Montag, 28. Januar 2013

Napkin-Fold-Card

Eine zauberhafte Faltkarte, zu der ich jetzt auch den Namen erfahren habe, wandert heute in die Post zu meiner Patentante. Die hatte nämlich Geburtstag und wurde schmälich vernachlässigt, weil Weihnachten, Silvester und der Geburtstag unserer Tochter immer so inflationär viel Kraft fordern. Darum gibt’s jetzt was Besonderes.

Diese Kartenform habe ich vor längerem schonmal im Hühnerhof gesehen, aber nie ausprobiert. Nun habe ich sie beim Blog-Hopping wieder entdeckt und gleich in Flammen gestanden – Friemeln, meine Leidenschaft!

Geschlossen sieht sie schon besonders aus, 
ein 15x15cm-Quadrat aus einem Bogen Scrappapier:

Napkin-Fold-Karte

Und wenn man sie öffnet, dann kann man nur staunen über den Faltmechanismus. Witzigerweise ist mir, als ich über einen sinnvollen Namen dafür nachdachte, das Einstecktuch eines Herrenjackets eingefallen - das passt ja zu dem Namen "Napkin" = Taschentuch-Faltung.


Platz zum Schreiben gibt’s da dann auch noch. Und eine Anleitung ist schon geknipst und wird demnächst eingestellt. Danke also an Heide, die mir den Namen verraten hat. Bei mir heißt sie nun auch Brotkorb-Faltung, weil sie halb geöffnet aussieht wie so ein Stoffbrotkorb vom Schweden ...



Mittwoch, 23. Januar 2013

12 Projekte aus 2012

Witzig. Ich mache ja normalerweise kein Blog-Hopping. Das raubt viel zu viel Zeit – und mir auch Nerven, weil ich ja bei allem mit Stecker etwas langsamer bin. Aber da habe ich doch über Sandy und Lücki zu Ingrid gefunden – und dort eine ganz, ganz tolle Anregung entdeckt: 
Schau Dir doch nochmal die Bilder von Deinen Projekten des Jahres 2012 an und such Dir dann für jeden Monat eines aus, das Dir besonders wichtig war/Spaß gemacht hat/ … So jedenfalls verstehe ich ihr


Da hab ich mich natürlich sofort in meinem persönlichen Daten-Nirvana auf die Socken gemacht. Puh, das zu entscheiden, ist gar nicht so leicht. In manchen Monaten war Kreativrausch, in anderen völlige Flaute in Hirn und Keller. Aber ich habe interessanterweise tatsächlich dabei sowas wie Schwer- punkte in diesem Jahr entdecken können. Und die stelle ich Euch jetzt vor. Witzigerweise sind im ganzen Jahr nur 3 normale Karten dabei. Und das ist symptomatisch. Ich mache gerne Karten. Aber noch viel lieber mache ich besondere Karten, knifflige Faltereien, raffinierte Schachteln, Ungewöhnliches zum Drehen, Klappen, Ziehen, Schieben, Öffnen, Schließen, Stapeln …

Die erste normale Karte stammt aus dem Januar und entstand beim „In Windeseile“ vom Stempelhühnerhof zum Thema „besser ein eckiges Etwas als ein rundes Nichts“:


Im Februar habe ich mich – ich glaube nach einem Post von Angela65 – endlich mal an die Dreieckskarte heran gewagt und war hin und weg von dem Mechanismus und den Gestaltungsmöglichkeiten. (drehen und klappen)


Im März habe ich dann floral-frame´s Februar-Workshop aus dem Stempelcafé aufgegriffen und wie eine Wilde wochenlang solche Schachteln mit dicker, hohler Wand gebaut, verschiedene Größen, Wandstärken, Papiere und Verzierungsstile ausprobiert (öffnen und schließen):


Im April hat mich eine Freundin beauftragt, ihr eine Schachtel-Torte zu bauen. Aus mehreren Mustern hat sie sich dann für die Schokoladentorte entschieden (hatte ich ihr prophezeit, wollte sie vorher nix von wissen, die wurde es dann aber doch …) (öffnen und schließen)


Eigentlich den ganzen Frühling hindurch habe ich Papierreste zu Knöpfen verarbeitet, nachdem dies Thema bei der Samstags-Inspiration im Stempelhühnerhof war. Im Mai kam das dann so richtig in Fahrt, weil mir nach und nach immer mehr Einsatzmöglichkeiten für diese kleinen Hinkucker einfielen. Und dabei wurden endlich die Depots von Designpapierresten etwas geleert, bis so ca. 400 Knöpfe fertig waren … (stapeln)


