Dienstag, 26. Februar 2013

mausige Flipkarte

Tja, wie gesagt – Nelli hat meinen Geschmack wunderbar getroffen. 
Kaum waren sie und die anderen Gäste zur Tür raus,
 habe ich mich an die nächste Flipkarte gemacht.

Flipkarte

Und als gestern eine Freundin anrief (die einfach viel zu viel arbeitet!), 
war auch die Empfängerin dafür klar. Sie meinte nämlich: 
eigentlich sollten wir uns einfach öfter mal Briefe schreiben ...


Liebe … (Karte ist noch nicht da) – lass Dich nicht unterkriegen 
sondern öfter mal die Beine der Seele baumeln!

Montag, 25. Februar 2013

SU-Abend mit Nelli - einmal im Jahr muss es sein ...

Es war mal wieder so weit. Ich bin ja nicht markentreu und mixe fröhlich, 
was die Shops und der Keller so hergeben. Aber einmal im Jahr – 
wenn SU Sale-a-Bration hat – dann lohnt sich da das Tuppersystem 
doch richtig, und dann lade ich ein und schlage zu.

Seit einiger Zeit steht mir die liebe Nelli als SU-Frontfrau dabei zur Seite, 
erfüllt mir den Wunsch nach einer neuen kniffligen Idee und nimmt dann
 dezent grinsend unsere Bestellzettel entgegen. Aber begrüßt hat sie uns 
erstmal mit dieser entzückenden Schachtel, in der sich ein Amicelli verbarg:


Wie immer waren die Elken aus Pfungstadt und dem Odenwald da, 
dazu Susanne von nebenan. Als Hofhuhn schon länger dabei, 
aber neu nach Darmstadt gezogen war das Julchen, 
eine sehr nette Neuentdeckung (!), 
und Nelli hatte noch Martina mitgebracht. 7 Weiber auf einem Haufen, 
was kann dabei schon rauskommen!
 
Dann gings los. Wir haben eine Flipkarte gebaut.


Es sieht einfach nett aus, wie sich das Motiv da so langsam 
zur Seite und schließlich umklappt.


Weil ich nicht so recht durchschaute, wie das halbe Loch in die Karte kommt, und ich zu ungeduldig war, mich an der Bigshot in die Schlange zu stellen, habe ich versucht, mit einem Handstanzer durch 2 Lagen Farbkarton zu kommen. Hätte ich lassen sollen, ist jetzt putt …
Deshalb habe ich dann doch gewartet und schließlich gelernt, wie man ein Loch nur halb stanzt. War ganz simpel: einfach die obere Stanzplatte nur über die Hälfte des Spelli legen, schon wird auch nur die Hälfte gestanzt (hätte ich selbst drauf kommen können …)


Ganz geöffnet sieht man dann die andere Seite vom Motiv und – 
genau unter der ursprünglichen Position – 
noch ein Oval mit was Neuem. 

 

Das sieht richtig nett aus, ist für eine „technische“ Karte relativ schnell gemacht – und eignet sich noch für die SI im Stempelhühnerhof von letzter Woche. Da wird die Karte dann gleich auch noch landen.

Aaaaaber - Nelli lässt sich ja nicht lumpen. Wir haben dann - mit den Sale-a-Bration-Produkten - noch eine Karte gewerkelt, diesmal eine "ganz normale" quergeklappte Karte, aber mit einer pfiffigen "Wäsche"leine dran.


An Nellis Karte hingen da auch noch Stempel aus dem selben Set wie das "Pack aus!", aber ich hatte keine Lust auf Herzchen, ich wollte dieses "Pack aus!" nutzen und habe darum nur den Rahmenstempel aus dem Set genommen und dann lauter kleine Mini-Päckchen reingestempelt. Das ist ein A-Stempel der Stempelschmiede. Außerdem hatte Nelli munter und wild (ist halt grad so in ...) die kleinen Anhängsel farblich gemischt. Ich habe dann meine Restemappe geschnappt und mir Schnipsel in etwas "sanfter" zueinander passenden Farben ausgewählt.


