Donnerstag, 30. August 2012

Noch mehr Schultüten

Wie gesagt – es waren ja 3 Termine. Also gabs natürlich noch viel mehr Tüten. Und da habe ich gemerkt, dass Eltern doch eine Rasse für sich sind: was sein muss, muss sein.

Fieber? Egal! Die Wilden Kerle müssen her!

Wilde-Kerle-Schultüte

Wir können uns nicht entscheiden zwischen dem Piraten und dem Schiff? Egal! Wir machen beides.


Piraten-Schultüte


Sohn will Drachen bekämpfenden Ninja? 
Egal! Ich mache Drache UND Ninja …

Schultüte mit Ninja und Drachen

 


Dagegen waren Dinos, Rennfahrer und Co. richtig „normal“.

Rennfahrer-Schultüte

Dino-Schultüte

Außerdem wünschte sich eine junge Dame noch eine rosa-gelbe Schildkröte.
Und einmal sollten Pferde eine Wiese bevölkern.

Schultüte mit Schildkröte

Schultüte mit Pferden

Ich merke dabei, dass ich immer mehr auf individuelle Wünsche eingehe - und das auch will -, dass ich dabei aber aufpassen muss, dass ich trotzdem ein Auge für alle haben kann. Das Pensum ist bei den Schultüten-Abenden schon ziemlich straff, und ich habe immer wieder Mühe, den Leuten klarzumachen, dass sie sich besser zügig entscheiden und loslegen, als die eierlegende Wollmilchsau nicht fertig zu kriegen. Denn: die Kinder kennen die Vorlage nicht und haben auf jeden Fall eine individuelle Tüte, die sie ganz wunderschön finden. Unzufrieden sind höchstens die Eltern.

Aber natürlich: die allermeisten gehen sehr zufrieden mit sich nach Hause. Und spätestens, wenn sie sich bei der Einschulung umschauen, sind sie doch ziemlich stolz auf sich.

Ich freue mich jedenfalls schon wieder 
auf die Abende im nächsten Jahr!

Mittwoch, 29. August 2012

Schultüten-Seminare

An 2 Abenden und einem Samstag habe ich vor den Sommerferien wieder Groß-, Mütter 
durch einen Wust von Entscheidungen gelotst. Alle Wünsche der Kinder 
und die eigenen Ansprüche sollten erfüllt werden, was zum Teil 
gar nicht so einfach war. Wenn man den Ranzen, den das Kind sich 
ausgesucht hat, selbst hässlich findet und dazu dann eine 
genau passende wunderschöne Tüte bauen will, grenzt das ein bisschen 
an die Quadratur des Kreises. Aber wir haben es hingekriegt.


Schultüte mit Glitzer

Wenn die Entscheidung für das Motiv gefallen ist und die Vorlagen 
und nötigen Papiere auf dem Tisch ausgebreitet werden, 
sieht es immer sehr bunt und fröhlich aus:


Dann wird angezeichnet und geschnibbelt und montiert, 
was das Zeug hält.  Bis alles perfekt sitzt:


Schultüte mit Schwänen


Ich habe ja schon gut beschriftete Vorlagentüten. 
Aber wenn es dann DER Pirat mit DEM Gesicht, DEM Hemd und 
DEN Beinen sein soll, diese Vorlagensätze aber von völlig 
unterschiedlichen Größen ausgehen, dann komme auch ich mal ins schwitzen.

Schultüte mit Pirat


Neben den obligatorischen Fußballern, Feen und Piraten waren es diesmal 
Sonderwünsche wie Schwäne und Delphine. 
Da musste dann auch selbst entworfen werden, größer, kleiner, 
rechts oder links rum, damit alles passte.

Schultüte mit Delphin


Manchmal werden auch Vorlagenteile ratlos hin und her geschoben, 
bis ich erklären kann, dass das nun das Haarbüschel ist, 
das bei dem kleinen Fußballer aus der 
umgekehrt aufgesetzten Schirmmütze herauslugt …

Fußball-Schultüte


Wenn meine Teilnehmerinnen so richtig im Schwung sind, 
fange ich mit der Montage der Tüten an. Jede/r entscheidet sich für 
2 Farben Krepppapier, und dann muss meine Heißklebepistole ran. 


 

 Die schönste Fee des Jahres:

Schultüte mit Fee

Mit so vielen liebevollen Details, Blümchen und Schmetterlingen ...


Dieser Astranaut wird sicher auch sehr stolz in die Schule geflogen sein.
Umgeben von einem reich bestückten Firmament ...
 
Schultüte mit Rakete

Und ein paar haben dann zu Hause weiter gebastelt, weil echte Muscheln, 
Schokogoldmünzen, Fußballtore oder eine Extraportion Glitzer einfach noch fehlten.