Im Juni haben wir Klassenfest unserer Tochter zur Halbzeit der Förderstufe gefeiert und dabei der Klassenlehrerin als Durchhalteorden einen Theatergutschein geschenkt. Der steckt bei mir immer in so einem stark vergrößerten „Klorollen“-Buch. (ziehen und schieben)


Im Juli habe ich überhaupt kein Papier angefasst. Mitte Juli war nämlich Premiere meines Leib- und Magen-Theaters (Neue Bühne Darmstadt), und ich habe nur noch an der Nähmaschine gesessen, um die Kulissen fertig zu stellen – und dann sind wir 2 Wochen in Urlaub gefahren … (ziehen und schieben)


Im August hat meine Chorleiterin mal wieder eine Bach-Kantate dirigiert und dafür wie immer von mir eine Dankeskarte bekommen – und wie immer nix Normales sondern eine Slidercard: (ziehen und schieben)


Im September bin ich dann endlich dazu gekommen, eine Willkommenskarte zu bauen für die Freunde, die nach 7 Jahren aus Tansania wieder gekommen sind. (klappen) Weg aus dem Djungel ...


... hin zu deutscher Gemütlichkeit.


Im Oktober nahen nun eindeutig die Weihnachtsmärkte mit dem entsprechenden Produktionsdruck – es wird weihnachtlich. Mal wieder eine normale Karte. Da habe ich ganz viel mit der Technik rumprobiert: flächigen Stempel mit verschiedenen Kissen betupfen, Wassernebel drüber, abdrücken, trocknen und dann ein überlappendes Motiv drauf embossen. Das ist jedesmal wieder spannend, weil man nicht planen kann, was dabei herauskommt.


Im November habe ich eigentlich nichts gemacht außer Quadrate schneiden, Quadrate falten, Kanten wischen, Sterne rollen, Sterne genau platzieren, Quadrate aneinander kleben, Perlen auf Bänder wurschteln. Viele, viele Sterne sind so aus meinen Fingern geschlüpft (klappen):


Und im Dezember habe ich nach jahrelanger Jagd endlich meinen Engel gefunden – ein ganz zauberhafter, sehr detailreicher Fotostempel von flamingo art, der daraufhin aus lauter Liebe gleich auf fast 20 verschiedenen Karten gelandet ist:


Das war mein kreatives Jahr 2012. 
Spannend, sich so für ein Projekt pro Monat entscheiden zu müssen. 
Danke auch hier nochmal, Ingrid, für diese tolle Anregung!
(Außerdem habe ich bei der Gelegenheit endlich gelernt, 
Web-Adressen zu verlinken ... )

Ein kleiner Nachschlag am Tag danach: Ingrid, Dank Deiner wachse ich grade über mich hinaus. Jetzt habe ich doch mal soeben mit PicMonkey die Collage gebaut, sie bei mir mit Paintshop verfeinert, habe Deine beiden Aktionen hier verlinkt, habe mir Sandys Award vom Mai (!) geholt und verlinkt - und das alles in einer halben Stunde, ohne dass ich Tobsuchtanfälle hatte oder der Computer explodiert wäre ...

Hier ist sie also, meine erste Collage:


Ich werde sicher auch in Zukunft die kommentierte Fassung weiter bringen. Das ist einfach mein Stil. Aber das hier hat auch viel Spaß gemacht.

 


Dienstag, 22. Januar 2013

Taschenbuch für Merle

Ja, ich weiß – ich habs grade mit Babies. Unsere Chorleiterin hat ihr zweites Kind bekommen. Zum ersten habe ich ihr vom Chor eine Drehkulisse gebaut. Das war eine grüne Karte mit lauter gestempelten Blumen auf allen Seiten, und in jeder Blume saß ein kleiner Knopf. Sozusagen rundherum blumige Grüße. Und wie toppt man so ein aufwändiges Teil ???

Also gab es diesmal ein Taschenbuch mit 8 Fächern. Und weil die beiden auch nicht so auf rosa stehen, wurde diese Karte einfach auch wieder grün mit Blümchen. Die Grundkarte ist aus Mi Teintes.

