magnoliamädel von Bruni.


Das kleine Rentier hat irgendwie beim Räumen seinen Adressaten verloren. Die Adressatin hat sich aber nun gemeldet: es ist sunshine*C, mit der ich mir ab und zu Karten, Grüße und liebe, aufbauende Gedanken tausche. Die witzige Adventskalender-Schokolade ist von der lieben Sandy. Und die Karte mit dem weisen Wunsch kommt von Ulla (hat aber leider überhaupt nix genutzt ...).


Den Vogel hat AnneK abgeschossen, ich war echt sprachlos, wiiiieeeee schön das "kleine Dankeschön" war. Schon von außen: diese intensive Farbe, dieses dunkelbraune Schimmerpapier, dieses wunderschöne Band! Dann das Innenleben, dierses zauberhafte tag und die eingearbeitete Schachtel! Und darin steckten 4 witzige Teelichter und 2 Rollen hübsches Webband, die sicher im nächsten Winter auf Karten oder den nächsten tags landen werden.




Ihr Lieben! Ich freue mich schon so sehr aufs nächste Mal!
Wir machen ja wieder 2 Adventskalender-Kreise im Stempelhühnerhof, und im zweiten, offenen Kreis sind noch jede Menge Plätze frei für liebe StemplerInnen, die mitmachen möchten. Im Zweifelsfall einfach Hofhuhn werden ...

Freitag, 28. Dezember 2012

15 Minuten Advent in der Tüte

Was ist das denn???“ wurde ich oft gefragt, als ich diese Tüten an meinem Stand liegen hatte. Sie geisterten in dieser Adventszeit durch die Foren und blogs, waren mal aus bestempeltem Papier, mal aus Butterbrottüten, es war sicherlich auch überall was anderes drin – und sie waren wegen ihres Namens ein echter Stehenbleiber und Hinkucker.

15 Minuten Advent in der Tüte

Aber:“Was ist das denn nun???“ Es ist eine Tüte, gefüllt mit allem, was zu einem besinnlichen Moment innehalten und Weihnachten auf sich zukommen lassen dazu gehört: Duft und Geschmack von Weihnachten, Licht und Wärme für die Stimmung, eine kleine Karte mit einem passenden Text fürs Herz – und natürlich ein bisschen Blingbling.


Das kannste auch“, dachte ich mir und plante munter drauflos. Als erstes habe ich geschaut, was mein Keller sowieso dafür hergibt. Und das war´ne ganze Menge: da fand sich z.B. Packpapier, letztes Jahr zugeschnitten und nicht verarbeitet. Also habe ich 15cm breite Streifen geschnitten und zusammen genäht.
Teelichter waren mir zu profan (und zu dick), also habe ich Pyramidenkerzen gekauft und ganz kleine Halter aus Wellpappe gebaut (war mal ein stabiler Weinflaschenkarton).
Bei meinem Weihnachtsschmuck fanden sich Tüten mit Zimtstangen und Sternanis. Je eins rein – Duft ist da.

15 minuten Advent in der Tüte - Inhalt

Geschmack. Mir schoss die alte Gedichtzeile „Apfel, Nuss und Mandelkern“ durch den Kopf. Also den Vorrat an getrockneten Äpfeln geplündert, Zimtsterne, Mandeln und Haselnüsse geholt – und eingeschweißt. (Das machen sicher nicht alle, aber es gibt da sowas wie eine Lebensmittelhygiene-Verordnung, nach der man Lebensmittel nicht offen verkaufen darf, es sei denn, man macht aus seinem Marktstand eine mobile Küche nach 1000 Auflagen.) Auch der Teebeutel, der dafür sorgen soll, dass man mit Zubereitungs- und Austrink-Zeit auch wirklich eine Viertelstunde beschäftigt ist, bekam sein „Verhüterli“ - rein damit.


Bei der Einschweißerei hatte ich dann auch Zeit, über den weihnachtlichen Text nachzudenken, der mit rein sollte. Was kopieren? Geht schnell, kann aber Probleme machen mit dem Urheberrecht. Von Hand schreiben? Zu viel Arbeit. Dann fiel mir der wunderbare Text von Rolf Krenzer ein, den Flamingo Art zu einem Stempel verarbeitet hat. Karte stempeln! Matten, Kanten wischen, Ecken rund stanzen – rein damit!


Zu guter Letzt habe ich noch eine Mustertüte aus Celophan gemacht, damit die Leute sehen können, was alles drin ist.


