Sonntag, 27. Juli 2014

Schultüten - der 4. Termin 2014

Der 4. Kurstermin ist nun auch rum. Es war ein sehr gemischtes 
Programm: Pferde, Einhorn, Fußballer, Roboter, Ninjago, Fee und 
ein Drachen klebten am Ende auf den Schultüten. Und ich will 
wieder zeigen, was für schöne Tüten da entstanden sind.


Die Pferde in den Bastelbüchern finden die meisten ziemlich 
scheußlich. Darum haben sich die beiden Freundinnen große 
Sticker von Pferden im Laden geschnappt und abgemalt und so 
3 tolle Pferde gebastelt, die sich hinter dem Zaun auf der bunten 
Blumenwiese tummeln. Die Sonne wurde aus dem blauen Filz 
einfach ausgeschnitten und das Pompom-Band als Wolken dazu 
zu geklebt, das fand ich auch eine klasse Idee.



Wichtig war den beiden Damen der Materialmix, darum 
sind diese Blumen aus Papier gestanzt und mit einem 
Mini-Pompom in der Mitte.



Nicht irgend ein Ninja – nein – ganz bestimmte Ninjago-Figuren 
sollten es sein. Also hat sich Muttern Bilder davon im Netz gesucht 
und dann daraus diese Figuren gemacht. Und die große Schwester 
des Schulkindes hat auch mitgeholfen. Da die Figuren noch ein 
bisschen seltsam auf der Tüte schweben, haben wir überlegt, dass 
sie zu Hause noch ein paar kleinere Legoteile auf der Tüte 
verteilen wird. Denn Ninjago ist ja von Lego.

Ninjago-Schultüte




Nach der letzten Weltmeisterschaft habe ich bei jedem Abend 
mindestens 2 Fußballer-Tüten gehabt. Diese war in diesem Jahr 
erst die zweite – und auch nicht mit dem Trikot der deutschen 
Mannschaft sondern mit dem der Darmstädter Lilien. 

Fußball-Schultüte


Nach dem Bild in einem Buch entstand „frei Schnauze“ 
dieser Roboter. Ein bedrohlicher Kerl, dem ich nicht im Dunkeln 
begegnen möchte ...




Schon oft ist diese Fee gebastelt worden. Es macht immer wieder 
Spaß zu sehen, wie aus dem Spiel mit verschiedenen Papieren im 
Kleid eine völlig neue Figur entsteht. Besonders schön ist die zarte 
Bemalung von Gesicht und Haaren gelungen.

Prinzessin-Schultüte



Bei diesem gefährlichen Drachen gefällt mir besonders das Spiel 
mit den Farben rot, blau, grün. Auch wenn ich jedesmal wieder 
überlegen muss, wo eigentlich der Flügel ansetzt …

Drachen-Schuktüte



Und das Einhorn (Oder Pegasus? Oder beides?). Auch diese Vorlage 
ist neu. Und mit den schimmernden Papieren und der Mähne aus 
Filz sieht es ganz großartig aus. Ich habe zum ersten Mal aus 
Versehen im Schwung das längere weiße Krepppapier zuerst 
angeklebt. Blöd, also musste das türkise Papier dann von draußen 
dran, damit diese Stufe entstehen konnte. Aber die Teilnehmerin 
konnte damit leben und hat sich das blaue Band ausgesucht, 
um die Kante zu verdecken. Uns gefiel es dann ganz gut so.

Einhorn-Schultüte



Es wurde an dem Abend noch eine weitere Tüte gebaut, die aber 
leider nicht fertig wurde. Deshalb kann ich sie hier nicht zeigen.

Es war ein langer Abend, aber es waren mehrere „Wiederholungs-
täter“ da, die sich auch gleich fürs nächste Jahr wieder 
angekündigt haben. Ich freu mich drauf!


Dienstag, 22. Juli 2014

PopUp-Box-Karte zur Hochzeit

Die aktuelle SI im Stempelhühnerhof hat das Thema 
„Popup-Box-Karte“. Da ich immer auf der Jagd nach 
tollen Ideen bin, habe ich die Kartenform natürlich auch 
im Netz schon erspäht gehabt. Aber nun hatte ich auch 
den Anlass, das Projekt nicht auf die lange Bank zu 
schieben. Außerdem ist unter den vielen Anleitungen, die 
es schon im Netz zu finden gibt, die vom Stempeleinmaleins
die Cado hier verlinkt hat, besonders aussagekräftig.
Ich wusste auch sehr schnell, welche Stempel ich verwenden 
würde. Denn ich finde, dass sich die Tiefenwirkung der Ebenen 
besonders gut für Szenen eignen würde.

