Donnerstag, 20. September 2012

Schoki-Spender

Ich sage ja immer wieder: SU ist nicht die ganze Stempelwelt. SU (= stampin ´up) ist eine Stempelfirma, die im Tuppersystem arbeitet. Inzwischen teilen sich viel zu viele Demonstratoren den Markt. Schöne, aufeinander abgestimmte Farben gibt es auch von anderen Herstellern. Viele Motive und Gestaltungsarten sind mir zu bonbon-amerikanisch. Und die Preise erinnern sowieso an die Apotheke. Trotzdem braucht Stempelfrau so dann und wann mal einen SU-Stempel oder eine Stanze. 

Deshalb bin ich in Nellis Gastgeberinnen-Club, wo wir zu 5t sind, 5 Monate lang eine Bestellung abgeben und auf diese Weise jede einmal die Gastgeberinnen-Euros bekommen, die das Ganze nach dem Tupper-System etwas günstiger machen. Nelli macht sich außerdem die tolle Mühe, uns jedes Mal ein kleines Bastelprojekt vorzubereiten und mit Anleitung und Material 
zur Ware dazu zu legen.

Langer Rede kurzer Sinn – im August gab es diese Anleitung 
zu einem kleinen Schokoladen-Spender.


In verschiedenen Farbkombis bekamen wir fertig zugeschnitten die Einzelteile und mussten nur noch zusammenbauen. Bei ihr sa das dann so aus: 


Da mir aber das Häschen nicht so gefiel, habe ich dieses kleine "tag" einfach umgedreht aufgeklebt, bei allen Papieren die Kanten gewischt und dann selbst eine Gestaltung ausgedacht mit den selbst gemachten Papierknöpfen drauf. Bei mir sieht es nun so aus:

Schokospender für Mini-Rittersport

Ein kompakter, ziemlich schwerer Würfel, der einfach ein nettes Mitbringsel ist. Es passen 5 Rittersport-Minitafeln rein. Und inzwischen habe ich mir auch die Anleitung für andere kleine Schokoladen umgearbeitet. Für Einzeltäfelchen z.Bsp., die sich als "Give away" für Partys und Hochzeiten eignen. Die zeige ich dann demnächst.

Herzlich willkommen!

Vor einem guten Jahr war ich mit meiner Tochter in Tansania. Wir haben dort unsere Freunde besucht, die für 7 Jahre auf einer Missionsstelle gearbeitet haben. Wer mehr wissen will, kann ja mal auf meinem anderen Blog schauen – www.Tellerrandkuckerin.blogspot.de 
Nun sind sie seit ein paar Monaten wieder in Deutschland und versuchen, sich hier einzuleben. Für die Eltern war es ein Schritt in ein Land, in dem sich viel in der Zwischenzeit verändert hat. Für die Kinder schlicht das Verlassen der Heimat und in jeder Hinsicht Neuland.

Als ich es nun eeeeendlich geschafft habe, mich bei Henrike zu melden und zu fragen, ob sie was brauchen – weil meine Patentochter Ruth nämlich Geburtstag hatte – sagte sie spontan:
“Wir frieren alle!“
Also bekam mein Patenmädchen eine Fließdecke mit aufgenähtem Elefanten (die ich leider nicht geknipst habe) zum Kuscheln, warm und wohl fühlen, dazu ein Buchständer für die Hausaufgaben und ein kleines Mäppchen mit aktuellen Bildern von uns.


Foto-Lepporello

Die ganze Familie bekam nun aber endlich auch die Willkommenskarte, die etwa 3 Monate lang auf meinem Tisch von rechts nach links wanderte und dabei Stück für Stück wuchs. Die Karte ist geschlossen fast Din A5 groß.
 Ein bisschen kann man sehen, dass Blätter und Affen in 3D aufgeklebt sind.
Schauen die kleinen Kerle nicht herrlich bedröppelt wegen des traurigen Abschieds?

Umzugs-Begüßungskarte mit Fenster-Klappung

Innendrin habe ich wieder in gewohnter Manier ein Stempel-“Feuerwerk“ entfacht – die meisten Stempel sind dabei von der Stempelschmiede. Die größten Schwierigkeiten an dieser Szene sind, dass der Fußboden zwar schön angeschrägt aussieht, aber viel zu klein ist. Und dass durch die Anschrägung die Zimmerwände natürlich perspektivisch zu gestalten sind, eigentlich alle Möbelstempel, die man so findet, aber frontal gezeichnet sind. Also muss ich immer überlegen, was ich an diese Seitenwände stelle, damit es nicht so kahl aussieht.


Telefontischchen, Blumentopf und Kerzenständer helfen dabei, aber Tür und Bilderrahmen habe ich einfach selbst gemalt. Der Fußboden ist in seiner Mitte mehrfach nebeneinander gestempelt, dann rechts und links mit seinen Seiten vollständig abgedrückt und schließlich in alle Richtungen mit Feinliner verlängert, damit der Boden groß genug für die Karte wird.