Und nachdem alle Tüten gefüllt waren, musste ich sie ja auch noch von außen ansprechend schmücken. Ich bin wieder auf die Suche gegangen und habe neben den Zimtstangen auch noch Orangenscheiben gefunden, ein paar Strohsterne, ein paar Miniglaskugeln am Draht sind mir mal zugelaufen, 4 große metallene Weihnachtscharms tauchten aus den Tiefen meiner Schränke auf und die großen Metallsterne gabs mal im schwedischen Möbelhaus.




Bei allen war ein halbierter Scrapbogen (22cm lang) der Verschluss, immer an den Kanten mit einem Bordürenstanzer verziert. Und in den Papierdraht habe ich immer noch einen Zweig eingebunden. Mal bestand der Schmuck aus gestanzten Sternen oder Schneekristallen, mal klemmte ein kleiner Holzelch im Zweig. Wenn alles dran war, habe ich noch das eine Drahtende aufgerollt und an das andere das Schild geklebt.



Sogar ein kräftiges Motiv-Transparentpapier hat die Behandlung mitgemacht. Und bei den unteren habe ich mal eine peppigere Variante gemacht mit weißem Papier, frischeren Verschlusspapieren und mehr Blingbling.

Hat dann doch ´ne ganze Menge Zeit gekostet, die 40 Tüten zu bauen, hat aber irre viel Spaß gemacht und ganz viele Augen zum Leuchten gebracht. Und die übrig gebliebenen standen dann Heilig Abend bei meinen Nachbarn vor der Tür, nochmal umgepackt nach Personenzahl, weil ich die eingeschweißten Kekse aus den übrigen Tüten ja nicht bis nächstes Jahr aufheben kann ...

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Theater, Theater ...

der Vorhang geht auf! Obwohl – in dem Theater, für das ich neuerdings immer Karten verschenke, gibt es gar keinen Vorhang. Seit Jahren schon kenne und liebe ich die Art der „Neuen Bühne Darmstadt“, Theater zu machen. Erfahrbar, erlebbar zu machen. Und seit einem Jahr bin ich Teil davon und gehe völlig darin auf. 
Ich darf nämlich als Ehrenamtliche (gegen eine geringe Aufwandsentschädigung) am Bühnenbild mitarbeiten. Und zwar nicht nur mit der Nähmaschine sondern auch mit Ideen und Vorschlägen, mit vielen, kleinen Tricks, wie man dieses oder jenes Problem lösen könnte.
Das beinhaltet allerdings keinen Vorhang, den gibt es wie gesagt nicht. Es sei denn, man würde die profane Eingangstür des alten Kinos in Darmstadt-Arheilgen als Vorhang bezeichnen. Denn in dem Moment, wo man das Haus betritt, wird man von den Schauspielern ins Stück mit reingezogen. Sie sind bereits in ihr Kostüm, Sprache, Bewegungsmuster und Charakter geschlüpft und bedienen so beim Essen, wenn man sich an den kleinen Tischen niederlässt und aus der Speisekarte passend zum Stück auswählt. Da kann es schonmal vorkommen, dass Moliére oder Ludwig XIV., Dorfrichter Adam oder Don Camillo Dir Dein Abendessen bringen. Und dann gibt es Theater mittendrin und um Dich drumrum und zaubert Dich in eine andere Welt.
Und weil ich so davon überzeugt bin, dass das „Theater für die Sinne“ einfach wunderbar geeignet ist, Menschen zu verwandeln und zu entspannen und einfach für ein paar Stunden aus der Wirklichkeit zu entführen, verschenke ich nun dauernd Theaterkarten.

So, und jetzt sind wir endlich beim Thema. Ich habe ja schon ein paar „Klorollenbücher“ gezeigt. Inzwischen sind da allerdings längst keine Klorollen mehr drin. Ich brauche für die Theaterkarten und -Programme ein viel größeres Format. Und darum nehme ich einfach farblich passenden Karton und mache mir die 3-4 Schübe selbst.

