Freitag, 28. Dezember 2012

15 Minuten Advent in der Tüte

Was ist das denn???“ wurde ich oft gefragt, als ich diese Tüten an meinem Stand liegen hatte. Sie geisterten in dieser Adventszeit durch die Foren und blogs, waren mal aus bestempeltem Papier, mal aus Butterbrottüten, es war sicherlich auch überall was anderes drin – und sie waren wegen ihres Namens ein echter Stehenbleiber und Hinkucker.

15 Minuten Advent in der Tüte

Aber:“Was ist das denn nun???“ Es ist eine Tüte, gefüllt mit allem, was zu einem besinnlichen Moment innehalten und Weihnachten auf sich zukommen lassen dazu gehört: Duft und Geschmack von Weihnachten, Licht und Wärme für die Stimmung, eine kleine Karte mit einem passenden Text fürs Herz – und natürlich ein bisschen Blingbling.


Das kannste auch“, dachte ich mir und plante munter drauflos. Als erstes habe ich geschaut, was mein Keller sowieso dafür hergibt. Und das war´ne ganze Menge: da fand sich z.B. Packpapier, letztes Jahr zugeschnitten und nicht verarbeitet. Also habe ich 15cm breite Streifen geschnitten und zusammen genäht.
Teelichter waren mir zu profan (und zu dick), also habe ich Pyramidenkerzen gekauft und ganz kleine Halter aus Wellpappe gebaut (war mal ein stabiler Weinflaschenkarton).
Bei meinem Weihnachtsschmuck fanden sich Tüten mit Zimtstangen und Sternanis. Je eins rein – Duft ist da.

15 minuten Advent in der Tüte - Inhalt

Geschmack. Mir schoss die alte Gedichtzeile „Apfel, Nuss und Mandelkern“ durch den Kopf. Also den Vorrat an getrockneten Äpfeln geplündert, Zimtsterne, Mandeln und Haselnüsse geholt – und eingeschweißt. (Das machen sicher nicht alle, aber es gibt da sowas wie eine Lebensmittelhygiene-Verordnung, nach der man Lebensmittel nicht offen verkaufen darf, es sei denn, man macht aus seinem Marktstand eine mobile Küche nach 1000 Auflagen.) Auch der Teebeutel, der dafür sorgen soll, dass man mit Zubereitungs- und Austrink-Zeit auch wirklich eine Viertelstunde beschäftigt ist, bekam sein „Verhüterli“ - rein damit.


Bei der Einschweißerei hatte ich dann auch Zeit, über den weihnachtlichen Text nachzudenken, der mit rein sollte. Was kopieren? Geht schnell, kann aber Probleme machen mit dem Urheberrecht. Von Hand schreiben? Zu viel Arbeit. Dann fiel mir der wunderbare Text von Rolf Krenzer ein, den Flamingo Art zu einem Stempel verarbeitet hat. Karte stempeln! Matten, Kanten wischen, Ecken rund stanzen – rein damit!


Zu guter Letzt habe ich noch eine Mustertüte aus Celophan gemacht, damit die Leute sehen können, was alles drin ist.


Und nachdem alle Tüten gefüllt waren, musste ich sie ja auch noch von außen ansprechend schmücken. Ich bin wieder auf die Suche gegangen und habe neben den Zimtstangen auch noch Orangenscheiben gefunden, ein paar Strohsterne, ein paar Miniglaskugeln am Draht sind mir mal zugelaufen, 4 große metallene Weihnachtscharms tauchten aus den Tiefen meiner Schränke auf und die großen Metallsterne gabs mal im schwedischen Möbelhaus.




Bei allen war ein halbierter Scrapbogen (22cm lang) der Verschluss, immer an den Kanten mit einem Bordürenstanzer verziert. Und in den Papierdraht habe ich immer noch einen Zweig eingebunden. Mal bestand der Schmuck aus gestanzten Sternen oder Schneekristallen, mal klemmte ein kleiner Holzelch im Zweig. Wenn alles dran war, habe ich noch das eine Drahtende aufgerollt und an das andere das Schild geklebt.



Sogar ein kräftiges Motiv-Transparentpapier hat die Behandlung mitgemacht. Und bei den unteren habe ich mal eine peppigere Variante gemacht mit weißem Papier, frischeren Verschlusspapieren und mehr Blingbling.

Hat dann doch ´ne ganze Menge Zeit gekostet, die 40 Tüten zu bauen, hat aber irre viel Spaß gemacht und ganz viele Augen zum Leuchten gebracht. Und die übrig gebliebenen standen dann Heilig Abend bei meinen Nachbarn vor der Tür, nochmal umgepackt nach Personenzahl, weil ich die eingeschweißten Kekse aus den übrigen Tüten ja nicht bis nächstes Jahr aufheben kann ...

1 Kommentar:

Sandy hat gesagt…

wow, die sind ja klasse geworden...und der inhalt sieht lecker aus...

lg
sandy