Donnerstag, 20. September 2012

Herzlich willkommen!

Vor einem guten Jahr war ich mit meiner Tochter in Tansania. Wir haben dort unsere Freunde besucht, die für 7 Jahre auf einer Missionsstelle gearbeitet haben. Wer mehr wissen will, kann ja mal auf meinem anderen Blog schauen – www.Tellerrandkuckerin.blogspot.de 
Nun sind sie seit ein paar Monaten wieder in Deutschland und versuchen, sich hier einzuleben. Für die Eltern war es ein Schritt in ein Land, in dem sich viel in der Zwischenzeit verändert hat. Für die Kinder schlicht das Verlassen der Heimat und in jeder Hinsicht Neuland.

Als ich es nun eeeeendlich geschafft habe, mich bei Henrike zu melden und zu fragen, ob sie was brauchen – weil meine Patentochter Ruth nämlich Geburtstag hatte – sagte sie spontan:
“Wir frieren alle!“
Also bekam mein Patenmädchen eine Fließdecke mit aufgenähtem Elefanten (die ich leider nicht geknipst habe) zum Kuscheln, warm und wohl fühlen, dazu ein Buchständer für die Hausaufgaben und ein kleines Mäppchen mit aktuellen Bildern von uns.


Foto-Lepporello

Die ganze Familie bekam nun aber endlich auch die Willkommenskarte, die etwa 3 Monate lang auf meinem Tisch von rechts nach links wanderte und dabei Stück für Stück wuchs. Die Karte ist geschlossen fast Din A5 groß.
 Ein bisschen kann man sehen, dass Blätter und Affen in 3D aufgeklebt sind.
Schauen die kleinen Kerle nicht herrlich bedröppelt wegen des traurigen Abschieds?

Umzugs-Begüßungskarte mit Fenster-Klappung

Innendrin habe ich wieder in gewohnter Manier ein Stempel-“Feuerwerk“ entfacht – die meisten Stempel sind dabei von der Stempelschmiede. Die größten Schwierigkeiten an dieser Szene sind, dass der Fußboden zwar schön angeschrägt aussieht, aber viel zu klein ist. Und dass durch die Anschrägung die Zimmerwände natürlich perspektivisch zu gestalten sind, eigentlich alle Möbelstempel, die man so findet, aber frontal gezeichnet sind. Also muss ich immer überlegen, was ich an diese Seitenwände stelle, damit es nicht so kahl aussieht.


Telefontischchen, Blumentopf und Kerzenständer helfen dabei, aber Tür und Bilderrahmen habe ich einfach selbst gemalt. Der Fußboden ist in seiner Mitte mehrfach nebeneinander gestempelt, dann rechts und links mit seinen Seiten vollständig abgedrückt und schließlich in alle Richtungen mit Feinliner verlängert, damit der Boden groß genug für die Karte wird.

Den Teppich habe ich schon vor langer Zeit als Abdruck von Cado aus dem Hühnerhof bekommen. Endlich eingesetzt – Danke! Die Lampe hängt an echtem Zwirn, die Vorhänge sind aus Stoff, auch die Hundedecke. Die Telefonschnur wickelt sich malerisch um den Fuß vom Tisch. Ich mag es so realistisch im Materialmix.

Inzwischen dürfte alles wohlbehalten beim Geburtstagskind und der Familie angekommen sein.

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