Das erste Exemplar hat Hannahs Klarinettenlehrerin bekommen als Dankeschön. Sie ist eine Lokalgröße, eine wunderbare, inspirierende Frau, die international gefeierte „Queen of Klezmer“ - und wohnt 3 Häuser weiter vom Theater, war aber noch nie dort. Als sie uns nun half, für Hannah sehr günstig ein richtig gutes eigenes Instrument zu finden und zu kaufen, da habe ich die Änderung dieses unhaltbaren Zustandes eingeleitet:

Rollenbuch mit Theatereinladung



Die Rollen werden immer flach gedrückt und dann links mit drumgeklapptem Schmuckpapier geschlossen und gleichzeitig damit gebunden. Am rechten offenen Ende gibt es dann die Möglichkeit, Textkarten, Eintrittskarten, Programmhefte oder sonstwas reinzustecken.
Die Bindung mache ich inzwischen in der Regel mit papierummanteltem Draht. Das hält gut, lässt sich ganz toll formen und ist selbst schlicht ein Hinkucker.

Das Zweite haben liebe Nachbarn bekommen. Eine kulturell, vor allem musikalisch und schauspielerisch sehr interessierte und aktive Familie, die dieses Jahr durch eine ziemliche Durststrecke musste. Und als sie neulich so seufzte:“Wenn ich dran denke, wie lange wir nicht mehr im Theater waren ...“ - na, da war das natürlich für mich ein Steilvorlage!


Diesmal die Farben gedeckter. Den Hintergrund bilden auf allen drei Schüben die wunderbaren Unterschriften-Stempel von Judi Kins. Auf einem sind Unterschriften von allen berühmten Komponisten versammelt, auf dem anderen die von Malern aus allen Jahrhunderten. Mit Versamark gestempelt bilden sie passende zarte Hintergründe für Kulturelles. 


Diesen Spruch habe ich in beiden Karten verbraten - 
er passt einfach so gut zu solchen Menschen.


 Dieses Gebilde ist total einfach zu machen. Eines der Bänder wird an der Wickelstelle des Drahtes angeknotet, alle anderen Bandstückchen werden einfach oder zur Schlaufe gelegt drauf gelegt, und dann hält das erste Band mit einem einfachen Knoten alles zusammen. Dann noch ein Drahtende um den kleinen Finger wickeln - fertig.



Und zu den Karten gleich noch den Babysitter-Gutschein dazu, damit der Abend richtig entspannt und rund wird.


Dienstag, 25. Dezember 2012

3 Endlos-Karten

Und schon ist Weihnachten fast wieder rum. Ich habe in den letzten Wochen so viel Schönes gebastelt, was ich Euch gerne zeigen würde. Aber deshalb hatte ich auch einfach keine Zeit, Euch was zu zeigen! Das ändert sich hoffentlich in den nächsten Tagen ein bisschen.
Heute zeige ich Euch einfach mal ein paar Endloskarten. Sie sind in der Regel 16x16cm und bestehen aus 4 Streifen von exakt 8x16cm. (Wenn sie fertig sind, passen sie dann nur in einen quadratischen Umschlag von artoz, alle anderen sind zu klein.) Man klappt immer beide Seiten gleichzeitig weg (entweder nach oben und unten oder nach rechts und links), und dann erscheint das nächste Bild. Die allererste, die ich nach einem fantastischen Workshop von Heidi gebaut habe damals, ist diese:

Endlos-Karte zu Weihnachten




Und den Link zur Anleitung gibt es hier:
http://www.stempelhuehnerhof.de/orion/viewtopic.php?t=7230

Diese meine erste habe ich auf Märkten immer in meiner Musterkiste und habe deswegen regelmäßig Menschentrauben an meinem Stand (kaufen tun die trotzdem nix). Einmal hat dann ein Mann eine Endlose bestellt, aber bitte in braun und mit keltischen Motiven. 3 der 4 Seiten konnte ich mit meinen Stempeln problemlos füllen. Aber zu dem Format passend fand sich einfach nichts mehr dazu. Also hat er mir einen keltischen Knoten aus dem Nirvana des Internet gepflückt, und den habe ich dann eingesetzt auf der 4. Seite.

keltische Endloskarte




Wie man sieht, war es kein Problem, die Ränder mit jeder Menge keltischer Ornamente zu füllen. Aber wenn man vom Format her festgelegt ist, ist es gar nicht so leicht, die großen Flächen proportional schön zu füllen. Der Segen auf Seite 2 ist mein absoluter Lieblingssegen unter den zahllosen Irischen, ich war riesig happy, dass ich den als Stempel gefunden habe.

