Mittwoch, 22. Mai 2013

3 Freundebücher

Schon vor ein paar Jahren habe ich meiner Tochter ein 
Freundebuch selbst gebaut, weil mir alle, die man so zu 
kaufen kriegt, nicht gefielen. Hässlich, quietschig und in der 
Regel mit bescheuerten Fragen. Also durfte sich Hannah 
selbst überlegen, was sie ihre Freunde fragen will.

Freundebuch für meineTochter

Ich habe dann ein stabiles Spiralbuch in A5 gekauft 
und mit Buchbinderleinen und Pappe eine Hülle dazu 
gebaut, in die der Block einfach eingeschoben wird. 


Man sieht es dem kolorierten Abdruck an, dass er schon seit 
ein paar Jahren durch diverse Hände wandert und dabei 
auch mal viel Sonne abgekriegt hat. Aber: es ist geliebt!



Innen hängt mit einer Schnur von der Spirale ein Lesezeichen,
 auf dem Hannahs Fragen stehen. Jeder schnappt sich dann 
eine freie Doppelseite und teilt sich den Platz fröhlich selbst ein.


Vor ein paar Monaten wollte nun auch mein 8-jähriger Sohn 
ein Freundebuch haben. Er hat sich ein Piratenbuch gewünscht.
 Sein Wunsch war mir Befehl, und so entstand diese 
Buchhülle mit Schatzkiste und einem "echten" Rubin.

Freundebuch "Pirat"


Ich hab ein paar wirklich schöne Scrappapiere zum Thema 
entdeckt und die Motive wild auf den Seiten verteilt. 
Außerdem hat artemio ganz tolle Piraten-Brads, 
die auch immermal auftauchen.
Hier sieht man das Lesezeichen mit Tobias Fragen:



Meine kleine Patentochter Ruth hat ja die meiste Zeit 
ihres Lebens in Tansania verbracht. Nun ist sie seit 
einem knappen Jahr "wieder" in Deutschland, fasst aber
im Gegensatz zu ihren Geschwistern noch nicht so 
recht Fuß. Und: die beiden anderen haben bereits ein 
Freundebuch. Als ich die Mutter fragte, ob das ein 
geeignetes Geschenk zum Segnungstag für sie wäre, 
rannte ich damit offene Türen ein. Und so hat sich heute 
dieses Buch zusammen mit einer biblischen Geschichte
über eine besondere Freundschaft auf den Postweg gemacht.

Freundebuch "Afrika"

Hier sind es natürlich afrikanische Motive, die ich auf 
schönen Papieren fand. Der Streifen am unteren Rand 
besteht ja aus ganz vielen schmalen Mustern. 
 Die hab ich alle so schmal geschnitten und rechts 
auf die Ränder der Seiten geklebt.


Hier ist Ruths Lesezeichen mit den Fragen,
die ihre Mutter aus ihr rausgekitzelt hat:





Die Rückseite ziert dann noch so ein fröhlicher Elefant. 
Als wir die Familie in Tansania besuchten, haben wir 
gemeinsam eine große Elefantenherde ziemlich nah 
gesehen. Jedes Bild eines Elefanten erinnert mich 
seitdem an dieses besondere Erlebnis.


ein fröhlicher Wasserfall

Im Mai kann ich gar nicht anders als produktiv sein – 
da haben sooo viele Leute Geburtstag. 
Hier z.Bsp. Ein fröhlich bunter Wasserfall 
für eine liebe Freundin in Lübeck:

Wasserfallkarte zum Geburtstag

Ich habe mal wieder die niedlichen Geburtstags-Assecoires 
aus einem Set von SU genommen und dann durch eine 
Girlande und eine fröhliche Menschenkette ergänzt, 
um auf 4 Bilder zu kommen.

 

 

Der Spruch innendrin ist ja nicht auf den ersten Blick 
für einen Geburtstag, aber mein Geschenk ist dieses Jahr, 
dass wir im Sommer, wenn die Familie uns besucht, 
all unsere Kinder unseren Männern aufs Auge drücken 
und ganz viel entspannte und kreative Weiberzeit 
miteinander haben werden. 
Das Jetzt genießen – dazu passt der Spruch perfekt.


Wir freuen uns sooo auf Euch!


Donnerstag, 16. Mai 2013

Kulturgutschein für ein Goldhochzeits-Paar

Jetzt hab ich doch tatsächlich mal einen Auftrag von meinen Eltern gehabt. Sie sind am Wochenende zur goldenen Hochzeit bei dem ältesten Freund meines Vaters eingeladen und möchten einen Kulturgutschein verschenken.

