Montag, 7. Oktober 2013

gepimpte Kellnerblöcke

Jui – der heiße Herbst naht wieder mit riesen Schritten und bringt mit sich Märkte, Messen und Events. Ich zum Beispiel muss diese Woche noch nähen für die nächste Premiere vom Theater. Dann bin ich zwar auch eine knappe Woche in Urlaub. Aber von da fliege ich gleich durch zum Herbst-Kunsthandwerkermarkt im Schenkenkeller und Museum in Michelstadt. 2 Tage verschnaufen. Dann kommen 5 Tage Spielemesse in Essen und erklären, sabbeln, sabbeln, sabbeln …

Wieder zu Hause: Wäsche waschen, eine Predigt schreiben, eine Bach-Kantate singen und Predigt dazu halten. Ja, und an dem Wochenende ist auch noch die Kreativwelt in Wiesbaden. Ideenbörse und „Groschen“grab.

Ich gehe bei der Kreativwelt immer an die Stände, wo es „Make and take“´s gibt, d.h. Ich hock mich hin und bastele was unter Anleitung mehr oder weniger genervter Damen. Genervt nicht, weil die doof wären, sondern weil ich in gewohnter Manier beim Anblick des vorgeschlagenen Projektes mein Gehirn nicht bremsen kann und darum gleich lauter Extrawürste brate. Aber bis jetzt haben es noch alle überlebt.

Jedenfalls habe ich ja letztes Jahr bei so einer Gelegenheit 
einen Kellnerblock gepimpt. Und jetzt bin ich endlich dazu 
gekommen, mich mal der weiteren solchen anzunehmen, 
die seitdem darauf warten.

Notizblöcke mit Stift


Der Linke ist der vom letzten Jahr, etwas schmaler, 
weil ohne Stift innendrin. Das wollte ich ändern. 
Innendrin sieht man übrigens die Maße für das Teil (mit = mit Stift). 
Die Querstreifen aus Resten z.B. waren solche Extrawürste, 
die die Dame aus dem Konzept brachten.



Der Rechte ist also mein diesjähriges Erstlingswerk. 
Dazu habe ich aus dem Testpaket mit den 2012 InColorfarben 
von SU ein Blatt „Mango“ rausgezupft, weil ich die Farbe mal 
probieren wollte. Wuähh – das war mal nix. Also – erst hab ich 
mich totgesucht, um überhaupt ein Designpapier zu finden, das 
dazu passt. Dieses hatte ich eigentlich wegen der sehr schönen 
Rückseite gekauft. Und es enthielt vorne tatsächlich diesen 
Farbton. Irgendwie habe ich mich immer weiter durchgekämpft, 
und irgendwann war mir so ziemlich alles egal. Ganz ehrlich – 
gibt’s jemand, der dieses Ding schön findet? Ich glaube, meiner 
Schwester könnte es gefallen …
Immerhin habe ich ein paar selbst gemachte Papierknöpfe 
untergebracht und das neue 6eck-Set von SU eingeweiht.






Und dann habe ich mich schleunigst Schönerem zugewandt. 
Kontrastprogramm: rosa-rote Nikolaussocken!


 
Außer dem Stift innendrin habe ich noch eine Neuerung, 
die mir wichtig schien: ich habe solche kleinen Eckenverstärker 
aus buntem Blech aus den Tiefen meines Kellers gekramt. 
Ich konnte bisher nie was damit anfangen, aber hier sind sie 
genau richtig, denn was nutzt ein Notizbuch, das sofort 
zerfleddert??? Jetzt sind die exponierten Ecken sehr stabil. 
Langsam kam ich auch drauf, in welcher Reihenfolge ich 
Eckenschoner, Matten, Deckseiten, Magnete, Bänder, Nieten, 
Brads und Gummis anbringen musste, damit ich nicht dauernd 
wieder was runterpulen musste. Hier habe ich jedenfalls 
weihnachtliche Bänder um die Hüllen gezogen und jeweils eine 
Blechsocke als Brad dran“gehängt“.


Aber besonders gefällt mir das Innenleben. 
Sieht diese Mütze da nicht klasse aus? 
Und ganz innen dann nochmal die Socken.