Buch mit Taschen zur Geburt

Der Blütenstengel ist ein schon älterer Stempel von Barbara Bunke, den ich immer wieder gerne benutze. Natürlich musste der Name gleich mit drauf.

Es hat richtig Spaß gemacht, mit den verschiedenen Papieren und verschieden großen Stanzblumen, -Herzen und -Kreisen zu spielen. 


Ich liebe sehr die große Hand und das Herzlich willkommen. Das ist das, was ich jedem Kind sagen möchte: Du bist willkommen, Du bist gewollt. Du bist nicht gefragt worden, aber es ist wunderbar, dass DU da bist!


 Das niedliche Mädel von Nellie Snellen nehme ich immer wieder gerne. Es lässt sich hervorragend kolorieren, immer schön in den Farbtönen, die das Projekt sowieso hat.


Wenn man jemand kennt, ist es auch viel einfacher, die Seiten zu füllen. Außerdem musste hier ja noch Platz für ein paar Worte und die diversen Chor-Unterschriften bleiben. Und so war das Büchlein ganz schnell voll.


Die Ecken der Kärtchen sind noch verschieden gestanzt, rund und mit Schnörkel. So sehen die Kärtchen ein bisschen gefälliger aus.

Und am kommenden Donnerstag gehe ich Baby-Kucken 
und Karte-Überreichen. Ich freu mich schon drauf.


Montag, 21. Januar 2013

Taschenbuch für ein Baby

 Gleich nach der Kreativwelt im November habe ich zu Hause meinen Prototyp fertig gemacht und dann ein erstes eigenes Taschenbuch ausprobiert. Es ist in Blautönen gehalten und mal wieder eine Babykarte geworden.

Buch mit Taschen für ein Baby

Ich finde es witzig, was bei mir so in Gedanken passiert, während ich bastele. „Baby“ war als Thema klar. Und dann haben die Hände den Kartenrohling und das Äußere gebaut. Derweil hat der Kopf versucht, 8 Fächer zu füllen! Was sagt, schreibt, zeigt man den Eltern eines neugeborenen Kindes? Worüber habe ich mich an den Karten und Gratulationen für unsere Kinder besonders gefreut?

 

Nette Motive zum Kolorieren, sinnvolle Sprüche, ein Geschenk (beim Zweiten oft in Geldform, damit man nichts Doppeltes schenkt), Platz für persönliches Handschriftliches. Toll finden die meisten auch, wenn der Name des Kindes auf oder in der Karte ist. Größe und Gewicht hingegen finde ich von Gratulantenseite völlig überflüssig.


Zusätzlich tauchen überall die kleinen Blüten und Schmetterlinge auf. Viele ganz kleine Klebe-Brillies bringen einen ganz dezenten Glitzereffekt in die Karte. Ich habe erstmal lauter kleine Kärtchen gemacht, die in den Fächern stecken. Füllen werde ich sie, sobald sich ein Baby dafür "anbietet".

 

Samstag, 19. Januar 2013

Taschenbuch als Portobuch

 Eine Freundin wünschte sich ein Portobuch gegen ihr Chaos. 
 Dafür habe ich wieder ein Taschenbuch gebaut, diesmal aber viel größer. 
Und dann gleich eins für mich hinterher, weil mir auffiel, dass ich 
auch unsere Briefmarkenaufbewahrung eigentlich nicht
 sinnvoll fand. Tütchengewurschtel …

Die Grundkarte ist aus einem Bogen Mi Teintes geschnitten. 
Das Papier hat eine tolle Optik, eine toll strukturierte Oberfläche 
und genau die richtige Stärke für solche Projekte.
 Ich liebe die dunklen Rottöne, darum unser Exemplar so Ton in Ton:

Briefmarkenbuch

Dieses Büchlein hat nur 4 Taschen für die verschiedenen Briefmarken. 
Die Seiten haben immer wieder den Stempel von der Vorderseite 
in Teilen irgendwo zu sehen. Und jede Seite ist mit der Markenart beschriftet.
Die Kanten der Taschen habe ich mit ganz dunklem Rot gewischt, damit sie sich etwas von den Gesamtseiten abheben.


Dazu habe ich mir einen großen Selbstbau-Stempel bei Feinkost Albrecht 
gegönnt. Es hat mich schon immer genervt, dass genau für solche 
Gelegenheiten immer der richtige kleine Stempel fehlt. Mit diesen 
Mini-Buchstaben konnte ich mir die Worte für das Portobuch einfach 
selbst setzen. Ist Gewurschtel, aber gut machbar.