Die Koordination war ein bisschen mühsam, denn ich sitze in Darmstadt, die Eltern in Essen, die zu Beschenkenden bei Bonn. Also hab ich mal gegoogelt und verschiedene Kulturstätten dort rausgefunden – natürlich Oper und Theater. Dann das Beethoven-Festival. Ich wollte aber auch Alternativ- und Kleinkunst-Szene und bin deshalb beim „Theater an der Springmaus“ und beim Theater in Siegburg gelandet. Was man bei so einer Recherche alles an sinnigen und unsinnigen Homepages findet …

Egal. Ich hab einiges an Spielplänen bekommen bzw. mir ausgedruckt und in einem sehr großen „Klorollen“buch versteckt. Das hat 5 Schübe – im ersten eine große Karte, auf der meine Eltern was schreiben können (und eine ganz kleine Karte, auf die ich selbst einen Glückwunsch geschrieben habe). Dieses entzückende alte Pärchen ist einfach wie gemacht für diesen Anlass.

Kulturgutschein im Rollenbuch

Und dann folgen die anderen Schübe für Oper, Theater, Konzert und Kleinkunst – jeweils mit entsprechenden Motiven versehen.


Ich liebe es, Papier zu reißen. Es hat einen eigenen Willen, einen eigenen Ausdruck. Bei den Farben habe ich wieder Erdtöne mit Bordeaux kombiniert, einfach edel zu jedem Anlass. Der helle Streifen an der Seite ist ein Karton, der mit Efeuranken geprägt ist.


Gestempelt habe ich mit SU Savanne und Schoko und StazOn Timber Brown. Und manchmal ist Versamark für den Hintergrund dabei. Koloriert ist das Pärchen auch mit den SU-Kissen, direkt mit dem Pinsel vom Kissen genommen. Bei den Masken hier sieht man leider kaum die feinen Lienien der Schrift drumrum.


Die Schübe sind jeweils am Ende mit einem schnörkeligen Eckenstanzer gelocht. Da habe ich dann das Bändchen durchgezogen, damit die Züge gut aus den Hüllen rutschen. Am Schluss ist es immer witzig, mit dem Papierdraht und verschiedenen Bandstückchen einen netten Verschluss zu zaubern.


Nun habe ich das Werk zu meinen Eltern geschickt (für ein Heidengeld) und hoffe, dass es wirklich morgen da ist. Mal sehen, was meine Eltern dazu sagen. Und das Goldpaar natürlich … Mein Mann war ungewöhnlich deutlich: „Das ist aber besonders schön geworden!“ Ich hab mich nicht gewehrt ...



Samstag, 11. Mai 2013

ATC-Tausch "Kirchenjahr" im April

Tätätätäääää! Ein Tusch – dies ist mein 100ster Blogeintrag. 
Ich bin selbst ganz erstaunt, wie schnell das in den 
letzten paar Wochen ging.

Auch im April haben wir im Stempelhühnerhof zum Kirchenjahr ATC´s
 getauscht – diesmal natürlich mit dem Thema „Ostern“. 
Getreu meiner persönlichen Vorgabe habe ich mich wieder 
am theologischen Thema orientiert – und weil ich Karfreitag 
und Ostern irgendwie nicht trennen kann, ist hier trotz 
der fröhlichen Farben, der Strahlkraft doch wieder 
das Kreuz reingerutscht.


Und wie immer genieße ich genauso die völllig anderen ATC´s 
meiner Bastelkolleginnen, die lauter niedliche Hasen 
und Küken meisterhaft auf die kleinen Kärtchen gezaubert haben.


Danke, Ihr Lieben, fürs Mitwerkeln!
Es macht jedesmal wieder Spaß, erst zu raten, von 
welcher welches kommt, bevor ich hinten nachschaue.


Taufkarte "ich bin das Licht"

Die kleine Tochter von unseren Nachbarn hatte grade Taufe. 
Der Spruch war das bekannte:

Jesus spricht: ich bin das Licht der Welt. 
Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis 
sondern wird das Licht des Lebens haben.“

 Ich hab ja einige, aber den Bibelvers habe ich nicht als Stempel. 
Also habe ich mal gekramt. Eine Freundin hat mal für den 
Kinderbibeltag in ihrer Gemeinde einige Bibelverse und auch 
Sinnsprüche als Stempel machen lassen, und die liegen als 
Dauerleihgabe bei mir. In der Kiste wurde ich dann fündig. 
 
Karte zur Taufe

Diese Worte passen ganz wunderbar zum Taufspruch 
und genau in den Himmel meiner Karte.

Ich glaube, ich muss mal ein paar Textstempel
irgendewo produzieren lassen ...