Samstag, 16. Februar 2013

Anleitung für eine "mausige" Swing-Karte

Los gehts mal wieder. Ich habe schon vor einer Weile eine wunderschöne Kartenform entdeckt. Jedenfalls eignet sich diese Karte wunderbar zum Verschicken einerseits, steht aber auch ganz toll und sehr repräsentativ 
auf dem Kaminsims/Nachttisch/... andererseits. Diesen Workshop 
habe ich schon im Stempelhühnerhof gezeigt. Aber hier wird er doch 
noch einem breiteren Publikum zugängig. Es handelt sich 
um die Swing-Karte (manchmal auch Flip-Card):

Swing-Karte


Material und Werkzeug:
- Grundkarton, Papier für Motiv, Seitenteile und leere Rückseite zum Bestempeln, nach Bedarf Papier zum Matten
- Stempel, sowohl zur Hintergrundgestaltung auf den Seitenteilen als auch das Hauptmotiv, nach dem sich die Größe des Swing-Ausschnittes richten wird
- Cutter, Lineal, wenn vorhanden Falz-Board, Bleistift, Ratzefummel
- Stempelkissen, evtl. Wischwerkzeug, Material zur Koloration


Teil 1 - das Bauen der Grundkarte:
Die Grundkarte ist am Ende 12x16,5cm groß, also Format B6. (Für A6 setze ich die Maße in Klammern.) Mein Grundkarton ist 12x27,5cm (10x15cm) groß. 



Den teile ich gedanklich oder in echt in 5 gleiche Abschnitte á 5,5cm (5cm) 

und falze rechts und links vom mittleren Element 2 Linien. 


Achtung: später wirst Du sehen, dass diese Falze gar nicht durchgehend gebraucht werden. Du kannst natürlich nur oben und unten falzen (erklärt sich später), ich habe aber beschlossen: da ich sowieso was drüber klebe, ziehe ich faul die Falze einfach durch.

Jetzt muss ich schneiden: Dazu markiere ich mir mit dem Bleistift die beiden senkrechten Hilfslinien jeweils 5,5cm (5cm) von den Seitenrändern entfernt. 



Dann entscheide ich, wieviel Platz mein Motiv in der Mitte braucht, 
und zeichne mir Hilfslinien quer (da, wo der Bleistift liegt) 
zwischen den beiden senkrechten Linien. 


Auf dem nächsten Bild sieht man nun gut, dass die Karte in 5 gleiche Elemente eingeteilt ist. Wenn ich nun meine Hilfslinien senkrecht und quer gezeichnet habe, kann ich den schwingenden Mittelteil mit dem Cutter schneiden. Dabei ist gaaaaaaaaaaanz wichtig, dass ich nicht quer ganz durch die Mitte schneide. Ich schneide quer von Linie zu Linie, lasse dabei aber das mittlere Kartenelement aus!!!!! Dann schneide ich die senkrechten Linien. Auf dem Bild sieht man sehr schön, dass dabei praktisch "Fensterläden" entstehen: 



Nun kann ich die Seitenteile klappen, das Rechte nach vorne links, das Linke nach hinten rechts. Wichtig ist dabei, dass ich die Mitte nicht mit knicke, auch wenn ich die Falze durchgezogen habe! Hier sieht man jetzt auch, wo ich die Falze hätte unterbrechen können, nämlich auf der Höhe der Schnitte. Der geschlossene Rohling sieht dann so aus: 



Und von oben im halboffenen Zustand sieht der Rohling so aus:
 

Und das ist schon meine fertige Grundkarte.


Teil 2 - Gestaltung der Flächen:

Zur Gestaltung habe ich nun folgende Flächen: die vordere Mitte für ein Motiv, die hintere Mitte zum Schreiben an meinen Adressaten, die 4 Seitenteile (vorne und hinten zusammen) auf den Klappen.
Ich fange mit den Seitenteilen an und probiere nun endlich mal Cado´s mehrfarbig karierten Hintergrund aus. Das Zuschneiden der Seitenteile fand ich knifflig, weil ich ja ein bisschen schmaler schneiden musste, damit ich noch Spielraum für eine Minimatte hatte. Motto: erst denken, dann schneiden ... 



Natürlich kann ich die schmalen Streifen auch einzeln arbeiten oder ganz weglassen. Ich habe mich für die Friemelarbeit entschieden, weil ich wollte, dass mein Motiv schön eingerahmt wird.
Zur Gestaltung habe ich mir eine Folie von dem Karohintergrund gemacht, damit ich dann mit meinem Lego-Stempelsetzer das Muster einmal in Himbeere und exakt versetzt einmal in Hellblau stempeln konnte. Die Ränder sind hellblau gewischt.

 

Für die Mitte schneide ich zwei gleich große Stücke, die wiederum Spielraum für die Matte lassen. Das hintere Teil ist schnell gemacht, ich wische einfach die Ränder hellblau und matte es mit ganz dunklem Blau.
Auf die Vorderseite kommen meine Mäuse, die auch einen hellblau gewischten Rand, eine Koloration und eine dunkelblaue Matte bekommen.
Meine 6 Teile sehen dann (hier noch ohne Matte) so aus:

 

Das kolorierte Motiv mit Matte:
 
 
Und nun kann ich schon an die Endmontage gehen.