Den Teppich habe ich schon vor langer Zeit als Abdruck von Cado aus dem Hühnerhof bekommen. Endlich eingesetzt – Danke! Die Lampe hängt an echtem Zwirn, die Vorhänge sind aus Stoff, auch die Hundedecke. Die Telefonschnur wickelt sich malerisch um den Fuß vom Tisch. Ich mag es so realistisch im Materialmix.

Inzwischen dürfte alles wohlbehalten beim Geburtstagskind und der Familie angekommen sein.

Samstag, 15. September 2012

Windlichter

Wie bespaßt man seine Schulkinder in diesen endlos fürchterlich langen Sommerferien? Nachdem unser Urlaub rum war, blieben mir noch 3 Wochen, die ich sinnvoll füllen musste. Also habe ich für unsere und die Kinder von Nachbarn und Freunden „Sommer-Kreativ-Tage“ angeboten. Jede Woche 3 Vormittage irgendein Bastelangebot.

An diesem Tag hatte ich 2 alte Gläser rausgekramt, die mal eine liebe Bastelfreundin von mir gestaltet hatte. Das eine ein klassisches altes Weckglas, das sie mit Serviette und Trockenblumen gestaltet hat. 
 
Windlichter aus Weckgläsern

Das andere ein Kleines – etwa so groß wie ein Hippglas – ganz zart nur mit einer künstlichen Buchsbaumranke und weißer Statize geschmückt.


Vor allem das Große steht bei mir in jedem Herbst im Toilettenfenster neben der Haustür und leuchtet, sobald es dunkel wird. Nun habe ich also alle möglichen Weck-, Konserven- und Nutellagläser zusammen gesucht, meine Serviettenschachteln geöffnet und 3 Kinder mit Schere und Serviettenleim bewaffnet.



Als Material zum Schmücken fanden sich in meinem Keller getrocknete Blüten und Blätter, Eicheln und andere Früchte und jede Menge künstlicher Blumen und Ranken. Zur Befestigung haben wir meistens feinen Schmuckdraht genommen. Und das ist dabei rausgekommen:


Die Mädels haben zunächst mal die Igelserviette verarbeitet, 
das war wohl der „Süüüüß!“-Faktor …


Tobias und ich haben derweil 2 Gläser mit dieser leuchtend roten Rose und künstlichen Rosen geschmückt. Eins davon hat kurze Zeit später seine Patentante bei ihrem Lampion-Fest geschenkt bekommen.



Dann kamen die Mädels so richtig in Fahrt, und es folgten noch diese drei Gläser:
Ganz schlicht dieses 6-eckige Glas mit den Blumenkübeln und dazu künstliche Efeuranke.


Auf dieser Serviette waren Sand und Steine zu sehen, die hier mit grauem Kreuselband und echten Federn kombiniert wurden.


Und schließlich bekam diese kleine Toscana-Szene 
die leuchtend blauen Blumen als Zugabe.


Ich bin immer wieder begeistert, was dabei rauskommen kann, 
wenn man Kinder (jeden Alters) einfach mal machen lässt. 

Dienstag, 11. September 2012

herzige Hochzeit

Vor kurzem hat eine liebe Mitbastlerin im Hühnerhof eine Hochzeitskarte gezeigt. Sie war ganz in Creme-Weiß-Tönen gehalten und sah wunderschön aus.

Wer schauen mag:
http://www.stempelhuehnerhof.de/orion/viewtopic.php?t=11931

Als ich nun einen Auftrag für eine Hochzeitskarte bekam, fiel sie mir wieder ein. Allerdings war meine Farbvorgabe nach der Einladung Aubergine mit einem schimmernden Anthrazit.

Hochzeitskarte mit Herzen

Die Grundkarte habe ich hellgrau gemacht, damit man drinnen gut schreiben kann. Ich habe die Herzen endlos hin und her geschoben und immer überlegt, ob das nicht für eine Hochzeit zu düster ist. Aber ich bin dann doch bei diesen intensiven Farben geblieben.

Blätterwirbel

Im Stempelhühnerhof gab es wieder den monatlichen ATC-Tausch zum Thema „Blätter“. Die liebe Elke (Blauer Mohn) hat gelost und verkündet. Ich weiß immer nicht so, ob ich es tatsächlich rechtzeitig schaffen werde, aber diesmal habe ich einfach Elke eingeladen und mit ihr zusammen gewerkelt. Sie konnte meine dann gleich mitnehmen.

Meine spontane Assoziation war der Blätterwirbel von der Stempelschmiede. Dann musste ich etwas finden, das diese Blätter aufwirbelt. Da fiel mir der grade auf einem Flohmarkt erstandene kleine Kicker in die Hände. Voilá!


Es hat Spaß gemacht, mit dem 3D-Effekt zu spielen und 
winzige Blättchen irgendwo aufzusetzen. 
Auch der überlappende Ball gefällt mir selbst gut.

Diesen Monat ist das Thema „Stoff“. 
Mal sehen, ob ichs schaffe.