Einladung zur Konfirmation

Dieses Jahr hatte ich mal wieder einen Auftrag für Konfirmationseinladungen.
Die Tochter einer Chor-Mitsängerin war dran und wollte mit mir zusammen basteln.
Sie hatte noch nicht so recht Vorstellungen, ihren Spruch wusste sie auch noch nicht.
Also haben wir mal in meiner Mustermappe geblättert. 
Dort gefiel ihr dieser Kartenaufbau besonders gut.

Einladung zur Kommunion

Also habe ich ihr Papierfarben vorgelegt, wir haben das Format festgelegt, 
ein bisschen hin und her geschoben und sind dann bei einer Blüte 
und kleinen Halbperlen als Schmuck gelandet.

Als ich sie nach ihrem Spruch fragte, war ihr das noch gar nicht so klar wozu. 
Wir haben uns darüber unterhalten, was so ein Bibelvers bedeuten kann. 
Und als ich sie schließlich fragte, was sie in der Konfizeit besonders berührt 
oder ihr viel bedeutet hätte, kam wie aus der Pistole geschossen: 
„als der Pfarrer uns jeden ganz persönlich gesegnet hat!“ 
Und damit stand ihr Konfirmationsspruch auch fest. 
Wir haben ihn dann auf die Ecke der Karte gestempelt:

Einladung zur Konfirmation

Dieser Kontakt und Dialog mit meinen Kunden jeden Alters ist etwas, 
was mir an meiner Bastel-Arbeit immer wieder besonders Freude macht. 
Wenn die Menschen Entdeckungen machen und das, was wir da herstellen, 
etwas mit ihnen persönlich zu tun hat. Wenn eine 14-Jährige staunend feststellt, 
dass Gott mit ihr persönlich etwas zu tun haben will, dass Segen spürbar ist
und dass sie selbst anderen zum Segen werden kann.
So wird aus einer einfachen Einladung etwas Einmaliges.

Dienstag, 28. August 2012

Schachtel-Fieber

Auweia, ist das lange her, dass ich hier was geschrieben habe.
Irgendwie finde ich es schwierig, ganz viel kreativ zu sein.
Und mir dann noch ganz viel Zeit zu nehmen, hier davon zu 
erzählen. Außerdem sind Sommerferien mit Schulkindern 
immer anstrengend, weil die „lieben Kleinen“ dauernd bespaßt 
werden wollen.

Aber jetzt habe ich mal wieder was. In den nächsten 
Monaten werden mich nämlich nicht die „lieben Kleinen“ 
vom Blog fernhalten sondern meine zahlreichen Herbstjobs 
auf Messen und Märkten. Und damit ich dort genug zu 
verkaufen habe, fange ich jetzt an, ganz fleißig zu sein.

doppelwandige Schachtel

Ich baue Breitwand-Schachteln. Bööö, was ein Wort. 
Aber wer mal eine in der Hand hatte, wird sie genau so 
entzückend finden wie ich. Eine liebe Mitstemplerin aus dem 
Stempel-Café – Floral-Flame – hat sich mal die Mühe gemacht, 
so eine Schachtel auseinander zu nehmen und uns anderen zu 
zeigen, wie diese genialen Dinger eigentlich aufgebaut sind. 
Die Ehre fürs Friemeln gebührt also ihr!


Ich gebe mir Mühe, nach ihrer Anleitung kleine 
Schmuckstücke zu zaubern. 
Ob es mir gelingt – sieh selbst.


Der Boden der Schachtel sieht sehr kompakt aus durch die 
0,5 bis 1cm dicken Wände. Er ist aber federleicht, 
weil diese Wände nämlich hohl sind, und doch ganz stabil. 
Er wird aus einem Stück Papier geschnitten, gefaltet 
und nur an wenigen Stellen geklebt.

doppeltwandige Minischachtel

Der Deckel wird dann der Größe angepasst 
und passend verziert. 


Bei diesem kleinen Würfel (5x5cm) ist mir der Deckel 
zu luftig geraten, weshalb ich hier ein Spitzenband angeklebt 
und nach innen umgeschlagen habe. Jetzt sitzt er besser.

 

Ich möchte gerne einige dieser Schachteln bis Anfang 
Oktober fertig haben. Da der längste Teil der Arbeit 
das exakte Anzeichnen der Maße am Papier ist, dachte ich, 
ich bin schlau: ich male mir für 4 Formate je EINE Vorlage, 
schneide die Scrappapiere auf Din A3-Breite zu und jage sie 
im Copyshop einfach durch. Dann muss ich nur noch schneiden, 
bauen und verzieren. Dummerweise sind diese digitalen 
Kopierer heutzutage so empfindlich, dass sie merken, 
dass das Scrappapier natürlich zu kurz ist! 
Der Schachtelgrundriss passt problemlos drauf, aber 
die blöde Maschine interessiert nur, wie lang das Blatt ist, 
das sie transportiert. 
Also sitze ich jetzt doch hier und zeichne an ...