Und ich spare mir in Zukunft viel 
Gewurschtel beim Briefmarkenaussuchen.

Wenn ich mir das so ansehe - eigntlich könnte ich auf die Schnörkel 
noch ein paaaaar Minibrillies setzen ...



Standkarte mit Überraschung zum Querziehen

Mal wieder ein Workshop für eine besondere Karte. Eigentlich gibt es den Workshop schon - im Stempelhühnerhof. Da zeigen wir uns ganz oft gegenseitig Anleitungen für schöne Projekte. Aber dummerweise ist auf die Weise dauernd mein persönliches Album voll. Ihr kommt heute also in den Genuss einer ausführlichen Anleitung, damit ich mein Album im Hof leerschaufeln kann.

Sodele, los gehts. Heute stelle ich eine Karte mit einer langen, quer auszuziehenden Lasche vor,
die vor 2 Jahren beim SU-Workshop gelernt habe.
Diese Karte bietet auf der Frontfläche 1000 Möglichkeiten zur Gestaltung. Sie ist 3-dimensional,
lässt sich also nicht verschicken. Vom Arbeitsaufwand her ist sie aber sowieso eher geeignet
als liebevolle Zugabe zu einem Hochzeitsgeschenk oder etwas anderem, das man persönlich
überreicht. Ich könnte mir auch vorstellen, daraus die Tischkarte bei einer Hochzeit zu machen
und auf der Lasche das Menue und/oder die Getränkeliste unterzubringen.
Ich zeige Euch die Fertige von gestern und ausführlich eine Neue, die ich jetzt für Euch gebaut habe.

Die Karte von gestern:

Standkarte mit Querauszug


Hier sieht man beim Bild von oben, wie sich die Lasche in der Karte
schlängelt. Und man sieht, wo sich der gestempelte Text auf der Lasche
befindet.


Teil 1 Vorbereitung

Ich brauche für die Grundkarte einen festen Kartonstreifen von 26,5 x 11,5 cm.
Für die Lasche einen griffigen, aber nicht zu dicken weißen Streifen von 21 x 7,5 cm.
Für die Frontgestaltung ein passendes Stück 10 x 6 cm.
Einen Hauptstempel für draußen, einen Text für drinnen u.a. nach Bedarf.
Verzierung für die Front: dazu suche ich mir einige gestanzte Blüten aus.
2 gleiche Blüten dienen als Laschengriff. Alle Blüten bekommen ein passendes Brad
in die Mitte. Noch ein paar Schmetterlinge - mal sehen.



An Werkzeug brauche ich einen Nietensetzer für diverse Löcher, etwas zum Falzen,
Kleber und Takki-Tape,
ein Werkzeug zum Kantenwischen, für den Fuddelkram eine Pinzette,
eine Tischkante und einen langen Fingernagel,
außerdem natürlich diverse Stempelkissen zum Stempeln und Wischen.

Mit dem langen Fingernagel bereite ich alle Blüten und Schmettis vor,
biege die Blütenblätter bzw. Flügel rund - außer den Blüten für die Lasche.
Mit dem Nietensetzer loche ich alle Blüten in der Mitte - außer der rückwärtigen
Blüte für die Lasche. Ich stecke das jeweilige Brad durch und biege es um. Blumen fertig!



Jetzt kommt die Grundkarte dran: Ich falze den langen Streifen in 4 Segmente von
1 cm - 6,5 cm - 11,5 cm und 7,5 cm und biege alles um.



Anschließend ziehe ich das 11,5cm-Segment dieses Streifens sanft über die Tischkante,
bis es so gebogen aussieht. Das gleiche mache ich mit der ganzen Lasche:




Teil 2 Stempeln und Gestalten

Als erstes nehme ich mir das Deckblatt vor und stempele meinen Clown.
Ich koloriere ihn mit Tombows, da hat aber jede ihre Vorlieben ...



Jetzt wische ich die Kanten mit dem Griff (oder so ...) und zwei verschieden
intensiven Farben, erst das Deckblatt, dann die Lasche. Bei der Lasche lasse
ich die eine Schmalseite aus, das hilft später als Orientierung für Euch.




