Freitag, 12. Juli 2013

Anleitung für die Wasserfallkarte

Ich habe lange nicht kapiert, wie die Wasserfallkarte funktioniert. 
Aber irgendwann ist der Groschen gefallen, und ich habe gleich 
mehrere gebaut. Und natürlich habe ich dabei fotografiert. 
Für alle Fans von technischen Karten hier also die Anleitung.

Von vorne sieht die Karte ganz harmlos aus, 
nur die überlappenden Bildchen irritieren vielleicht etwas.



Wenn man aber am Bändchen zieht, dann entfaltet sich nach und nach 
eine Bilderfolge. Und zum Schluss erscheint sogar noch ein weiteres 
Bild oder Text auf der Zuglasche:

 
 


Das Geheimnis ist der Streifen, auf dem die Bilder befestigt sind:



TEIL1 - Zuschneiden/Material

Wir brauchen:
- die Karte A6 (10x15cm) B6 (12x17cm)
- die Matte dafür entsprechend
- den Querstreifen in Breite der Kartenmatte
- die Matte für den Querstreifen
- 2 Brads/Eyelets/... zur Befestigung des Querstreifens

- den langen Streifen 5,5cm breit, ca. 27cm lang (B6 6,7cm x29cm)
- 3 Quadrate 5,5x5,5cm aus dem gleichen Papier (B6 6,7x6,7cm)
- 4 Motive für den Wasserfall in ca. 4,5x4,5cm (B6 6x6cm)
- 4 Matten für diese Motive
- noch ein Eyelet für das
- Band, 10-12cm lang, schmal

- Stempel als Hintergründe für die Matten
- Stempel für die 4 Motive (können bei B6 etwas größer sein)
- Motiv oder hochkanten Text für die Lasche

   
 (nicht vollständig)

TEIL2 - Stempeln/Kolorieren

- die großen Karten-Matten werden gestaltet, hier mit Versamark



- die Wasserfallmotive und der Laschentext werden gestempelt und koloriert. 
Die Motive werden mit den 1-2 Matten versehen, 
ACHTUNG - das 4. Motiv hat eine Matte weniger!

 



- Auch der Querstreifen wird mit seiner Matte versehen.
Achtung! Die Eyelets/Brads auf dem Querstreifen und die
große Matte auf der Grundkarte noch nicht arbeiten!!!

TEIL 3 - Befestigen der Motive auf der Zuglasche

- Der lange Streifen muss nun zunächst an 4 Stellen einen Knick bekommen:



- Habe ich diese Knicke dann gemacht, sieht der Streifen von der Seite so aus. 
Hier sieht man auch schon, wie der Streifen hintenrum zur Zuglasche wird:



- Jetzt klebe ich die fertigen, gematteten Motive auf diesen Streifen.
Mit Hilfe der Klebebandstreifen ist hoffentlich gut zu erkennen, wie
die Motive festgeklebt werden. Das 4. Motiv kommt auf das quadratische Ende 
dieses Streifens (A6 = 5,5 x 5,5cm - B6 = 6,7 x 6,7cm) Dieses Ende ist
so gleichzeitig für dieses Motiv die Matte, die die drei anderen Motive zusätzlich
haben. Danach klebe ich von unten nach oben die drei anderen Motive auf.

 



Das ist nun der eigentliche Wasserfall.

TEIL 4 - Endmontage

- Auf dem zweiten Bild schaut unten der dahinter gelegte Zugstreifen raus.
Noch deutlicher sieht man es auf dem nächsten Bild. Sind nämlich die Motive
montiert, landet nun der Anfang vom Streifen (das Quadrat mit Motiv 4) mittig
auf dem gematteten Querstreifen. Und damit man genau sieht, wo der Quer-
streifen sitzt, habe ich ein Stück graues Papier zwischen den Querstreifen mit
dem Wasserfall und die dahinter liegende Zuglasche gelegt.



- Je nach Geschmack kürze ich die Lasche so weit, dass das Ende 
meinem Bedürfnis für Proportionen entspricht.

- Diese kreuzförmige Konstruktion lege ich nun auf meine große Kartenmatte 
und schiebe so lange, bis das Ganze eine schöne Position hat. 
Ich klebe den Querstreifen am äußeren Rand an die große Matte 
und kann ihn zusätzlich mit 2 Eyelets oder Brads befestigen.



- jetzt ziehe ich die Lasche ganz raus, damit ich die volle Fläche sehe, 
auf der ich noch ein Motiv oder Text befestigen kann. 
Als erstes setze ich das Eyelet für das Zugband. 
Das, was ich dann da hinklebe, muss ganz flach sein!! 
Sonst bleibt es beim Wiederreinschieben nämlich am Querstreifen hängen.

