Sonntag, 29. September 2013

eine weihnachtliche Klappbox

Heute habe ich nicht nur endlich all die gelernten Projekte bzw. 
Rohlinge vom Stempeltreffen verarbeitet. Ich habe auch gleich 
noch eine weitere Klappbox gemacht, weil ich im Hühnerhof beim 
SI „mein erster Stempel“ mitmachen wollte. Und der allererste 
war der Ilexzweig von Hero Arts, der diese Box an den Seiten 
und oben drauf schmückt:

 

Witzig ist, dass ich diesen Stempel schon ewig besitze, 
aber nicht mal mehr weiß, wann und wo ich ihn gekauft habe. 
Zum Stempeln jedenfalls nicht, davon wusste und verstand ich 
damals noch gar nix. Ich fand ihn einfach nur schön 
und wollte ihn haben.

Erst viel später kam auf einem Flohmarkt das Ilex-Bund hinzu, 
das hier die Rückseite der Schachtel ziert.

Kippbox zu Weihnachten

Die Schrift und der Mini-Ilex auf der Vorderseite komplettieren 
nun eine raffinierte Box, in der vielleicht ein 
Weihnachtsgeschenk landen wird. 


Und damit geht ein produktiver Sonntag zu Ende.
Den Link zur Anleitung von AnnasArt gibts übrigens 
im Post direkt vor diesem. 



Stempeltreffen in Südhessen am 21. + 22. September in Darmstadt

Nun will ich doch endlich von unserem Südhessischen Stemplertreffen erzählen. Anfang März gab es das Nordhessische in Fuldatal bei Kassel. Und viele Südhühner hatten gebeten, dass eines südlicher stattfinden solle. Also haben wir Rhein-Main-Hühner uns ins Zeug gelegt und uns vergangene Woche am 21. und 22.9. in Darmstadt getroffen. Die noch Südlicheren haben zwar alle wieder abgesagt, aber immerhin waren DA, DA, DA, DA, GRI, F, MZ und ERB vertreten. Und was hatten wir einen Spaß miteinander! Wir haben nicht nur gebastelt und uns ganz viel gegenseitig beigebracht. Wir haben auch gut gegessen (Elkes Schichtsalat war lecker und Susannes Kuchen auch), viel geredet, noch viel mehr gelacht und nebenbei eingekauft.

Eingekauft – auch Sonntag? Tja – das hing mit der etwas schwierigen Suche nach der geeigneten Location für die erwarteten 12-15 Leute zusammen. Ich habe schließlich einfach in meinem Kreativladen nachgefragt, und so haben wir uns im Seminarraum vom Format getroffen. Ab SA 15:00 waren wir ganz für uns und konnten alles nutzen bzw. schoppen nach Herzens Lust.

Dafür hat der Chef dann am Montag auf der Tastatur 
seines PC ein klitzekleines Dankeschön vorgefunden, 
ein Briefchen mit dem ausziehbaren Schokitunnel:

 

Wenn man an der Strippe zieht, kommt auf der einen Seite 
das Dankeschön raus und auf der anderen Seite die Schoki.

 

Und hier sieht man den Folienstreifen, an dem die beiden Pappen 
befestigt sind. Ich hab ihn aus Prospekthülle gemacht, 
die ist dünn und durchsichtig und fällt so kaum auf. 
Beigebracht hat uns dieses kleine Kunstwerk die liebe Bamas.

 

Außerdem haben wir noch eine kleine Verpackung 
von Nelli gelernt ...  


Ich habe mal verschiedene Versionen gebaut. 
An der letzten sieht man, dass ich sie mit kleinen 
Klettstreifen verschlossen habe.



und eine Schachtelanleitung von AnnasArt 
nachgebaut:



Ich finde diese Schachtel so niedlich, ein kleiner Würfel, 
der ein Geheimnis verbirgt:


 Und auf den Schnörkeln meiner heißgeliebten Arabesque 
von Judi Kins sitzen Miniperlchen.


Falsche Reihenfolge – das war alles am Sonntag. 

Schon am Samstag hat Elke einigen gezeigt, 
wie die Endloskarte funktioniert …   
(da habe ich aber was anderes gewerkelt)   
... und wir haben ein Taschenbüchlein aus einem 
Scrapbogen gebaut.


Diesmal habe ich daraus ein Visitenkarten-Büchlein gemacht:


Einige Sachen haben wir zwar nur im Rohbau gemacht, 
damit wir möglichst viel Verschiedenes bauen konnten, aber so 
habe ich jetzt bei der Nachlese und beim Fertigbasteln nochmal 
viel Spaß gehabt und viel an die schönen Stunden zurück gedacht.
 