Aber von vorne: die Karte ist fast A5 groß und im flachen 
Zustand eher unscheinbar.


Aber wenn man sie dann in die Hand nimmt und ein bisschen 
am unteren Teil des Korpus schiebt, dann faltet sich die Karte 
auf und die Flügel fallen runter: 


Zum Vorschein kommt eine kleine Szene in mehreren 
Ebenen hintereinander:

Popup-Boxkarte zur Hochzeit

Das Geheimnis liegt darin, dass die Elemente der Szene an 
kleinen Querstreifen in der Box befestigt sind. Das erkennt 
man am besten von unten:



Hier sieht man die einzelnen Elemente an den Streifen. Fahrrad 
und Zaun sind relativ dicht beieinander, weil das Rad ja 
sozusagen am Zaun lehnt. Damit man den Zaun noch erkennt, 
habe ich ihn an einen Folienstreifen und damit etwas höher 
angeklebt. Weil es eine Hochzeitskarte ist, sitzen auf dem Zaun 
noch 2 Vögelchen.
Etwas näher am Haus sind die Blumenbeete. Und das Haus selbst 
und noch mehr Blumen sind mit Abstandsklebeband auf die 
Rückseite geklebt. 


Schreiben kann man auf der Rückseite der Karte. Und hier 
sieht man auch, warum die 4. Seite nicht runterklappt. 
1. habe ich hier den Falz nicht durchgezogen. 2. Sind die 
Papiere auf der Vorderseite überlappend geklebt und 
stabilisieren. Aber vor allem 3. ist das Schreibfeld auf der 
Rückseite gemattet und in der Gesamtgröße der Karte. 
Und so steht es richtig fest und aufrecht.


Die herunter gefallenen Flügel sind noch mit ein paar 
winzigen passenden Papierblüten geschmückt, und natürlich 
mit den Gratulationsworten. Und alle Blüten haben winzige 
Perlchen in der Mitte.


 Es hat richtig Spaß gemacht, zu sehen, 
wie meine Idee Gesalt annimmt.

Set aus Karte und Lesezeichen

Schon vor 2 Monaten hatte ich Geburtstag. Meine Lieblings-
patentante schenkte mir all die Jahre ein Buch mit einem 
sogenannten „Längsgefalteten“ drin. Dieses Jahr kam „nur“
der Längsgefaltete – ich vermute, dass ihre Knie langsam 
streiken und Ausflüge in die Stadt zur Buchhandlung zu 
mühsam sind. Also habe ich ihr nun mit dem, was ich mir dafür 
gekauft habe, etwas gebastelt, damit sie eine Vorstellung 
hat, wo ihr Längsgefalteter gelandet ist - eine Karte und 
ein Lesezeichen.


In irgendeinem Shop war nämlich ein günstiges Schneidebrett 
noch günstiger im Angebot. Und da ich schon lange mit der 
Idee geliebäugelt hatte, saubere Innenschnitte machen zu 
können ohne das Gehampel mit Lineal, Bleistift, Cutter und 
Co., habe ich mir das nun zugelegt.
Als erstes kamen 2 gleiche Streifen Craft, zum tag gestanzt 
mit der tag-Stanze von SU. Und dann habe ich in eins der 
beiden die 3 Schlitze geschnitten. 


Ein PostIt eingeschoben, die Lasche weiß gewischt. Darauf 
 den Bücherstapel der Stempelschmiede gestempelt und 
mit Tombows koloriert. 


Dann habe ich die beiden Teile einfach aneinander geklebt. 
Schließlich das Band durchgezogen und mit einem Faden 
zusammen gebunden. Das hält gut, gibt aber nicht so einen 
fetten Knoten wie mit dem Band direkt. Dabei habe ich das 
eine Ende des Bandes direkt hinter dem Steg gedreht, 
damit das Muster vorne erscheint.


Als nächstes kam eine Karte dazu. Die wollte ich im selben 
Grundton haben. Aber was drauf? Da fiel mir beim Suchen 
mein Harlekin nebst fertiger Maske in die Finger. Also habe 
ich den Harlekin gestempelt, die Maske drauf und dann 
drüber gewischt. 



Das hat einen wunderbaren Rand und einen toll schwebenden 
Effekt ergeben. Und kolorieren musste ich den Harlekin auf 
die Weise auch nicht.