 
(hier ohne Eyelet)

- Jetzt endlich darf ich die große Matte mit der ganzen Konstruktion 
an der Grundkarte befestigen. Hier ein Bild von der Seite:



FERTIG!!!


Zur Verdeutlichung noch ein anderer Wasserfall, diesmal mit Srappapier als Matten,
ohne Text auf der Lasche, weil der Anlass noch nicht klar ist:

Wasserfall-Karte



Will ich nun eine Din lang-Karte mit einem Quer-Wasserfall bauen, 
muss ich eigentlich nur wenig verändern: 
* Die 4 Motive werden nicht quadratisch geschnitten sondern einfach 
von unten nach oben immer länger, damit sie am Ende alle bündig 
aufeinander liegen. Das heißt hier: das unterste Feld ist 6,7cm², 
das nächste dann 8,7cm², dann 10,7cm² und das oberste ist 12,7cm². 
* Die Lasche muss ein bisschen verlängert werden. 
* Der fertige Wasserfall wird quer auf die Din-lang-Karte geklebt. 
* Die Hintergrundmatte wird nur der Form der Din lang-Karte angepasst. 
Und natürlich die Motive und Matten der Größe der Felder.
Alles andere bleibt eigentlich gleich.

  Ich hoffe, dass ich alles gut verständlich dargestellt und die entscheidenden Bilder
gemacht habe. Fragt bitte einfach nach, wenn an einer Stelle etwas unklar ist. 
Ich korrigiere mich gerne.

Der Anlass, diesen Workshop jetzt auch hier zu zeigen, 
war diese Din-Lang-Karte mit Wasserfall bei AnnasArt, 
der ich für ddie Anregung und das Video zum Verständnis sehr danke:


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liebe Grüße von Bettina 2

Freitag, 5. Juli 2013

mein kreativer Monat Juni 2013

Der Juni war genauso voll wie der Mai. Denn da Anfang Juli wieder Premiere bei der Neuen Bühne ist, stand jetzt natürlich wieder Kulissenbauen und -Nähen an. In dieser Spielzeit gibt es: Dracula! Mit einem einfach irren Bühnenbild und einem (aus den wenigen erhaschten Fetzen zu schließen) gigantischen Sound dazu. Jetzt müssen nur noch die Schauspieler so gut sein wie immer, und dann wird es unübertroffen gut.
Außerdem hat mich mein neuer Demnächst-Job in Atem gehalten. Ab August werde ich einen Kinderchor in einer Kirchengemeinde leiten. Hab ich ja mal gelernt. Ich bin gleich ins kalte Wasser gesprungen und habe mit den Kindern für die Verabscheidung meiner Vorgängerin ein Lied geübt. Ich hoffe nur, dass die Kinder und Eltern den Schwenk zu mir bald mitmachen, sonst wird’s hart ...

Aber zurück in meinen Keller. Der Kunstmarkt am Anfang des Monats stand an, und diesmal wollte ich es wissen: sind die Einnahmen höher, wenn ich auch die aufwändigen Sachen in größerer Stückzahl zum Direkt-Mitnehmen da habe? Oder kaufen und bestellen die Leute im üblichen Rahmen?

Jedenfalls habe ich mir gezielt die Kiste mit angefangenen Projekten geschnappt und die vorbereiteten Tüten für Wasserfälle, Klorollenbücher, Kondolenzkarten und Co abgearbeitet. So ist in relativ kurzer Zeit einiges an besonders Schönem entstanden.


Viel verkauft habe ich wieder nicht, aber die Menschen um mich drumrum freut es – die bekommen grade alle besonders tolle Karten geschenkt …

Jedes Jahr im Juni laufen die Schultütenkurse im Format. Und natürlich basteln die Leute ihre Tüten selbst (ich setze nur den Rohling zusammen). Aber immer wieder bekomme ich vorher den Auftrag, ewin bestimmtes Motiv vorzubereiten. Das waren diesmal Jim Knopf und Lukas mit der Emma und jede Menge Urwald für das Marsupilami.

Von meinem Geburtstagsgeld habe ich mir die langen Stanzplatten und ein paar Stanzen für die Bigshot geleistet. Daraus ist dann diese goldige Popcorn-Box entstanden.

Ach ja - vielen Dank wieder an Ingrid von AnnasArt für ihre Idee, 
diesen Kreativen Monat zusammen zu stellen. 


mein kreativer Monat Mai 2013

Uiuiui – ist das lange her. Aber im Mai und Juni war hier dermaßen viel los, dass ich es einfach nicht geschafft habe, meine Collage rechtzeitig fertig zu machen. Da ich die aber ja für mich mache (und nicht in erster Linie für AnnasArt, wo ich sowieso nienichts gewinne), hole ich das hiermit endlich nach.