Samstag, 28. September 2013

"Mami, ich brauche eine Schatzkarte ..."

Mami, ich brauche eine Schatzkarte. Eine, die ganz echt 
alt aussieht und angebrannt ist und Risse hat!“ 
Der Wunsch meines 9-jährigen Sohnes war mir Befehl …

Als erstes habe ich ein A4-Blatt Elefantenhaut-Verschnitt 
genommen und dann mit Tobias geplant, was auf der Karte 
eigentlich drauf sein soll. Insel, Wasser, Orkas, Schiff. 
Bucht, Fluss, See, Berge, Wald. Und ganz wichtig natürlich 
das Kreuz, das hier wie eine Blume aussieht.


Nachdem wir eine Skizze gemacht und dann Insel, Fluss und 
See mit Edding gemalt und den Rest gestempelt hatten, 
wurden erstmal die Kanten angekokelt. Dann habe ich 
meinen Sohn gewarnt:“Ich mache jetzt was Komisches, 
nicht erschrecken!“ und habe das Papier tüchtig zerknüllt …
Mami, was machst Du??? Das reißt doch ein!“ - 
„Du wolltest doch Risse ...“ - „Ach so ...“ 
Wieder ausgebreitet, nochmal zerknüllt. 
„Mami, jetzt hat das Schiff einen Riss!“ - 
„Das ist bei Schatzkarten so.“ - „Ach so ...“
Als nächstes wurde eine Sprühflasche mit Wasser, einem 
Tropfen rotem und zwei Tropfen braunem Stempelnachfüller 
gefüttert und das Papier tüchtig nass gemacht. 
Bügeleisen an, trocken bügeln. Ein paar Stellen nochmal 
einsprühen und bügeln. Schließlich habe ich das Papier 
wieder zerknüllt und nur ein bisschen gebügelt, damit die Kanten 
noch da sind. Und nun habe ich mit Beige die Ränder 
des Papieres und die dollsten Knicke gewischt, 
damit alles schön nachgedunkelt aussieht und 
die Kanten gut zu sehen sind.


Und jetzt rollert mein Sohn hier durchs Reihenhausviertel 
und gibt mächtig mit seiner Karte an. 
Sein trockener Kommentar:“Nur schade, dass es diese 
Insel nicht wirklich gibt ...“



Samstag, 14. September 2013

Anleitung für die Akkordeonfaltung


Ich habe vor einer ganzen Weile den Bau Lepporellos
für ein Hofhuhn dokumentiert. Es ist mit der Akkordeon-Faltung 
gemacht, die ich in der letzten Zeit öfter mal gemacht habe. 
Da wird es Zeit für einen Workshop.

So sieht der "Klotz" von oben aus,
etwa mit einer Kantenlänge von 14 cm:
Akkordeonalbum geschlossen


Als Papier habe ich Mi Teintes gewählt, das hat eine gute 
Stärke dafür, sieht edel aus und fühlt sich gut an. 
Auch Deckel und Boden sind damit bezogen.
Als Verschluss habe ich Bänder gewählt, die an 2 Seiten 
zur Schleife gebunden werden.
Ausgeklappt sieht es so aus: 


Akkordeonalbum geöffnet


 
 Material:
- quadratisches Papier in ungrader Anzahl in 26x26cm Größe
- Graupappe o.a. für Boden und Deckel, 2x 14x14cm
- Papiere/Stempel/... zur Gestaltung der Flächen
- 2 Bänder á 50cm


TEIL1 - die Lepporello-Elemente bauen

Um zu wissen, wie groß das Papier sein muss, muss ich 
entscheiden, wie groß die einzelnen Flächen sein sollen. 
Hier waren die Karten 12x12cm groß, also sollte die Fläche 
dafür 13x13cm groß sein. Also mussten meine Papierquadrate 
26x26cm groß sein.

