Dienstag, 8. Januar 2013

Hochzeit "apfelgrüne Calla"

Ja, ich bin einfach viel zu häufig im Format, meinem Leib- und Magen-Bastelladen in Darmstadt. Für mich einfach ein Paradies. Manchmal kommt es vor, dass ich dort Leute sehe, die suchend an den Regalen entlangstreifen, Paare, die mit Papieren oder Stempeln in der Hand heftig diskutieren, … Einmal rief mich eine Mitarbeiterin zu Hause an, weil ein Kunde da stand mit einer angefangenen Karte, bei der etwas schief gegangen war (natürlich bei allen Exemplaren, nicht nur bei einem - Murphys law ...). Ich bin also hingeflitzt, habe den aufgelösten Mann eingesammelt, das Problem analysiert und dann mit ihm eine Lösung ausgekaspert. Sie hatten auf ganz glattem Papier mit Pigmentkissen gestempelt – aber nicht embossed. Und diese Farbe hält auf dem Papier einfach nicht, sie verwischt.

Ein andermal stand ein junges Pärchen einfach nur ratlos vor den Stempeln, als ich grade da war. Ich habe sie angesprochen, schnell gemerkt, dass die Einladung zwar gestern raus sollte aber noch gar keine Vorstellungen da waren – und die beiden in meinen Keller eingeladen.

Sie wollten gerne selbst basteln, hatten sowas aber noch nie gemacht. Sie wussten nur: es sollte das peppige Apfelgrün vorkommen. Und auf den Tischen beim Fest  würden Calla-Blüten liegen.
Also habe ich ein paar Fragen gestellt, den passenden Stempel gefunden, das richtige Stempelkissen da gehabt und ein paar Muster gebaut. Im Zusammenhang mit dem Trautext aus Korinther 13 „das Hohelied der Liebe“ entstand dann diese Einladung – artoz1001 quadratisch 13x13cm, mit dem Korinther-Text auf englisch (Judi Kins) und der doppelten Calla (Stempelschmiede) in einem schimmernden Grün (Brilliance Lemon):


Mein Vorschlag für die Tischkarte war ganz schlicht. Standardmaß, Calla, Name, fertig. Dazu gab es als Give away ein Organzasäckchen mit apfelgrünen, eigens aus USA bestellten „jelly beans“, daran ein Papierfähnchen mit dem apfelgrünen Schriftzug „Herzlich Willkommen“.

Im Gespräch ergab sich nebenbei, dass sich die Ratlosigkeit auch in anderen Bereichen bemerkbar machte. Also habe ich einen ganzen Haufen Tipps eingestreut. Unter anderem, weil die beiden alles Organisatorische selbst machen wollten, aber beide voll berufstätig waren: „Entscheidet selbst, wie Ihr es haben wollt. Und dann sucht Euch Leute unter den Gästen, die genau das gut können. Delegiert, was das Zeug hält, sonst kriecht Ihr hinterher auf allen Vieren zum Altar und seid zu erschöpft für Eure eigene Hochzeit.“

Als wir die fertige Einladung in den Händen hielten, überlegte er einen Moment und dann fragte er:“Sie haben gesagt, wir sollen so viel wie möglich delegieren. Was kosten das, wenn wir das hier an Sie delegieren?“ 
Ich durfte dann ran …

Für die Danksagung kamen die beiden nochmal wieder. Wir waren inzwischen per Du, und die beiden waren schon lockerer drauf. Die Ideen flogen hin und her. Schließlich entschieden sie sich für seine Idee mit der kerbe und dem grünen Kreis und für meine Idee mit der Tasche für Dankeschön-Fotos innendrin. Und natürlich tauchte auch hier wieder die Calla auf.



Solltet Ihr das hier jemals lesen: 
es hat soooo viel Spaß mit Euch gemacht!


Kommentare:

Sandy hat gesagt…

einfach köstlich zu lesen...ich kann mir das richtig vorstellen...
grins..

deine hochzeitskarten ist wirklich schön geworden...da hattest du ja reichlich zu tun...

liebe grüße
sandy

Sandy hat gesagt…

oh, fehler..... es muss natürlich heißen: deine hochzeitskarten sind wirklich schön geworden....

lg
sandy