Im Mai gab es eine ganze Reihe von Anlässen, die ich bebasteln durfte. Die Bachkantate und der damit verbundene Geburtstag von Meike mit 2 musikalischen Karten (Box + Akkordeon), das Fest der Nachbarn mit Tochtertaufe und Vatergeburtstag (Blumen- + Lichtkarte), die Freundebücher für Sohn Tobias und Patenkind Ruth (Pirat und Afrika), viele, viele, viele, viele Blumen für Drehkulissen mit Knöpfen, einige Wasserfälle für besonders liebe Menschen, die Goldhochzeit von Freunden meiner Eltern, die einen Kulturgutschein bekommen sollten, eine romantische Akkordeon-Karte und die spontane Idee, aus dem entzückenden Scrappapier für meine blümelnde Freundin ganz viele Blumenpieker zu machen.

Bei einigem hat auch der Kunstmarkt Anfang Juni seine Schatten voraus geworfen. Und mit den Feiertagen, meinem Geburtstag, einem großen Familiengottesdienst und einem Besuch bei meinen Eltern war der Monat dann wirklich randvoll.


Orcas und Planeten im Auftrag - Schultüten

Sehr, sehr liebe Nachbarn werden uns leider demnächst verlassen. 
Für unseren Sohn ist der Verlust sicher am größten, 
denn er verliert dadurch seinen besten Freund.

Da am neuen Wohnort nun auch die Tochter Jette 
eingeschult wird, müssen irgendwie im Umzugsstress 
Schultüten her. Und die sind in der letzten Woche in 
meinem Keller gewachsen.

Von Jettes Ranzen habe ich ein Bild bekommen. 

 

Dann habe ich mich auf die Jagd nach den richtigen 
Papierfarben gemacht, mir die Orcas ein paarmal ausgedruckt, 
um eine Schablone zu machen, und habe losgelegt


Jetzt habe ich zwar einen Knoten in den Fingern, 
aber das Ergebnis gefällt mir selbst sehr gut. 

Schultüte mit Orcas
 

Spaß hat mir auch die ganze Stanzerei und Stapelei 
der Blumen gemacht, die – wie am Ranzen – 
den ganzen Rand zieren.

 

Und zum Zubinden habe ich silbernen Taft und rosanen Chiffon gewählt. Wegen der Wellen hatte ich das Krepppapier im Bogen geschnitten. Und zum ersten Mal fiel mir auf, dass ich ja auch den Tütenrand in diesem Bogen schneiden kann. So gefällt mir der Rand viel besser als im (anderrum gebogenen) Original, das mache ich in Zukunft öfter ...

Joris hat sich einfach Weltraum gewünscht. Nichts leichter als das – haben die klassischen Schultüten doch schon von alleine eine Raketenform. Hier habe ich einfach den Wellpapperohling um 1/3 eingekürzt und den Rand zackig geschnitten. Weil so die Rundung kleiner geworden ist, konnte ich jede Menge von den Abschnitten der Tütenkurse benutzen, um ein vielfarbiges Raketenfeuer zu zaubern. Und auf der Rakete tummeln sich jede Menge Sterne und Planeten.

Geschwister-Schultüte mit Planeten

So werden die beiden sicher gerne in ihre neue Schule 
marschieren. Lieber hätten wir sie aber hier behalten ...


zum Abschied der Lehrerin

Nachdem die Grundschule für unsere Hannah eigentlich überwiegend Quälerei war, hatte sie in der Förderstufe (5. + 6.) dafür das große Los gezogen. Sie war in der Bläserklasse und spielt nun also Klarinette. Und in den "richtigen" Fächern ist überall der Knoten geplatzt, und sie hat Supernoten, Lernen fällt ihr leicht, sie weiß, was sie sich zutrauen kann ... Entsprechend habe ich mich für die Verabschiedung ihrer toll-toll-tollen Klassenlehrerin ins Zeug gelegt und mal wieder eine Akkordeon-Faltung gebaut. Gestempelt ist nur das Label auf dem Deckel.



 
Es macht ja immer wieder Spaß, das Teil vor Publikum zu öffnen und die staunenden Gesichter zu sehen. Also bin ich bei der Abschiedsparty vor der Mensa auf eine der Bänke gestiegen ...


... hab mein Sprüchlein aufgesagt, die Bänder gelöst - 
und einfach fallen lassen ...


 
Es reichte fast bis zum Boden und war gefüllt mit Fotos und 
kleinen Abschiedsbriefen der Schüler, nach dem Motto 
"was wir ihnen schon immer mal sagen wollten ..."
Akkordeonfaltung als Dankeschön

Die Frau ist einfach taff. Sie leitet die Rockband der Schule, 
pfeift ihre Schüler auch mal zusammen (in jedem Wortsinne) 
und hat unglaublich viel Humor. Aber in solchen Momenten 
ist sie immer einfach sprachlos und kriegt eine Gänsehaut. 
Ich vermisse sie jetzt schon ...