Teil 3 - Endmontage:

Hier sehe ich jetzt, warum es egal war, dass ich am Anfang die Falze durchgezogen habe. Das Motiv in doppelter Papierlage ist so stabil, dass es die Falze genug stärkt, und so knapp gearbeitet, dass man von den durchgezogenen Falzen nichts mehr sieht.
Hinten sieht die Karte also so aus: 



Vorne so: 



Zum Verschicken oder Überreichen schließe ich zunächst die Klappen so, 
dass ich Teile vom Motiv vorne sehe. 


Nun kann ich die fertige Karte zum ersten Mal aufklappen. Dazu fasse ich sie an den Seitenteilen an und ziehe diese auseinander. Dabei schwingt der Mittelteil um 180° rum. Habe ich vorher das Motiv gesehen, erscheint nun die (beschriebene) Rückseite. 



Schiebe ich wieder an den Seiten, erscheint mein Motiv.
Und wenn ich die halbgeklappte Karte aufstelle, sieht sie von hinten so: 



und von vorne so aus: 



Und so kann ich sie mir sehr schön als Hinkucker aufstellen 
und mich noch lange daran freuen.

Letzteres ist bei dieser Karte allerdings sehr gründlich schief gegangen. Denn diese Karte hatte ich für ein Ketting gemacht. Jawohl, ich habe mich von einem Prototypen getrennt, was seeeeehr ungewöhnlich für mich ist!!!!! Und dann habe ich die falsche Adresse und keinen Absender draufgeschrieben, so dass diese Karte nie angekommen ist!!!

Aber an den Bildern könnt Ihr Euch wenigstens freuen. Ich hoffe, Ihr könnt alles erkennen und verstehen und habt bald viel Spaß beim Nachbauen. Sind Fragen offen, bitte melde Dich, ich korrigiere dann.

Und für Fortgeschrittene gilt: irgendwann wirst Du Dich von den Maßen lösen und Dich nur noch an Deinem Motiv orientieren. Dazu misst Du die gewünschte Breite des Motivpapieres, rechnest :3 = Breite eines Elementes. Und dann x5 = Breite der gesamten Karte. In der Höhe rechnest Du einfach soviel mehr als das Motiv, wie Du schön findest. Meistens einfach auch eine Element-Breite, dann wird der "Rahmen" für das Motiv gleichmäßig.

Viel Spaß beim Bauen und Danke fürs Schauen!!!
Wie immer gilt: Nachbau ist erlaubt und erwünscht,
bitte nur dazu meinen Namen und Blog nennen.

Dienstag, 12. Februar 2013

Kultur-Gutschein

Mal wieder ein großes „Klorrollen“-Buch, 
diesmal von der Gestaltung her eher Musik-lastig.

Rollenbuch als Kulturgutschein

Und noch für keinen bestimmten Zweck. Mal sehen, ob das jemand kauft, 
oder ob ich mal wieder selbst Kultur verschenke. Im Frühjahr kommen ja 
auch ein paar Märkte, für die ich Ware brauche.


Das rosane Papier ist jedenfalls diesmal ein selbst Geschöpftes. 
Darum ist es relativ schlicht eingearbeitet. Ich finde den natürlichen 
Rand so schön, den wollte ich nicht stanzen. Und zu dem groben 
Papierrand schien mir dann der grobe Rupfen irgendwie passend.


Bei Bedarf gibts dann noch einen schönen Spruch 
auf einen der Einschübe.


Montag, 11. Februar 2013

Napkin-Fold für Vroni


Vroni ist an allem Schuld. Jawoll! Eigentlich wollte ich damals vor 5 Jahren 
einfach nur ihr ein gemeinsam besuchtes Kreativseminar 
zum Geburtstag schenken. Sie suchte sich das Stempeln aus. 
Und wir hatten nicht nur 2 wunderbar inspirierende Abende - 
nein, es hatte mich voll erwischt! Seitdem stempele ich.


Und weil besondere Menschen auch besondere Aufmerksamkeiten verdienen, 
habe ich ihr dieses Jahr zum Geburtstag eine Napkin-Fold-karte geschenkt.

Napkin-Fold-Karte
  

Ich habe mich diesmal dafür entschieden, das Label außen und die Mitte innen diagonal aufzusetzen, weil ich innen drin das Blümchenpapier verwendet habe und die Blümchen durch den Kreuzschnitt so schräg sitzen.

Mir war - vor lauter Winter da draußen, der einfach nciht aufhören will - nach kräftig-fröhlichen Frühlingsfarben. Vronis Reaktion habe ich noch nicht, 
aber die wird sicher nicht lange auf sich warten lassen.

Maskenparade


Als unsere Tochter Hannah im Januar Geburtstag hatte, wachte sie auf und sagte als erstes: „jetzt bin ich schon 12!!!!!“ Und mir ging es ähnlich. Kurz danach haben wir groß gefeiert. Sie hatte Freundinnen eingeladen und sich wieder eine kreative Aktion gewünscht.