Jetzt war ich wieder glücklich und bereit, es mal in 
Vintage zu probieren. Beige-braune Töne mit schön 
schnörkeligem Designpapier.


Bei dem Linken habe ich ein Samtband gewählt. 
Und dann habe ich den Schlüssel oben auf dem Papier entdeckt, 
da musste natürlich ein entsprechendes Brad dran. Im Gegensatz 
zu all den anderen schlichten Blocks habe ich hier einen 
verarbeitet, den ich selbst geschenkt bekommen habe. 
Der passte - auch vom Text her - einfach rundum gut dazu.


 

Beim rechten Block habe ich mich dann mal für Glitzer 
entschieden. Schrille Brads aus einem Gesamtpaket, 
von denen ich dachte: die verarbeitest Du nie!!! 
Und siehe da – mit der gold schimmernden Matte zusammen 
sieht es schick aus. Innendrin kommt dann nur noch ein 
schlicht schimmerndes Brad.





Jetzt wieder modern. Ich liebe dieses lila-grüne Papier 
von Bo Bunny, obwohl es nebeneinander Giftgrün und Petrol 
enthält. Aber in so feinen Streifen kann ich es ertragen. 
Und mit dem Grundton Aubergine sowieso.


Beim Linken sind außen die Punkte gelandet, und ich habe 
mich mal wieder verführen lassen, diese großen Nieten zu 
verarbeiten. Wie immer bin ich unzufrieden, die sehen so 
zerquetscht aus …
Das Blümchen innen sitzt dafür sehr schön auf dem lila 
Tupfengrund. Und wenn der Block dann ganz aufgeklappt ist, 
sieht man das Spiel mit Längs- und Querstreifen.


 

Beim zweiten Block dieses Bildes habe ich mal nach meinem 
Seil mit Washi-Tapes gegriffen. Wenn schon dieser Farbenmix, 
dann wolln wir doch mal sehen … Also fleißig gerissen und 
geklebt, wieder die 6eck-Stempel dazu.


Und jetzt habe ich doch endlich auch verstanden, warum die 
fertigen Blöcke rechts SO viel dicker sind als links. Natürlich 
tragen auch die Minimagnete ein bisschen auf. Aber die Stifte 
sind eigentlich nicht zu dick. Warum also? Weil ich sowohl die 
Magnete als auch das Gummi immer schön mittig angesetzt 
habe! Und Magnete plus Stift plus Gummi ist eben doch viel mehr 
als die Dicke vom Block. Blöd. Ab diesem Block habe ich also die 
Gummischlaufe für den Stift einfach ins obere Drittel gesetzt. 
Und schon ist das Ganze nicht mehr so dick.


Als ich so 15 war, habe ich für ein paar Jahre Bleistifte 
gesammelt. Ich habe heute noch die Holzkiste, in der sich 
vom Stummel von der Straße bis zu ganzen Serien von 
Designerstiften so etwa 150 Exemplare tummeln. Die werden 
jetzt alle verbraten. Dieser z.B. ist aus einer Serie, 
wo die es irgendwie geschafft haben, das Holz zu beduften. 
Und also riecht dieser Block jetzt nach frisch gespitzter Melone …




Und last but not least wird es nochmnal weihnachtlich, 
diesmal aus einem Block mit gedeckten Farben und 
klassischen Designs. Einmal roter Karton, einmal grüner, 
dazu goldene Matte, Ecken und Sterne. Passt.


Beim Linken ist nur der Stern innendrin vielleicht ein bisschen 
dick. Deshalb habe ich das beim Rechten flacher gehalten. 
Ansonsten schlicht.


 

Und es liegen noch ein paar Blocks da und warten auf mich. 
Aber jetzt ists erstmal gut.


Mein Mann wollte von mir wissen, wer denn heute im digitalen 
Zeitalter noch einen Notizblock benutzt („Hast Du denn mal 
den Markt für sowas gecheckt?“). Und ich möchte sehr gerne 
von Dir wissen, welcher Block Dir am besten gefällt. Und ob Du 
selbst sowas benutzt …

Danke fürs Schauen!

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