Diese Quadrate werden erstmal alle gefaltet. Wenn das Papier 
von beiden Seiten gleich strukturiert ist, ist das Rauf und  
Runter egal. Bei bazzill oder Mi Teintes muss ich daran denken, 
dass ich ja immer die strukturierte Seite vorne haben will. 
Hier sieht man das gefaltete Papier: 


A Senkrecht und waagerecht die Bergfalten, diagonal eine Talfalte.
B Bei einseitig strukturiertem Papier muss jedes zweite Teil
umgekehrt gefaltet werden, also Senkrecht und waagerecht Talfalte und diagonal Bergfalte.
Und zwar: ich habe hier 15 Quadrate, davon sind 8 wie B
gefaltet, die anderen 7 wie A. 
Und wenn ich dann jeweils von unten gegen die Diagonalen 
drücke, kleppen die Elemente so zusammen: 


 
Der Grund für das verwirrende Rauf und Runter ist folgender: 
Wenn diese Teile nun aneinander gesetzt werden, muss ich 
die diagonal gefalteten Dreieck-Zacken (im Folgenden 
immer Flügel genannt) immer abwechselnd nach vorne 
und nach hinten zeigen lassen:


Hier kann man gut sehen, wie die Teile montiert werden: 
jeweils zwei Quadratflächen werden dicht ineinander geschoben 
und vollflächig verklebt. Daraus kann dann eine lange Raupe 
werden, bei der immer die strukturierte Papierseite vorne ist: 

 

  Beim Zusammenlegen klappen dann alle Flächen
aufeinander und werden so zu einem ziemlich massiven "Turm".
Man sieht auch gut, dass immer zwei Seitenflügel hoch zeigen,
und die nächsten zeigen nach unten u.s.w. Wenn ich alle 
Segmente aneinander habe, dann müssen als erstes und als 
letztes jeweils Segmente sein, bei denen die Flügel nach OBEN 
zeigen, damit ich von außen Deckel und Boden montieren kann.

Das Vor und Zurück ist notwendig, damit das Lepporello ganz
eingeklappt und damit auch ganz flach werden kann.


 
TEIL2 - Gestaltung der Flächen

Wenn Du oben schaust, erkennst Du, dass ich immer auf die 
hochzeigenden Flügel die entsprechenden Briefchen neben die 
Karten geklebt habe. Auf die runter klappenden Flügel habe 
ich die weißen Dreiecke gesetzt. Warum? Später! 
Erstmal die hochzeigenden Flügel.

Anhand der Karte von Cado zeige ich, wie diese Berg-Flügel
gestaltet werden. Die Karte kommt auf das mittige Quadrat. 
Den Brief möchte ich nun daneben setzen. Dazu muss ich den 
Brief passend zur Bergfalte diagonal schneiden, damit das 
Papier beim Einklappen nachgeben kann. 
(Hier von hinten geknipst)

 


Diese beiden Dreiecke klebe ich dann genau an den Knick und
achte dabei darauf, dass ich rundrum gleich viel Rand lasse.
Wenn dieser Flügel im ausgeklappten Zustand flach ist, sieht
man den Schlitz kaum und kann prima lesen. 

 

Die Flügel mit den Talfalten sind eine besondere Heraus-
forderung. Denn wenn ich hier auch direkt an den Knick 
rankleben würde, um ein Bild o.a. nahtlos zu zeigen, dann 
würde sich das Papier beim Einklappen einklemmen und die 
Kanten quetschen. Dafür ist schlicht nicht genug Platz. 
Erfahrungsgemäß reichen 1-2mm Schlitz aus. Hier habe ich 
jedoch die Dreiecke für die Flügel deutlich kleiner geschnitten, 
damit ich auch hier rundum gleichviel Rand habe. 


Diese Dreicke habe ich aus einem bazzill-Papier mit 
geprägten Punkten geschnitten. Die sind etwas flacher als 
beim Cuttle-Folder, so dass das Motiv der SU-Rolle 
vollständig aufgestempelt wird.


 
Auf die nächsten beiden Quadrate kommen wieder zwei Karten,
daneben auf die Bergflügel wieder die dazu gehörenden Texte,
dann folgen wieder Talflügel mit den Dreiecken. u.s.w.

 

Puh, hoffentlich ist das alles bis jetzt verständlich ...

Ich pack Dir mal ein Bild aus einer anderen Raupe rein. Damals 
wurde ein Kusin von mir 50 und bekam von seinen Brüdern 
 und mir ein Wochenende in der Pfalz nebst Weinprobe und 
Tralala. Dafür hatte ich dann von dem Weingut, wo er mit 
seiner Freundin unterkam, und dem Pfälzer Turismus-Büro 
Prospekte angefordert und die zu einer Raupe verarbeitet. 
In einer bunten Mischung aus Infos über das Gut, Attraktionen 
in der Gegend, verschiedene Böden und die Auswirkungen auf 
den Geschmack des Weines, ... habe ich alles Mögliche aus 
den Prospekten zusammen gebastelt. Und dabei habe ich 
dann auch Bilder auf Tal-Flügel geklebt. Auf dem folgenden 
 Bild sieht man z.B. ein Tor so geklebt: diagonal geschnitten, 
extrem schmal gemattet und dann auf 1mm an die Talfalte 
rangeklebt. Das sah dann auch gut aus. Aber Text kann 
man so eben nicht schneiden/ montieren.