Ein kleiner Zwischenschritt: Wenn die Karte am Schluss rundgebogen und geschlossen wird,
brauchen wir oben und unten je ein Loch für ein Brad. Da die kleine Kante nur 1 cm breit ist,
muss ich die beiden Löcher an dem 7,5cm-Element relativ knapp an den Rand setzen,
und nicht mehr als 1cm von der Ober- und Unterkante entfernt.
Dazu loche ich erst das 7,5cm-Segment, biege die Karte dann rund, lege das 1cm-Segment
dahinter und zeichne mir die beiden Löcher an. So kann ich anschließend die hinteren Löcher
exakt passend stanzen. Wer ein "Krokodil" hat, kann gleich durch beide Schichten ...



Jetzt heißt es aufpassen! Der gewischte Rand hilft Euch, die richtige Lage zu erkennen.
Ich klebe die Lasche innen an den Rand des 7,5cm-Segmentes. Und ich nehme dazu Takki,
weil auf diesem schmalen Klebestreifen ziemlich viel Zug liegt.



Hier klebe ich gleich auch noch die Zugblüte an. Überstehend, die gestaltete Blüte von vorne,
die einfache genau von hinten dagegen.



Jetzt drehe ich meine Grundkarte wieder nach vorne, so dass das 7,5cm-Segment jetzt rechts liegt
und klebe darauf mein Deckblatt. Das gestalte ich dann noch weiter mit den Blüten und 2 Schmettis.




Teil 3 Endmontage

Jetzt wirds spannend. Ich nehme die Oberkante des 7,5cm-Segmentes in die linke Hand,
lege daran von hinten die rundgebogene Lasche an und dann von hinten das 1cm-Segment:



Durch die beiden Löcher stecke ich nun die Brads,
die das Ganze rund halten, mitsamt ihren kleinen Blüten.



und biege in der Karte die Brads fest um:



Jetzt ist die Karte fertig montiert und kann schon stehen. Allerdings war da ja noch ein Spruch ...
Bevor ich den auf die Lasche stempeln kann, muss ich die Lasche erst rausziehen. Und zwar
Stück für Stück, und dabei probiere ich immer wieder, ob die Karte noch stehen kann oder
schon Übergewicht bekommt. Wenn das der Fall ist, schiebe ich ein kleines Stück zurück -
und habe nun meine Fläche, auf der ich meinen Spruchstempel platziere.



Die meisten Menschen, die so eine Karte in die Hand bekommen, werden nämlich die Lasche etwa
so weit herausziehen, dass auf der Fläche die Proportionen stimmen. Und sind damit genau an
dem Punkt, an dem die Karte stehend noch nicht umfällt.




Fertig ist meine Querzieh-Karte. 
Ich hab sie Euch nochmal von oben geknipst, wenn die Lasche draußen ist.
Man sieht ganz gut, wie sich die Lasche nach draußen schlängelt.

Ich wünsche Euch so viel Spaß beim Nachbauen wie mir beim Vorturnen. Und denkt dran: wenn Ihr die Anleitung weitergeben wollt, bitte mit meinem Namen und meiner Blogadresse. Danke!


Baby-Taschenbüchlein in Veilchen-lila

In das "Taschen"buch habe ich mich grade selbst ein bisschen verliebt. 
Klein, groß, mit 4 Taschen, mit 8 Taschen, als Notizbuch, als Babykarte, 
als Portobuch, als Fotogeschenk, für die Oma, für die Freundin, 
für mich selbst … 

Buch mit Taschen für ein Baby


Und es ist ganz einfach zu bauen. Damit Ihr mir das auch glaubt, 
zeige ich Euch jetzt, wie´s geht. Damit es ganz klar ist, habe ich Bilder von 2 verschiedenen Karten gemixt ...


Material:
Für die keine Variante, bei der ich die Bilder gemacht habe,
 braucht man als Grundlage nur einen Bogen Scrappapier. 
Dazu farblich passende Papiere, Reste, Kleber, Stanzen und Co.,
 hier auch ein Charm, Band.


Grundkarte:

In den Scrapbogen macht man ein paar Knicke: 
einmal halbieren und dann von den Seiten her etwa dritteln. 


Anschließend um 90° drehen und halbieren und vierteln. 

 
Jetzt schaue ich mir an, welches Design ich außen und auf den Taschen haben will. Dazu klappe ich die schmalen Längsknicke mal so, mal so, bis ich weiß, was ich will.