In diesem Herbst nun wollte eine Kundin die Karte in rot, den Engel und die Schneekristalle durch was anderes ersetzt und beim Text statt Weihnachten eine Gratulation. Da in dem Vogelset von Inkadinkado noch ein weiterer Vogel drin ist, konnte ich das auch problemlos umsetzen. Die ist also ganz neu:

Endloskarte mit Vogelmotiven




Die Fotos von der Blauen und der Roten sind übrigens an den Ecken nicht verwackelt. Auch wenn das so aussieht. Ich liebe es, durch Mehrfachstempeln räumliche Tiefe zu erzielen. Dazu habe ich z.B. bei der Roten die großen Eckornamente wie alles andere in Dunkelrot gestempelt. Und dann - passend zu den silbernen Matten - habe ich sie, ohne ganz genau zu zielen, mit Silber nochmal gestempelt. Dabei liegt man dann immer ein bisschen daneben. Und das erzeugt wie ein Schatten dann die Tiefenwirkung. Bei der Blauen habe ich erst Silber und darauf Blau gestempelt. Sieht auch spannend aus.

Wer Fragen zur Bauart hat (und vielleicht in den Link nicht reinkommt) - immer her damit. 

Montag, 19. November 2012

"tag"-Adventskalender 2012, die erste - umpacken

Schon zum dritten Mal findet im Stempelhühnerhof der „tag“-Adventskalender statt. „tags“ sind Karten/Anhänger/Schildchen/... , die meist viel kleiner sind als die normalen, genormten Grußkarten. In diesem Fall aber nicht viel. In diesem Fall sind sie 7 x 14cm groß - 
und natürlich für die Überraschung liebevoll einzeln verpackt. 
Wir rotten uns zu Gruppen zusammen, basteln jede 24 solcher Kärtchen, schicken sie an ein Huhn, das alles in Empfang nimmt und umverteilt – 
und dann zurück schickt.
Für einen Kreis war/bin ich in diesem Jahr die Poststation. Und davon muss ich nun wie versprochen auch ein paar Bilder zeigen:


So sah mein Tisch vorher aus: 
lauter dicke Briefe mit unbekanntem Inhalt, 
verlockend - aber auch ich muss Geduld haben. 
Immerhin durfte ich mich zwecks Umverteilung 
wenigstens bis zu den Hüllen vorarbeiten.


 Ist das nicht eine Pracht?
 

Wie mag wohl erst der Inhalt aussehen?
Egal. Ich erfahre es ab dem 1.12. 
Aber jetzt gehts erstmal ans Umverteilen. 
Alle Packerl offen auf den Tisch, nochmal kontrollieren, 
ob überall das Geschenk, die Adresse
und das Porto drin sind - und los!


Schön einen Haufen nach dem anderen nehmen und an die anderen Hühnerschachteln verteilen, bloß nix zur Herstellerin zurück legen, immer schaun, wo schon wieviele sind, welche Verteil-Anweisungen ich von der Herstellerin bekommen habe, bei welchem Geschenk noch ein tag dazu muss, 
wo es schon mit drin ist, ...  


Gegen Ende bei allen mal nachzählen, ob ich ungefähr richtig ausgekommen bin bei 21-22 tags und dann als letztes meine eigenen dazu legen, weil ich da genau weiß, wo was drin ist.  

Und nun wird in den nächsten Tagen mein eigener Adventskalender an die Leine an der Küchentür wandern, während die anderen von der Post zu ihren Adressatinnen geschippert werden. Hoffentlich. Die geschlossenen Schachteln sehen jedenfalls wieder ziemlich harmlos aus und die Postmitarbeiterin meinte auch:"Die wiegen ja garnix!" Aaaaaber: wir wissen es besser. Der Inhalt ist einfach fantastisch!

Eigentlich hätte ja mein Mann mich fotografieren müssen, während ich fotografiert habe. Denn ich bin dafür immer wieder auf einen Stuhl gestiegen. Aber das wurde leider nicht dokumentiert.

Heute jedenfalls habe ich die Packerln zur Post getragen, und in wenigen Tagen dürfen wir schon das erste Tütchen öffnen. Noch 12 mal schlafen, Leute!!! 

Sonntag, 11. November 2012

Triple Stamping

Nun muss ich Euch ganz schnell noch eine kleine Karte zeigen.

Im Stempelhühnerhof gibt es jede Woche die Samstagsinspiration, kurz SI. Da war letzte Woche die Aufgabe, eine Triple Stamping-Karte zu zeigen, und diese Woche sollte es alles, aber keine Rechtecke geben.