 

TEIL 3 - Deckel und Boden

Als nächstes bauen wir Deckel und Boden. Dafür nehmen wir an
der Größe eines eingeklappten (!) Segmentes, hier je 13x13cm 
Maß. Wir schneiden aus Graupappe o.a. 2 Quadrate, hier 
14x14cm. Dann aus dem Bezugpapier, wieder Mi Teintes, je 
ein Quadrat 16x16cm. Aufeinandergelegt sieht das dann so 
aus (das Papier in der Mitte ist ein Beispiel für die Größe des Klotzes):



Nun klebe ich die Pappe möglichst mittig auf das Bezugpapier 
und schneide an allen 4 Ecken so ein, aber nicht ganz dran(!):

 


Dann klebe ich die 4 langen Laschen um die Kanten, 
helfe dabei an den Ecken mit den Fingerkuppen nach, 
damit die sauber und gut kleben, und ziehe alle 4 Kanten 
mit Druck über eine saubere Unterlage. Dadurch wird 
 das Papier an den Kanten angedrückt, die Kanten 
sehen schön grade aus.

 


Was jetzt noch an weiß zu sehen ist, wird gleich unter 
dem Lepporello-Block verschwinden. Danach klebe ich den 
fertig gestalteten, geschlossenen Lepporello-Block erst an den 
Deckel und dann an den Boden an, indem ich ihn gut mittig 
 ausrichte, etwas andrücke und dann soweit öffne, dass ich 
das Papier direkt feststreichen kann. 

 


Teil 4 - Gestaltung vom Deckel und Abschluss

 


Den Deckel habe ich hier natürlich versucht, zum Thema 
"Mutmacher" zu gestalten. Also Ermutigung und die Leichtigkeit 
der Schmetterlinge. Das Bazzill-Papier mit den Prägedots habe 
ich hier noch mit einer Lage weißem Fotokarton verstärkt, 
weil es ziemlich dünn ist. Dann habe ich erst das Band mit 
Tesafilm mittig auf dem nackten Deckel angeklebt (an beiden 
Seiten gleich viel rausschauen lassen)  und nun das gestaltete 
Blatt aufgeklebt. Ohne die Verstärkung hätte sich das Band 
 etwas durchgedrückt.

Beim Boden habe ich das Papier nicht gestaltet. Hier muss man 
nun aufpassen, dass das Band die gleiche Ausrichtung wie das 
vom Deckel hat. Lieblingsfalle ... *zwinker*

Hier sieht man schön, wie der Boden am letzten Segment 
von der Raupe sitzt. 


  Als ich nun das fertige Werk zubinden wollte, habe ich
festgestellt, dass sich glattes Satinband nicht wirklich eignet. 
Da der Block ja die Tendenz hat aufzudrücken, ist das Band 
immer wieder durch Knoten und Schleifen einfach 
durchgerutscht. Knörmel wird inzwischen festgestellt haben, 
dass es eigentlich nicht möglich ist, das Lepporello richtig 
 zuzubinden.

Bleibt noch zu sagen, dass ein einzelnes Bergflügel-Segment 
sich auch hervorragend als besondere Karte eignet, das z.B. 
innen genug Flächen bietet, um daraus eine Hochzeitseinladung 
zu machen. Das habe ich z.B. hier verarbeitet:
http://www.kunstalacard.blogspot.de/2013/09/blaue-katzenhochzeit.html
Eine lange Raupe ist auch hier zu sehen:
http://www.kunstalacard.blogspot.de/2013/07/zum-abschied-der-lehrerin.html
Ich stelle grade fest, dass ich eine Affinität zu Blau habe
bei dieser Kartenform ...

So, das wars mal wieder. Ich hoffe, alles ist zu verstehen. 

Wenn nicht: nachfragen!!! Ich wünsche viel Spaß beim 
Nachbasteln. Bitte nicht vergessen, meinen Blog zu 
erwähnen und zu verlinken, wenn die Anleitung weiter 
gegeben wird. Danke!