Ich schneide den großen Mittelknick bis zur dritten Knicklinie ein. Am vierten Element bleibt das Papier aneinander.

 

 Bevor ich irgendwas klebe, gestalte ich die Taschen, damit ich die Kerben stanzen kann. Hier habe ich mich für die ganze Fläche (minus Rand) entschieden – zuschneiden, aufkleben, Kerben stanzen. Ich kann aber natürlich auch einfach kleine tags, Blümchen, ... aufsetzen, dann sieht man dort mehr vom Papier.


Als nächstes kann ich die Taschen ankleben. Und zwar nur an vier Stellen, nämlich jeweils an den beiden Enden der Streifen.


 In der Mitte, wo der UHU-Deckel klemmt, werden die Taschen ja durch die senkrechten Knicke gehalten, wie man am hinteren Zickzack sieht.


Damit das Buch vorne nicht aufspringt, klebe ich die mittleren Kanten aneinander:



Hier sieht man dann, wie die Karte zusammen gelegt wird, von oben:



und ganz geschlossen:



 Buchrücken:
Für den Buchrücken schneide ich einen Streifen festeren Karton in der Länge des Buches und falze es zweimal mittig mit dem Abstand 1/4-Inch. Ich bearbeite den Rand mit einer Bordürenstanze und hinterlege ihn mit einem kontrastfarbenen Papier.



Aber bevor ich den Rücken anklebe, müssen noch zwei Schritte passieren: 
weil das Büchlein mit einigem gefüllt wird, verbreitere ich immer den Rücken. 
Ich habe einen festen Weinkarton in schmale Streifen geschnitten und davon
 2 hinten zwischen die Seiten geklebt.




Außerdem muss das Band unter dem Buchrücken angeklebt werden. Ich schneide es in gewünschter Länge zu, klebe es mit Tesa hinten fest. Und jetzt erst klebe ich den Buchrücken an. Dabei achte ich darauf, dass der Streifen in der richtigen Höhe sitzt und dass das Büchlein ganz drin steckt.

 

Wenn ich so weit bin, kann ich an die Außengestaltung gehen. Hier sitzt – passend zum Thema – ein kleines Schaukelpferd, gearbeitet in der „paper-piecing“-Technik. Dazu stempele ich das Motiv auf den hellen Karton und auf ein farbiges Stück. Aus dem farbigen Stück schneide ich dann genau die Teile aus, die am Ende bunt sein sollen, und klebe sie auf das Gesamtmotiv – hier Sattel und Trense. Ausstanzen, matten, aufkleben. 

 

An das Band kommt noch ein Kinderwagen-Charm. 
Aber das blöde Teil dreht sich immer zur Seite. 
Also hole ich meine Schmuckutensilien hervor 
und mache eine kleine Öse an das Charm. 
Wenn ich das Band da durchziehe, dreht es sich nicht mehr.

 


Innengestaltung:
Im Inneren habe ich nun 8 Taschen, die es zu gestalten und zu füllen gilt.
 Ich bereite mir einige farblich passende Blumen vor und schneide die 
Steckkarten zu. Ecken runden. Sprüche und Motive stempeln. 

 
 
Ich mag es immer ganz individuell. Bei Babykarten, die ich verkaufe, 
lasse ich die Leute auf die Geburt des Kindes warten, bekomme die Informationen und arbeite sie noch ein. 
Über die Waschanleitung soll der Name des Kindes kommen.
 In den „Chef“-Stempel wird das Geburtsdatum eingetragen. 
Der Umschlag ist für Geld oder einen Gutschein, 
2 Seiten sind zum normalen Beschreiben da. 
Und ein Fach lasse ich ganz leer.
 An der Stelle kleben zwei Blümchen gegen die Leere. 
Aber viele haben ja selbst noch eine Idee, was sie reintun wollen.


Und so sieht das gefüllte Taschenbuch dann von innen aus:



Ein bisschen Mama,
ein bisschen Papa
und ganz viel Wunder ...



Ein Umschlag für ...



Ich mag ja nicht so sehr die rosa-Sachen. 
Das kräftige Veilchenlila ist mir z.B. lieber. 
Aber mit den Blüten, helleren Papieren und Motiven ist es doch 
eine zarte Mädchenkarte geworden, die sicher einen Abnehmer finden wird.