Montag, 24. Juni 2013

Schultütenbasteln mit Kindern 2013

Und schon ist die Schultütensaison für mich fast wieder rum. 
Noch ein paar Tüten für Nachbarn im Auftrag, und der erste 
Schultag kann kommen. Es waren wieder 3 Termine, und 
sie waren wieder alle 3 völlig anders. Heute zeige ich Euch 
die Bilder von dem Samstag, bei dem traditionellerweise 
das Schulkind zum Basteln mitgebracht werden kann.
Eine kam ohne Kind, eine entschied dafür spontan, dass 
sie auch noch für beide kleinen Schwestern Tüten machen will – 
und fast alle kamen diesmal mit dem vertrauten 
„ich habe 2 linke Hände, ich kann das gar nicht“ zur Tür rein. 
Dieser Satz löst in mir immer sofort das „das wollen wir doch 
mal sehen“ aus. Und so wars dann auch.

Der erste Wunsch: Schmetterlinge in Rot und Gelb. Aber Hokuspokus 
wurde im Laufe des Vormittags daraus eine Fee mit ziemlich 
viel Rosa dabei. Die Fülle der Möglichkeiten hat die junge Dame 
erst etwas überfordert und dann gewaltig herausgefordert. 

Marienkäfer-Schultüte

Die Fee ist normalerweise viel größer und zentrales Motiv. 
Ich habe die Teile spontan verkleinert und vereinfacht. 
Und so bekam der große Schmetterling Gesellschaft:


Das Fräulein hatte besonders viel Spaß daran, aus den 
vielen verschiedenen Papieren ganz viel auszustanzen – 
Blumen und Schmetterlinge in Hülle und Fülle. In einem 
Glitzerpapier sah sie die Silhouette einer kleinen katze. 
Den Stanzer hatte ich aber zu ihrer Enttäuschung nicht mit. 
Als ich jedoch ihre ganzen Werke anfing aufzukleben, fand 
sich zwischen den Resten noch eine einzelne goldene Katze 
von der letzten Woche. Und die ist dann, begleitet von 
ihrem Strahlen, auf die Tütenspitze gewandert.


Der zweite Wunsch: der Junge ist im Kindergarten in der 
Pilzgruppe, es sollen Pilze drauf. Mitgebracht hat der 
junge Mann dann noch einen Ausdruck von einem Marsupilami. 
Und das Ergebnis hat einfach alle umgehauen:

Marsupilami-Schultüte

Für den Urwald eignete sich tatsächlich mal die runde Tüte mit Filzmanschette besser. Allerdings wurde diese wie gewohnt zerschnibbelt, umgeklappt und zu Blättern verarbeitet. Aus diesen und weiteren Filzresten entstanden dann noch ganz viele Blätter und Ranken. Das Marsu hat er ganz allein aus der Vorlage ausgeschnitten, aus Papier hergestellt und ihm auch gleich die Liane in die Hand gedrückt. Ich musste wirklich nur noch aufkleben. Die Pilze wanderten dann nach unten und hinten … 

 

Derweil war Mami mit den kleinen Tüten für die Schwestern beschäftigt. Die verkleinerte Fee für die eine, eine Giraffe für die andere, alles mal eben spontan entworfen und mit ganz viel Experimentierfreude umgesetzt.

Geschwister-Schultüten

Der dritte Wunsch: Muscheln, Fische, Krebse, Meer. Ich habe ja allerlei solches Getier bei meinen Vorlagen, einfach weil es bei den Delphinen und Piraten immer auch solche Kleinteile mit dabei gibt. Aber das hat den Junior dann plötzlich mehr gereizt. 
Erst wurden aus den Fischen die zwei großen Delphine. Und dann sollte es spontan auch noch den großen Piraten geben. Ich habe zutiefst die geduldigen und flexiblen Mütter bewundert, die jeden Schlenker mitgemacht und tapfer im Akkord immer neue Motive umgesetzt haben.

Piraten-Schultüte

Der Tüte sieht man jedenfalls nicht an, dass sie mal 
ganz anders aussehen sollte … Dem Kerl hier 
möchte ich bestimmt nicht im Dunkeln begegnen. 
Der bewacht seinen Schatz wirklich gut.


Der große Bruder ist zwar schon 21, macht aber jetzt sein Abitur 
nach - und soll deshalb natürlich auch eine Schultüte 
kriegen. Also hat der kleine Bruder fleißig gewerkelt:

Geschwister-Schultüte mit Fußballer

Und der vierte Wunsch (umgesetzt ohne Kind): entweder 
einen ICE oder eine klassische Dampflok. Mein Vorschlag 
schon vorher per Mail war dann: wie wärs mit Jim Knopf 
und der Emma? Angenommen. Also habe ich mir aus dem 
Netz ein Bild gesucht, wo Lukas in der Emma steht und 
Jim davor, und habe daraus eine Vorlage gebaut. 
Den Jim haben wir dann in die Lokomotive gestellt, 
damit die Emma auch fahren kann.


Und im Laufe des Vormittags enstanden dann noch die berühmten 
zwei Berge, das Schloss von Alfons dem Viertelvorzwölften 
und die Schienen aus gedrehter Papierkordel für Emma:

"Jim Knopf"-Schultüte

und – von wegen „ich kann das üüüberhaupt nicht“ - 
auf der Spitze aus schön sandigem Schmirgelpapier 
diese Palme und dieses entzückende Strandlaken. 
Einfach so, aber ein umwerfend schönes Detail.


Wenn diese 4 Kinder nicht stolz in ihre Schule marschieren, 
verstehe ich die Welt nicht mehr. Und ich habe bei allen drei 
Terminen wieder so viel dazu gelernt fürs Organisatorische, 
für eine gute Vorbereitung und an Ideen von den 
Teilnehmern selbst. Das war klasse. Danke!

1 Kommentar:

Sandy hat gesagt…

oh bettina, die tüten sind ja sowas von klasse...und die schultütenträger(oder sie sagt man da???) sehen sehr stolz aus....
einfach herrlich....

mir gefällt die jim knopf tüte am besten...das habe ich mit meinen kids immer angeschaut und das erinnert mich gerade daran...

liebe grüße
sandy