 

Freitag, 13. September 2013

Spendenbarometer aus Holz und Papier

Meine Kirchengemeinde hat ein wunderschönes über 100 Jahre 
altes Gemeindehaus. Seit den 70ern ist daran nichts mehr 
getan worden, was nun eine Sanierung – und in Zeiten 
leerer Kassen eine Spendenaktion – dringend nötig macht.
Ich wurde gebeten, aus ein paar guten, aber verzerrten Fotos 
ein Spendenbarometer auf ein Brett zu zaubern, damit man 
den Leuten zeigen kann, wieviel von dem benötigten Eigenanteil 
schon zusammen gekommen ist.
 
Also bekam ich dieses Brett und habe es über meine beiden 
Basteltische gelegt. Dazu 3 Fotos vom Haus aus verschiedenen 
Perspektiven. Messen, rechnen, Verzerrung wegdenken, 
Umrechnungsfaktor 5, Abstände schätzen, Sandsteinelemente 
an der Fassade vereinfachen, Winkel berechnen, vormalen und 
wieder wegradieren, ...


So sieht es aus, wenn man erstmal angefangen hat – 
Zollstock, Geodreieck, Bleistifte, Radiergummi, diverse Papiere, 
Pauspapier, Scheren, Hebelschneider, Klebkram …


Dann kam die ganze Schnibbelei, denn alle Teile, Bausteine, 
Dachziegel müssen aus Papier geschnitten und mit Klebestreifen
versehen werden, damit sie nach und nach aufs Brett können. 
Nervig, die ganzen Linien nochmal mit schwarzem Filzstift 
nachzuziehen, die Farbe verlief im rohen Holz ...


Und als Belohnung am Schluss habe ich dann mit viel Farbkleksen, 
großem Pinsel und Schwung aus dem Ellenbogen das bunte 
Drumrum gemalt. Jetzt steht es im Gemeindehaus, 
heute Nachmittag ist Auftaktveranstaltung. 

Ich bin gespannt auf das Echo.

So, ich komme grade von der Einweihung. Das war klasse. 
Die haben im Kirchhof zwischen Kirche und Gemeindehaus Grill 
und Bänke und so aufgebaut, und das Brett stand verhängt auf 
einem Tisch an der Hausmauer. Es wurde feierlich aus seiner 
Hülle befreit, und ich habe ca. x-mal erklärt, wie ich was gemacht 
und was ich mir dabei gedacht habe. Ich kriege die Tage ein 
Bild gemailt, wo auf dem Brett die ersten Teile kleben, 
das stelle ich dann noch ein. 



ein edles Freundebuch

Endlich komme ich wieder in Schwung. 

Beim Kunstmarkt Anfang Juni hatte sich eine 12-Jährige
ein Freundebuch gewünscht. Und anhand meiner gebastelten 
Karten konnte sie mir auch genau sagen, wie es aussehen soll. 
Weder Quietsch noch Teenie noch Rebell -

Freundebuch für Kinder

stattdessen ziemlich erwachsen und sehr edel!
Mit einem Haufen ganz kleiner, selbst klebender Brillies:


Innendrin ist der gestempelte Spruch, den sie sich 
ausgesucht hat. Und links Platz für ihre Adresse.




Auf diesen Reiter kann sie ihre persönlichen 
Fragen an ihre Freunde schreiben. 


Gestern hatte sie Geburtstag, 
und ich hoffe, sie hat sich gefreut.



Montag, 2. September 2013

meine kreativen Monate Juli und August 2013

Sommerloch. Also wirklich. 
Hätte ich nicht nochmal Schultüten bauen sollen, 
hätte ich im August keine Schere angefasst!!!

Also habe ich diesmal 2 Monate zu einer Collage zusammen 
gefasst und laufe bei AnnasArt wieder außer Konkurrenz. 
Aber die Collage zeigen will ich doch.



Nicht zu zeigen sind dafür das Logo für das Fundraising 
des Gemeindehauses, das Logo des Gemeinde-Kinderchores, 
den ich übernommen habe, die Kolorationen der Abdrücke, die zur Weihnachtsdrehkulisse verarbeitet werden sollen, die echte 
 Kulisse von „Dracula“  der Neuen Bühne Darmstadt, 
6 Wochen Ferienbespaßung von 2 Schulkindern, … 
Wie das Leben so spielt. 
 

und noch einmal Schultüten im Auftrag

Und noch einmal Schultüten. Wiederum Freunde haben mich 
gebeten, nochmal kreativ zu werden. Also habe ich den 
jungen Mann, der da eingeschult wird, interviewt und erfahren, 
dass es mehrere Delphine und noch mehr Fische sein sollen. 
Die kleine Schwester bekam einfach die klassische Fee. 
Passt immer …

