Donnerstag, 16. Mai 2013

Kulturgutschein für ein Goldhochzeits-Paar

Jetzt hab ich doch tatsächlich mal einen Auftrag von meinen Eltern gehabt. Sie sind am Wochenende zur goldenen Hochzeit bei dem ältesten Freund meines Vaters eingeladen und möchten einen Kulturgutschein verschenken.

Die Koordination war ein bisschen mühsam, denn ich sitze in Darmstadt, die Eltern in Essen, die zu Beschenkenden bei Bonn. Also hab ich mal gegoogelt und verschiedene Kulturstätten dort rausgefunden – natürlich Oper und Theater. Dann das Beethoven-Festival. Ich wollte aber auch Alternativ- und Kleinkunst-Szene und bin deshalb beim „Theater an der Springmaus“ und beim Theater in Siegburg gelandet. Was man bei so einer Recherche alles an sinnigen und unsinnigen Homepages findet …

Egal. Ich hab einiges an Spielplänen bekommen bzw. mir ausgedruckt und in einem sehr großen „Klorollen“buch versteckt. Das hat 5 Schübe – im ersten eine große Karte, auf der meine Eltern was schreiben können (und eine ganz kleine Karte, auf die ich selbst einen Glückwunsch geschrieben habe). Dieses entzückende alte Pärchen ist einfach wie gemacht für diesen Anlass.

Kulturgutschein im Rollenbuch

Und dann folgen die anderen Schübe für Oper, Theater, Konzert und Kleinkunst – jeweils mit entsprechenden Motiven versehen.


Ich liebe es, Papier zu reißen. Es hat einen eigenen Willen, einen eigenen Ausdruck. Bei den Farben habe ich wieder Erdtöne mit Bordeaux kombiniert, einfach edel zu jedem Anlass. Der helle Streifen an der Seite ist ein Karton, der mit Efeuranken geprägt ist.


Gestempelt habe ich mit SU Savanne und Schoko und StazOn Timber Brown. Und manchmal ist Versamark für den Hintergrund dabei. Koloriert ist das Pärchen auch mit den SU-Kissen, direkt mit dem Pinsel vom Kissen genommen. Bei den Masken hier sieht man leider kaum die feinen Lienien der Schrift drumrum.


Die Schübe sind jeweils am Ende mit einem schnörkeligen Eckenstanzer gelocht. Da habe ich dann das Bändchen durchgezogen, damit die Züge gut aus den Hüllen rutschen. Am Schluss ist es immer witzig, mit dem Papierdraht und verschiedenen Bandstückchen einen netten Verschluss zu zaubern.


Nun habe ich das Werk zu meinen Eltern geschickt (für ein Heidengeld) und hoffe, dass es wirklich morgen da ist. Mal sehen, was meine Eltern dazu sagen. Und das Goldpaar natürlich … Mein Mann war ungewöhnlich deutlich: „Das ist aber besonders schön geworden!“ Ich hab mich nicht gewehrt ...



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