Donnerstag, 28. März 2013

Anleitung für die Drehkulissen-Karte

 So nach und nach will ich alle Workshops, die irgendwo mal eingestellt habe,
 auch hier auf meinem Blog haben. Da ich grade eine Drehkulisse gezeigt habe,
 schiebe ich doch den Workshop gleich hinterher.
 Ich habe die Karte so genannt, weil sie im aufgeklappten Zustand dreidimensional ist 
Drehkulissenkarte geschlossen
Drehkulissenkarte geöffnet
wie eine Drehbühne im Theater. Und ich sag gleich dazu: es sieht wilder aus, als es ist.

Geschlossen sieht sie so aus:

 

Offen so:





TEIL1

Für die Grundkarte braucht man 4 gleiche Segmente,
 also zunächst 4 gleich große Quadrate. Ich habe hier 20cm Kantenlänge,
 so dass die Karte am Schluss geschlossen 10x10cm groß ist. 
Ich habe komplett mit Mi Teintes-Papier gearbeitet, 
weil es die richtige Stärke und so schön zarte Farben hat.

Und los gehts. Das Quadrat fürs erste Segment falten wir wie folgt:
2 Talfalten teilen das Papier in 4 Teile: 


 
2 Bergfalten teilen die unteren Teile diagonal.  

 
 
Als nächstes muss ich ein Dreieck rausschneiden,
am besten bei allen Segmenten das gleiche:

 


Und wenn ich jetzt die unteren Teile über einander schiebe, 
entsteht dieser halbe Würfel:

 


Das ist bereits ein fertiges Segment von 4en für unsere Karte.
Wenn ich jetzt von unten an den Boden drücke und die beiden "Wände" 
zusammenschiebe, klappt dieses Segment zusammen:


 
 und sieht dann geschlossen so aus:

 


Davon baue ich 4 Stück in der gewünschten Farbe. 
Ich klebe die Böden noch nicht zusammen und auch die Segmente 
noch nicht aneinander, weil sich das flache Papier einfach besser verzieren lässt.



TEIL2

Zum Verzieren eines Segmentes brauche ich einen Boden und 2 Seitenwände, für die ganze Karte also 4 Böden und 8 Seitenwände, dazu 2 Deckel für Vorder- und Rückseite der geschlossenen Karte. Ich habe alle Flächen einen halben Cm kleiner als die Karte geschnitten, also bei 10cm Kantenlänge = 9,5 cm für die Quadrate. So entsteht gleich eine kleine Matte durch die Grundkarte. Nur die Deckseite habe ich dann noch ganz mini gemattet. Alle Seitenkanten sind mit mit "bamboo leaves" bzw. "sky blue" Memento-Kissen gewischt. Mit den beiden Farben habe ich auch gestempelt, nur die Vögel mit "paris dusk", auch Memento.

Der Boden wird gestaltet und dann exakt diagonal geschnitten, damit er über dem Bodenknick nicht spannt:



Exakt geklebt, ist der Schnitt flach kaum zu sehen:



gibt aber nach, wenn die Karte gefaltet wird:

 


Meine Seiten bestehen aus oben zartblau und unten grün, 
das grüne Papier ist gerissen, die Seiten werden gestaltet 
und dann an die Wände meines Segments geklebt.
Für meine Blumenwiese habe ich die Blüten alle zusammen 
auf ein ganz zart rosanes Stück Papier gestempelt, 
dann aus der Knopfkiste die ganzen Knöpfe rausgesucht 
und schließlich die Blüten noch mit Tombows zart koloriert. 


 
Die Bänder hängen da schon, weil dies mein erstes Segment ist 
und ich auch den Deckel schon gearbeitet und angeklebt habe, 
bevor ich den Boden fertig gestellt habe. 
Bänder klebe ich seit dem Tipp eines Hofhuhns 
 immer unter dem entsprechenden Papier fett mit Tesafilm an, 
weil grade z.B. Chiffon sonst ganz schnell wieder rausrutscht. 
Das Papier klebe ich dann wie gewohnt oben drauf. So hälts.
Dann den Boden zu - das erste Teil ist fertig:

 


Die anderen 3 Segmente werden entsprechend gearbeitet. 
Beim vierten darf man nicht vergessen, den Rückendeckel 
und das andere Band zu arbeiten und erst anzukleben.



TEIL3

Sind die 4 Segmente fertig, gehts an die Endmontage. 
Nacheinander klebe ich die Segmente im zugeklappten (!) Zustand 
exakt aneinander. So sehe ich besser, ob sie gut aufeinander liegen.
(Die 3 Bilder habe ich ungeklebt mit der unverzierten Grundkarte gemacht,
 nicht irritieren lassen von den ungeklebten Böden.)
Wenn alle aneinander sind, sieht die zugeklappte Karte so aus: 

 
Beim Öffnen so:

 


Geöffnet von oben so. Und da sind wir bei unserer Drehbühne:

 



Und fertig ist das Schmuckstück: 

 

 


Da der Kartenrücken ja sehr eng geklebt ist, ist es nicht sinnvoll, die Karte innen mit zu viel dickem Zeug zu füllen, "Ball" flach halten, sonst wird die Karte etwas unförmig. Trotz der Neugierde sollte man die Karte auch nicht stramm zubinden, bevor nicht der Klebstoff richtig gut trocken ist. Sonst reißen die Segmente am Rücken sofort wieder auf. Ich bin ja nicht markentreu, aber inzwischen nehme ich - nur für den Rücken - ein breites tackitape, weil das wirklich klebt wie die Pest und darum dem starken Zug gewachsen ist.

Ich hoffe, alles ist gut zu verstehen. Mit den entsprechenden Stempeln kann man so sicher eine ganze Geschichte erzählen oder eine Landschaft bauen. 
Wie immer: Nachbau erlaubt und erwünscht, 
bei der Nutzung des Workshops bitte meinen Namen 
und mein Blog angeben.

Viel Spaß beim Basteln!!!

Kommentare:

Karin Osterland hat gesagt…

Hallo Bettina,
das ist ja ´ne mega tolle Anleitung, danke dafür.
Schöne Ostern und liebe Grüße
KarinNettchen

AnnasArt hat gesagt…

Hihi, wie lustig, die Karte habe ich letzte Woche auch grad gewerkelt. Darf aber noch nicht gezeigt werden.

Nun noch meine Ostergrüße:
Alles Gute, nur das Beste,
gerade jetzt zum Osterfeste!
Möge es vor allen Dingen:
Freude und Entspannung bringen!

Lieben Gruß von Ingrid

theras kartenblog hat gesagt…

Oh, hier habe ich ja einen neuen Blog gefunden....
Herzlichen Dank für diese tolle Anleitung - die Karte sieht sehr interessant aus und ich werde sie gerne nachbasteln.
LG Ilse (thera)