Montag, 7. April 2014

österliche Schoki-Tunnel

Das ist aber wirklich der letzte Post für heute. Ich muss ja noch 
zeigen, was ich bei dem Markt in der Anhäuser Mühle so vor mich 
hin gewerkelt habe, wenn die Leute grade keine Apfelringe in 
Schokolade probieren wollten.

Ich hatte mir einen ganzen Haufen Streifen für kleine Schoki-
Tunnel zurecht geschnitten und die Tüten mit den Scrappapier-
resten eingepackt. Ein paar Schmetti-Stanzer dazu – und los.

Gleich zeige ich auch, wie ich die Dinger mache. 
Aber erstmal ein paar Beispiele:


Und so geht’s:


1. Schritt: Teile zuschneiden

Ich brauche einen Streifen Karton (nicht zu dünn) von 5 x 20,5 cm. Dazu 2 Stücke des selben Materials von 5 x 3,8 cm. Außerdem brauche ich einen Streifen auseinander geschnittener Prospekthülle (o.a. Ganz dünne durchsichtige Folie) und ganz schmales Tacky- tape oder anderes beidseitiges Klebeband. Dazu Scrap-papierreste – jawoll, wir können mal wieder Reste verwerten!



2.Schritt: Teile vorbereiten

Der lange Streifen wird gefalzt bei 3/8“ - 2“ - dann um eine halbe Rille verschoben und direkt daneben gefalzt, so dass ein Abstand von 1/16“ entsteht. Von da aus (!) 1 5/8“ weiter die nächste Falz und dann am Ende bei 7,5“ Es klingt viel komplizierter, als es ist! Einfach machen … Das komische 1/16"dient dazu, dass der Schiebemechanismus nicht klemmt, er soll ein bisschen Spiel haben. (ich hab vergessen, den Streifen ohne Folie zu knipsen, denk sie Dir weg ...)


Von den kleinen Teilen wird eines an einer Schmalseite an den Ecken abgerundet, an der Seite ein Loch gestanzt, ein Eyelet rein, ein Bändchen durch. Und auf das Teil wird mittendruff noch ein Minigruß gestempelt.




3. Schritt: die Montage

Das ist der Schritt, bei dem man ein bisschen aufpassen muss. Das erste Element unseres Streifens ist die Klebelasche innen. Das zweite Element bekommt nun mit einer tag-Stanze o.a. auf beiden Seiten eine Kerbe. Und um diese Kerben klebe ich den Streifen Prospekthülle mit einem Streifchen Klebeband und schiebe es ganz an die eine Seite.


Jetzt einfach mal zurecht knicken und die lange Strecke 
über den Finger rund ziehen nach diesem Muster.


Als nächstes klebe ich 2 weitere Streifchen Klebeband an die Folie, eines von oben, eines von unten. Auf den nächsten beiden Bildern siehst Du, wo. Das kann man schlecht beschreiben, etwa so: der Kartonstreifen hat ja eine rechte und eine linke Kante. Der eine Klebestreifen kommt an die eine Seite von oben, der andere an die andere Seite von unten. Wenn Du Deinen Streifen vorbereitet hast, kannst Du ihn Dir wie auf diesen Bildern zurecht legen und bekleben. Das kriegst Du schon hin.



Nächste Stolperfalle: das Ankleben der beiden kleinen Pappen. An der einen, unteren Pappe wird das Ganze am Schluss rausgezogen, auf der anderen, oberen klebt dann die Schoki. Auf diesem Bild siehst Du, wie – im Verhältnis zu den beiden Klebestreifen - Du Dir die beiden Pappen zurecht legen musst. Dann ankleben, ohne dazwischen die Folie zu verschieben.


Wenn Du jetzt an der einen Pappe ziehst, müsste die andere mit rauskommen, weil die Folie immer beides transportiert. Geklappt? Dann wieder reinschieben und zukleben das Ganze.

Dazu legst Du wie auf den vorherigen Bildern zu sehen, den Streifen unter der Bänderpappe durch und drüben hoch. Die erste Lasche wird dort an die Tunnelwand geklebt und schließt so die Bodenkonstruktion. Lass dabei genug Spiel für den Folienzug. Dann den ganzen Tunnel oben rum und die Lasche am anderen Ende unter den Tunnelboden geklebt. Fertig!


4. Schritt: Verzieren und Füllen

Der Rest ist nur noch Kür. Du schnappst Dir farblich passende Scrappapierreste und dekorierst den Tunnel von außen. Ich habe hier immer einfach einen Streifen drüber gelegt und dann ein paar Schmettis oder ein Herz oder … ausgestanzt und aufgesetzt. 



Dann ziehst du den Tunnel raus und klebst auf die obere, leere Pappe irgendeine Schoki drauf. Die Maße passen für alle Ferrero-Kugeln, -Kirschen und Co. Und zur Zeit natürlich für die Schoko-Minis aus der Osterecke von „Feinkost Albrecht“ …


Wenn mans einmal kapiert hat und sich bei der Montage nicht verfranzt, geht das ganz schnell auch in größeren Mengen zu machen und ist als Mitbringsel oder als Pieps beim Basteltreffen oder als Tischdeko bestimmt ein Hinkucker.

Ich hoffe, Du konntest alles verstehen und nachbasteln. Wenn nicht: Fragen! Ich antworte gerne. Wenn Du die Anleitung weiter gibst, vergiss bitte nicht, zu meinem Post zu verlinken bzw. auf mich und mein Blog hinzuweisen. Ich selbst habe diese Machart gelernt von Bamas, die in dieser Machart eine Karte zeigt. Danke Dir für die zauberhafte Idee!

1 Kommentar:

theras kartenblog hat gesagt…

Super! Ich bin begeistert von deinen Schoko-Tunnels! Ganz tolle Werke sind dir gelungen.
LG Ilse (thera)