Delphin-Schultüte

Die eigentlich Tüte, Krepp, Spitze aus Schmirgelpapier, … 
ist nach alter Gewohnheit schnell zusammen gebaut. 
Inzwischen profitiere ich davon, dass ich seit Jahren 
in den Kursen Tütenverschlüsse aus 2 Lagen Krepp baue. 
Die äußere Schicht wird ja um 1/3 gekürzt, und jetzt kann ich 
für so eine kurze hochstehende 3. Runde wie hier einfach 
die Abschnitte von anderen nutzen.
Für die Geschwistertüte muss ich immer die Filzmanschette morden, 
weil die so labberig ist. Also in Form schneiden und wiederum 
Reste von anderen als eigentlichen Verschluss reinkleben.
Nach früheren Erfahrungen, dass ein Delphin ganz schnell 
wie ein Hund oder ein Walfisch aussehen kann, wollte ich 
kein Risiko eingehen. Aber mein Sohn hat in seinem 
Piratenzimmer ja Wandtatoos – Delphine. Und daraus habe 
ich mir Schablonen gemacht. Das Schattieren der Delphine 
mit Buntstift hat richtig Spaß gemacht. Ich war selbst begeistert, 
wie die Viecher immer plastischer wurden. 
Dann noch ein paar schimmernde Fische dazu.



Am oberen Rand und auf der Spitze kleben echte Muscheln, 
die unten sogar selbst gesammelt im indischen Ozean 
(glaube ich). Mit Heißkleber hält einfach alles.


Und das Schmirgelpapier ist für alle maritimen Motive 
immernoch unübertroffen.





Kleine Mädchen mögen ja angeblich rosa und Berge von Glitzer. 
Das macht mir immer etwass „Mühe“. Die Farbe der kleinen Tüte 
war nicht zu vermeiden. Aber dann bin ich sofort zu grün und 
weiß geschwenkt. Ich schwöre, in Natura haben die Grüntöne 
zusammengepasst! Diese Fee wird ganz oft in originalgröße 
gebaut. Aber sie ist auf dem Bastelheft vorne drauf und 
natürlich kleiner abgedruckt, und so hab ich gleich auch 
dafür eine Vorlage. Um dem Glitzerbedürfnis entgegen zu 
kommen, habe ich verschieden schimmernde Papiere genommen.

Geschwister-Schultüte

Außerdem ist die Tüte voll mit Blüten. Die stanze ich ganz faul
einfach aus. Und dann kommt ein hinteres Pinselende zum Einsatz. 
Auf einem Stück Moosgummi liegen die Blüten, und dann kreise ich 
mit dem Stielende mit etwas Druck in der Mitte der Blüte. 
Dadurch biegt sich die Blüte ein bisschen rund und sieht mit 
mehreren Lagen schön plastisch aus. 
In die Mitte noch ein Klebebrilli – Kind glücklich.


Die Mail der Mutter nach der Einschulung: Titus wollte wissen, 
ob die Delphine in echt so springen können, 
warum das Krepppapier oben weiß und hellblau ist und 
warum die Spitze innen ausgestopft ist. 
(1. ja – 2. das sind Himmel und Wolken – 
3. damit die Tüte schön stabil rund bleibt). 
nd Freya fand bei einer der großen Tüten ihre Fee wieder, 
weil die Mutter sie in einem meiner Kurse 
für ihre Tochter gebastelt hatte ...


blaue Katzenhochzeit

Ich habe diese Karte ja schonmal in gedeckten Rosa- und 
Bordeauxtönen gemacht. Doch irgendwie schien das nicht 
zu Michaela und ihrer Partnerin zu passen. 
Also habe ich blau gewählt, damit mein einer Chor unserer 
Mitsängerin zur eingetragenen Lebenspartnerschaft 
eine würdige Gratulation schenken kann.

Hochzeitskarte Akkordeonfaltung mit Katzen

Die Karte ist mal wieder eine Akkordeonfaltung. 
Da passt der Stempel gut drauf, und viele Unterschriften passen gut rein.

 
Die Röschen, die oben an der Schaukel sitzen, sind ganz oft 
abgestempelt und dann koloriert in 3D auf der Karte
 verstreut. Klitzekleines Gefummel mit großem Effekt.


Mal sehen, was die beiden heute Abend dazu sagen ...