Kindergeburtstag "Maskengestaltung"

Die Mädchen und unser Tobias mittendrin haben wunderschöne Masken gestaltet. Ich hatte 2 Formen zum Aussuchen besorgt. Die grauen Kunststoffmasken sind ganz einfach zu bemalen und zu bekleben.
Ich habe den Kindern Acrylfarben gegeben und ihnen eine fertige Maske gezeigt, damit sie einen Eindruck bekommen, was alles möglich ist.

 

Dann ging es los. 


Es dauert immer eine Weile, bis man sich in die Form eingefühlt hat 
und sich für Farben entscheiden kann. Ein Blick auf das Material 
zum Verzieren hat dann oft den Stil und die Grundfarbe von 
vorneherein beeinflusst.




In der Pause, als die Masken trockneten, gab es Obst-Fondue mit einem Schokoladenbrunnen. Das war natürlich der Hit. Aber dann gings gleich munter weiter. Blätter, Blüten, Federn, Perlen, Bänder, Stoffe, Schmucksteine – 
alles Mögliche landete auf den Masken.
Am großen Spiegel im Flur wurde kontrolliert, ob alles sitzt oder ob noch was fehlt. Und schließlich standen lauter zauberhafte Wesen vor mir.
Die Blütenfee:


1000 und eine Nacht:


Die Geheimnisvolle: 


Perlenfeuer: 


Herbstwald:


Grauer Krieger:


Und zwischendrin hatte ich dann doch auch noch Luft, mir selbst eine Maske zu gestalten. Ich habe mit reinem Schwarz unten angefangen, nach und nach Grau eingemischt und oben schließlich noch Perlmutt zugesetzt. Dadurch hat die Maske oben diesen Schimmer. Besonders hat uns alle die Farbe mit dem profanen Namen „Aluminium“ fasziniert, weil diese Farbe wirklich richtig metallisch wirkt. Ich habe damit einige Reliefs der Grundmaske nachgespurt. Unter den Augen sind die Schnörkel nur mit dunklem Grau gestreift, damit sie sich ein ganz klein bisschen vom Schwarz abheben. Zu guter Letzt sind dann noch kleine, selbstklebende Halbperlen in reinem Weiß auf die Schnörkel der rechten Seite der Maske gewandert. Um die kante drumrum habe ich als Abschluss silberne Zackenlitze geklebt.


Für die Fotos habe ich die Maske auf eine silberne Rettungsdecke gelegt und nicht geblitzt. Sieht richtig schick aus. Jetzt fehlt nur noch die Gelegenheit, dieses Schmuckstück mal zu tragen.


Es macht immer wieder Spaß mitzuerleben, 
wenn Kinder – o, Pardon! - Jugendliche sich kreativ austoben.


wohl geschmückt

Schon im letzten Sommer gab es einen Kindergeburtstag bei einem Mädchen zu Hause. Auf mich warteten 11 giggelnde Teenies und eine aufgeregte Mutter. Aber das legte sich alles schnell.

Während die Kinder sich an leckeren Kuchen stärkten, habe ich mich eingerichtet und das Material aufgebaut. Dann bekam jedes Mädchen einen Filz als Unterlage, damit die Perlen nicht ganz so schnell „reißaus nehmen“. 


Und jetzt folgte die Qual der Wahl: ich hatte für einige Schmucksstücke die Verschlüsse bereits vorbereitet, damit alle gleich anfangen konnten.


Sehr beliebt waren die Spiralarmbänder, bestehend aus einem Draht, der immer wieder seine Form findet – leicht zu befädeln, knifflig beim Endeumbiegen und wunderbar vielseitig zu tragen.


Manche machten sich sogar die Mühe, 
zwischen den Perlen noch einzelne Pailetten aufzufädeln.

Kindergeburtstag "Schmuck gestalten"

Weit über die verabredete Zeit hinaus durfte ich zu Farben beraten, 
Techniken erklären und schließlich die Abschlüsse machen. 
Die Mädels konnten gar nicht mehr aufhören.


Manches schöne Ensemble ist dabei entstanden, nebenbei ein paar Ohrstecker, Freundschaftsarmbänder im Partnerlook, Geschenke für Freundinnen, Tanten, …


Und ich habe einfach die Kreativität 
und Begeisterung der Mädels genossen.


Das Geburtstagskind hat sich übrigens inzwischen selbst mit Material 
und Werkzeug eingedeckt und war schon 2x bei mir, um noch mehr zu lernen. 
Und für dieses Jahr bin ich auch schon wieder gebucht ...

Ich freu mich auf Dich, Ella!