Blumenwiese in "Din lang schmal"

Nachdem ich viele, viele Blumen für 2 Drehkulissen gestempelt,
 geschnitten und viele auch mit Knöpfen bepappt hatte, lagen da – 
wie sollte es bei mir anders sein – noch ganz viele Blumen rum. 
Und weil heute der Nachbar seinen Geburtstag gefeiert hat, 
wanderten sie kurzerhand auch auf eine Wiese:

Karte mit Blumenwiese

Diesmal ohne Knöpfe. Aber auch so sehen die Blumen 
einfach fröhlich und frisch aus. Dafür hat sich noch ein 
Schmetterling dazu gemogelt.

besonders reizvoll finde ich immer wieder dieses Format: 
es heißt "Din lang schmal", kostet ein unverschämtes Porto, 
weil es nicht zur Sortiermaschinennorm passt, 
und sieht einfach toll aus.

Und von wegen „Männerkarten müssen männlich sein“ 
(was auch immer das ist) war seine spontane 
Reaktion: „ah, wieder eine von deinen schönen Karten!“

Drehkulisse "Blumenwiese"

Am 9. Juni habe ich mal wieder einen Markt, 
einen, wo ich tatsächlich mit dem Papier stehe.
Und dafür muss ich ein bisschen Ware produzieren. 
Es fällt mir total schwer, aber ich zwinge mich grade, 
viele angefangene und liegen gebliebene Projekte fertig 
zu machen bzw. neue Ideen bis zu Ende durchzuziehen. 

Das ist harte Arbeit für mich. Aber zum einen muss ich ja 
aus dem ganzen Kram was machen, statt immer neues
 zu kaufen. Und zum anderen mülle ich mir sonst den Keller 
immer noch mehr zu.

Heute kommt also wieder eine Drehkulisse. Ich hatte vor Jahren 
mit anderen Blüten schonmal eine gemacht. Aber diese ist 
wieder ganz anders geworden.

Drehkulissenkarte mit Blumenwiese

Für die Blüten z.Bsp. habe ich ganz andere Stempel genommen. 
Damals waren es Blüten, die aussahen wie gemalt. 
Diese sehen nun sehr grafisch aus. Das erste Segment – 
die gelb-orangene Ecke vom „Beet“:


Im zweiten Segment wachsen blaue und Lilane Blumen.


Im dritten Segment finden sich die grünen und gelben Blüten.


Und das letzte Segment zeigt die rosa-rote Ecke vom Garten.


Geschlossen wird die Karte wie gewohnt mit einem Band. 
Und weil die Knöpfe so dick sind und der Rücken davon so sehr 
aufgedrückt wird, habe ich das Band so lang gemacht, 
dass es vorne über Kreuz gelegt und dann hinten geschlossen 
werden kann. So wird der Rücken mit gehalten.


Die Böden sind noch ganz kahl. Das liegt daran, 
dass ich da nach Kundenwunsch Sprüche reinstempeln will. 
Drum lass ich das jetzt frei.


Sonntag, 5. Mai 2013

Box-Karte für eine Musikerin

Heute hat eine Person gleich zwei Karten von mir überreicht 
bekommen. Und weil ich die hintereinander weg gemacht habe, 
haben sie auch etwas Ähnlichkeit miteinander, was aber 
zu beiden Anlässen gut passt. 

Zum einen habe ich heute morgen mal wieder mit dem 
Bach-Kantaten-Ensemble Darmstadt und unserer 
Meike Metzger eine Kantate aufgeführt, eine wunderschöne 
BWV 87. Dafür waren wir zu Gast in Zotzenbach im Odenwald 
in einer schönen Kirche mit toller Akkustik. Zu den Blumen 
vom Chor gab es folgende Dankeskarte für Meike:


Ich habe wieder eine Boxkarte gewerkelt und die Motive 
natürlich musikalisch gehalten. Als einzige Farbe neben dem
Braun hüpfte das altrosane Band aufs Papier.

Boxkarte für Musikerin

Auf der Rückseite stehen auf den beiden Flügeln die beiden 
wichtigsten Verse aus der heutigen Lesung, die der Kantate 
zu Grunde liegt: Johannes 16, 24-33. Und in der Mitte 
sind unsere Unterschriften.

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Aber Meike hat heute nicht nur wieder in gewohnter Weise 
wundervoll dirigiert. Sie hat das auch noch an ihrem Geburtstag 
getan. Deshalb gab es von ein paar Leuten aus dem Chor, 
die Meike schon länger kennen, auch noch ein Geburtstags-
geschenk: selbstgemachte Schokokrossies und Bärlauchbutter 
und ein Krimi über Bach.


Diese Karte in Akkordeonfaltung begleitete die Leckerlitüte. 
Wenn die Karte geöffnet wird, erscheinen drinnen der Glückwunsch 
und das Segenswort „Glück und Freude mögen Dich begleiten Dein
 Leben lang.“ Hinten drauf haben wir 4 dann unterschrieben.