Ich habe das beides kombiniert, und das ist dabei herausgekommen:

Triple-Stamping

Triple Stamping heißt, dass ich 3 Lagen Papier so anordne, dass es mir gefällt, dann mit einem oder mehreren Stempeln über alle Lagen stempele, diese dann nach Bedarf matte und alles schließlich passgenau aufeinander klebe. Letzteres ist gar nicht so einfach, denn durch die Matte sehe ich ja die genauen Übergänge nicht mehr.

Irgendwie fehlt mir noch was. Vermutlich wird im Endeffekt oben rechts 
noch ein kleines Oval mit einem Text landen. Mal sehen.

kleiner Faltstern - große Wirkung

Letztes Jahr hab ich die ersten auf Blogs und im Hühnerhof gesehen, dann hat Elke/blauer Mohn welche gemacht. Und dann hat mich das Fieber gepackt. Wer will das nicht – Weihnachtsschmuck, der geschmackvoll und aus ansprechendem Material ist und bei dem man trotzdem „die Luft rauslassen“ kann, weil die Schachtel mit Weihnachtsschmuck doch sowieso schon überläuft.

Neulich habe ich auf einem Markt an diesen Dingern geknibbelt, und wenn ich sie fertig gehabt hätte, ich hätte Massen davon verkaufen können. Nun, sie sind in Arbeit und werden auf den nächsten Märkten zu finden sein. Auf Wunsch einer Kundin gibt es aber schon mal vorweg die genaue Bauanleitung dazu.

MATERIAL:
Was brauchen wir alles für das zauberhafte, kleine Ding? Zunächst mal 5 Blatt Papier von ca. 150g Stärke in der Größe 5,5cm², dann 2 kleinere Stücke desselben Papieres, da nehmen wir nachher Reste. Außerdem schmales Band aus Satin oder Organza, 2 Stücke von ca. 12cm. Und eine Metallperle oder Perlenkappe mit größerem Loch.
Als Werkzeug lege ich mir Schere, flüssigen Klebstoff, je ein hell- und dunkelblaues Stempelkissen (schnelltrocknend) und die gewünschten Stempel zurecht. Dazu kommt ein Stück Windradfolie und mein selbst gebauter Stempelsetzer.

VORBEREITUNGEN:
Den zweiten Arbeitsschritt nach dem massenweisen Zuschneiden mit meinem geliebten Hebelschneider mache ich in der Regel bei einer guten DVD. Denn nun heißt es erst mal ausdauernd: Knicken. Ich knicke meine Quadrate einmal genau längs, wieder öffnen, und genau quer. So entsteht ein Kreuz.


Dann wende ich das Quadrat, so dass ich das Kreuz als Bergfalten sehe, nehme es über Eck und knicke eine Diagonale. Hab ich alle meine Quadrate mit diesen 3 Knicken versehen, nehme ich mir ein hellblaues Stempelkissen und ziehe es von beiden Seiten über alle Außenkanten meiner Quadrate.


STEMPELN MIT EINEM STEMPELSETZER:
Nun geht’s ans Stempeln. Die Rückseite ist ganz einfach. Ich lege mir die Quadrate mit der diagonalen Bergfalte (also nach oben) zurecht und stempele mit einem Stempelrad oder weihnachtlichen Hintergrundstempel die gesamten Rückseiten voll in dem helleren Blauton.


Dann wende ich das Quadrat und habe die Diagonale als Talfalte da liegen. Nun ist es entscheidend, dass ich sehr exakt arbeite. Zunächst brauche ich ein Stempelmotiv, das ganz regelmäßig geformt ist – also einen Stern, ein Schneekristall, ein kreisförmiges Ornament. Und den muss ich genau bei allen Quadraten gleich und exakt mittig abdrücken. Wie mache ich das? Mit meinem Stempelsetzer. Ich entscheide mich, wo bei meinem Stempel vorne ist, lege das Stück Windradfolie genau in den Winkel, färbe den Stempel ein und stempele das Motiv genau in der Ecke des Winkels auf die Folie. Ich habe mich entschieden, dass ich dies immer mit stazOn mache und so für jeden Stempel nach und nach eine eigene Folie habe. Man kann das aber natürlich auch mit abwischbarer Farbe machen und die selbe Folie immer wieder benutzen. Dann muss man nur beim Arbeiten aufpassen, dass man sich nicht den Abdruck auf der Folie verwischt.


Folie fertig? Dann schiebe ich die Folie auf das Quadrat und positioniere sie so, dass der Mittelpunkt des Motivs genau auf dem Kreuzpunkt der Knicke liegt und das Muster - hier 2 Enden des Sterns – auf der Diagonalen. Gut festhalten, die Folie darf ab jetzt nicht mehr verrutschen! Jetzt lege ich den Winkel an die Folie an. Gut festhalten!


Nun verschwindet die Folie, ich färbe meinen Stempel dunkelblau ein und stempele genau in dem Winkel ab.


Wenn mir bis jetzt nichts verrutscht ist, müsste der Stempelabdruck genau da sein, wo ich die Folie zuerst platziert habe.
 

Das mache ich mit allen 5 Quadraten gleich, die dann so aussehen - auf der einen Seite das Muster, auf der anderen Seite der Stern:


Weiter geht es mit der MONTAGE des Sterns.
Als erstes muss ich meine Sternelemente einklappen. Das tue ich, indem ich die Diagonale als Bergfalte in die Hand nehme und die Enden dieser Falte leicht nach oben drücke. Dabei klappt die Mitte nach hinten weg, und es entsteht folgendes Gebilde:


Das mache ich mit allen 5 Quadraten, die nun sozusagen eine geschlossene Spitze und ein offenes Ende haben. Ich klebe diese kleinen „Pakete“ aneinander, so dass alle Spitzen aufeinander liegen und alle offenen Enden in die selbe Richtung zeigen. 


Es entsteht ein kleines kompaktes Ding, das wieder aufspringt, sobald ich es loslasse. An der Seite sieht man sehr schön, dass die sichtbaren Teile der gestempelten 6er-Sterne einen neuen 5er-Stern ergeben.


ABSCHLUSS:
Nun schneide ich endgültig die beiden Quadrate aus Resten zu, die auf die beiden Deckseiten des Sterns gehören. Ich wische auch hier die Kanten hell und stempele einen kleinen Stern und einen kleinen Weihnachtsgruß dunkel darauf.


Ich drücke das „Paket“ zusammen und klebe auf beiden Seiten die Bänder fest. Achtung, sie müssen am offenen Ende vom Stern abgehen! Dort ist oben. 


Mit Kleber einstreichen, Band drauf, auch das Band einstreichen, kleines Quadrat drauf. Bei der Schrift auf oben achten.
  

Jetzt wird es knifflig. Wir brauchen nämlich nun die Perle oder Perlkappe, und da müssen beide Bänder durch. Und es hilft nichts, ein großes Loch und gaaaanz dünne Bänder zu wählen, damit es schön einfach geht. Denn dann rutscht die Perle immer wieder von alleine am fertigen Stern beiseite. Die Perle muss schon einigermaßen stramm sitzen.
Ich lege also die beiden Bänder genau aufeinander und bringe die Enden aufeinander. Dort schneide ich die Bänder gaaanz schräg an, verdrehe sie miteinander und matsche sie mit einem ordentlichen Schluck Klebstoff zusammen, dabei immer wieder drehen und festhalten, bis der Klebstoff aus den Bandenden eine steife Spitze geformt hat und hält. Und die kann ich dann problemlos durch meine Perle stecken.


Ich ziehe die Perle ganz an den immer noch geschlossenen Stern heran und mache einen Knoten in die Bandenden.


Wenn ich jetzt die Perle hochziehe, 
springt der Stern gleich auf. 
 

Ich nehme die Enden meiner „Papierraupe“ und führe sie andersrum zusammen – voilá! Da ist der Stern. 
 

Nun schiebe ich die Perle wieder ganz an den Stern ran.

gestempelter Faltstern als Anhänger

Wenn der Stern in einen Weihnachtsbrief gesteckt werden soll oder im Januar wieder in der Schmuckkiste verschwinden soll, ziehe ich einfach die Perle wieder weg, klappe den Stern um, lege ihn zusammen und ziehe die Perle wieder fest.

Haben Sie Lust aufs Nachbasteln bekommen? Kein Problem, Sie dürfen sich diese Anleitung gerne ausdrucken und auf den Basteltisch legen, an FreundInnen weitergeben oder verlinken. Ich bitte nur darum, dass dann immer mein Name und meine Blogadresse als Urheber auftauchen. Viel Spaß dabei!