 

Nachdem ich den Notenschlüssel vorne gestempelt und das Band 
durchgetüdelt hatte, war mir die Vorderseite noch zu nackig. 
Und diesmal wollte ich auch etwas mehr Farbe. Da fanden 
sich diese 5 ganz kleinen Papierrosen. 

 

Ich habe ihnen also aus ganz hellem Grün 5x Kelchblätter 
gestanzt, die gelocht und die Blüten durchgezogen. 

 

Dann habe ich das große Blatt gestanzt, unregelmäßig verteilt 
5 kleine Löcher gemacht und da die Rosen durchgesteckt. 
Dieses kleine Blumenbuquet ist dann noch unter das Band auf
 der Karte gewandert. Und schon wars nicht mehr kahl …


Meike, mit Dir zu musizieren, ist eine solche Lebensbereicherung. 
Danke dafür! Und auch Dank, dass Du dafür sogar 
Deinen Geburtstag „geopfert“ hast. Hab heute noch einen 
wunderbaren Tag!

Donnerstag, 2. Mai 2013

Mein kreativer Monat April 2013


Hach, es ist einfach klasse, sich selbst so über die Schulter zu schauen. Seit ich beim „kreativen Monat“ von AnnasArt mitmache, schreibe ich immer mehr und regelmäßiger auf dem Blog, verlinke viel mehr und she selbst viel besser, was ich eigentlich hier in meinem Keller so treibe.

Nun also der Monat April. Ein sehr produktiver Monat. Neben noch ein paar Napkin-Fold´s und einer „normalen“ Karte für ein Blumensamen-Wichteln im Stempelhühnerhof habe ich die Kartenform „Box-Card“ neu gelernt und gleich zweimal verschenkt. Ich habe ein paar Schoki-Spender gebaut. Ich habe in unendlich vielen Stunden alle Einzelteile an die Altardecke unseres Krabbel-Gottesdienstes dran genäht. Und ich hatte – allen Frühlingswünschen zum trotz – endlich mal wieder eine Eingebung zu einer Drehkulissen-Karte: der Spaziergang über den Weihnachtsmarkt. Die Stempelburg hat gut dran verdient, denn da mussten natürlich noch ein paar ganz bestimmte Motive her …

Hier also mein wirklich kreativer April:


Dass ich auch noch ATC für den Monatstausch im Hühnerhof, einige Blumenschildchen für eine Freundin und zwei Freundebücher für meinen Sohn und meine Patentochter gebaut habe, fällt mir erst jetzt ein, wo die Collage fertig ist …

Aber dann wärs eh zu voll geworden. Jetzt bedanke ich mich erstmal wieder artig bei Ingrid von AnnasArt und wünsche allen Interessierten viel Spaß beim Blog-Hopping zu ganz vielen anderen tollen Blogs, Collagen und Ideen.

Blumenschildchen für Selbstgesähtes

So, meine letzte Apriltat, bevor ich meine April-Collage 
für AnnasArt zusammenstelle …
Manchmal fällt einem was in die Hände, und dann 
machts zong! Diesmal war es beim Stöbern im Format 
ein harmloser Bogen Designkarton: voll mit lauter kleinen 
Quadraten zum Thema „Gärtnern“. Nun bin ich zwar 
Freund von Blumen, aber definitiv nicht von der dazu 
gehörenden Arbeit. Aber eine Freundin von mir liebt das sehr, 
sie hat z.B. grade 64 verschiedene Sorten Tomaten gesäht!!! 
Und was braucht sie dafür? Richtig! Schildchen. 
Damit sie am Ende noch weiß, was sie da eigentlich isst.


Also habe ich den Bogen erstanden, dazu diese 
Bambusgrillpieker und mein Laminiergerät geschnappt – 
und los gings. Quadrate schnibbeln, viele, viele, viele Punkte 
in Linien aufgereiht vom Computer auf gelbes Papier laufen 
lassen, ausgedruckt. Streifen schneiden, 
Quadrate draufkleben, in die Folien legen, durch den 
Laminierer laufen lassen, nochmal Streifen schneiden. 
Jetzt sind die Dinger gießfest und Beettauglich. 
Am Schluss habe ich noch die Bambuspieker mit Heißkleber 
hinter die Schildchen geklebt, da wo das Bildchen ist, 
damit man auf den Linien gut schreiben kann.

Blumenschildchen für Selbstgesähtes

Am Montag hat die erstaunte Freundin dann eine Tüte 
mit den Blumenschildchen in Empfang genommen. 
Keine große Kunst, aber allemal schöner als die Plastikteile 
aus dem Baumarkt.

Keine Ahnung, warum ich die Bilder von den fertigen 
Teilen und von der Tüte nciht finden kann ... 
Aber gefreut hat sie sich jedenfalls.