Gesehen habe ich diese Art Lesezeichen bei AnnasArt.
Am Schluss habe ich noch einen schön langen Brief 
geschrieben – und ab in den Kasten.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Zick-Zack-Wasserfall zur Hochzeit

Diese Zickzack-Wasserfall-Karte ist eine Auftragsarbeit 
einer Chorfreundin. Am Samstag heiraten Freunde, die 
Katzenliebhaber sind. Und eben Freunde, denen man schon 
was Besonderes schenken möchte. Also hat die Auftraggeberin 
sich für diese Form entschieden:


Wenn man die Karte aufklappt, kommt der irische Segen 
zum Vorschein. Rechts sieht man den grünen Umschlag für 
ein Geldgeschenk rauskucken (den habe ich nicht
festgeklebt, falls sie ihn nicht braucht):


Und wenn man dann die Deckel auseinander zieht, klappert es 
ganz laut, weil da doch ziemlich viel Karton verarbeitet ist:


Zickzack-Wasserfallkarte zur Hochzeit

Der Text passte nur rein, weil ich einen Zacken mehr gearbeitet 
habe als sonst:     * HERZlichen * GLÜCKwunsch * Zur HOCHzeit *
Die Herzchen (stapeln macht Spaß):


Und die Ringe, die für die HOCHzeit stehen mit
2 Kreisstanzern gearbeitet:


Dazu draußen und drinnen die kleinen Papierröschen. Langsam 
gehen mir die grünen Papierblumen aus, die sich so super als 
Kelchblätter eignen. Meistens kriegt man die Blumen in bunten 
Mischungen. Ich hab die Shops rauf und runter gesucht und 
keine nur grünen Blumen gefunden. Wenn jemand einen Tipp hat …


Beim Stempelabdruck sind ja oben an der Schaukel auch 
Röschen. Die stempele ich immer noch ein paarmal ab und 
setze sie in 3D auf:


Unter dem Frontbild entlang laufen die Bänder. Es macht richtig 
Spaß, verschiedene Bänder zum Farbschema zu finden. Hier ganz 
breiter orangener Chiffon, kräftig grün und ziemlich dick das 
Rippband und dazu zarte Klöppelspitze in Creme:


Der Schenkerin gefällt die Karte schonmal. Mal sehen, 
was das Brautpaar dazu sagt ...

Wer die Karte nacharbeiten will: die Anleitung
ist hier. Und ich freue mich dann, wenn Du Dein Werk hier 
verlinkst und auf meinen Workshop aufmerksam machst.

Taufkerze für Serafine

Freunde aus der Gemeinde haben grade Taufe gefeiert. Ihre 
6-jährige Tochter hatte sich sogar selbst den Spruch ausgesucht: 

„Du bist die Quelle des Lebens, 
in Deinem Lichte sehen wir das Licht“ 
Ps.36,9 

Und ich durfte die Taufkerze gestalten. 
Das hat mich besonders gefreut.

Taufkerze zu Ps.36,9

Sie ist relativ ähnlich wie die meiner Tochter geworden. 
Aber irgendwie habe ich in letzter Zeit so viel Lust zu 
matschen, und so ist sie doch ganz anders. Die Grundkerze 
ist knatschegelb. Darauf habe ich, um die helle Mitte 
rauszuarbeiten, mit orange, rot, dunkelrot und schwarz den 
Rahmen mit Flüssigwachs rumgeschmiert.

Das Motiv ist dann aus dem Text entstanden: Die Quelle 
des Lebens brauchte einen Ursprung zum Losfließen – 
der Felsen. Und das Licht strahlt aus und erhellt das Land. 
Das „Ich“, das da aus Wasser und Licht heraus leben kann, 
ist die Pflanze, die an der Quelle wächst und blüht. Die Sonne 
hat Strahlen, damit das Licht sich ausbreiten kann.
Der Felsen ist übrigens aus diversen Resten von Wachsplatten
zusammen geknetet. Die Sonne ist eine Mischung aus weiß
und gold in Flüssigfarben, die Strahlen weiß. 


Anfangs habe ich das „in deinem Licht sehen wir das Licht“ 
sehr wörtlich genommen und überlegt, wie ich Licht im Licht 
machen soll, bis mir klar wurde: in dem, was wir von Gott 
bekommen, liegt das verborgen, was wir zum Leben brauchen. 
Es gibt ja auch funzelige, grelle, trügerische, Irrlichter. Die 
sind hier nicht gemeint – gemeint ist eben das Licht, das von 
Gott kommt. Das beständig Klarheit und Verlässlichkeit und 
Liebe in unser Leben bringen will.

Serafine hat jedenfalls gestrahlt, als ich ihr die Kerze 
brachte und erklärte.

Sonntag, 13. Juli 2014

7 Schultüten, eine schöner als die andere!

Der dritte Schultüten-Termin dieses Jahres ist vorbei, und 7 stolze 
Mütter sind mit ihren Schultüten zur Tür rausmarschiert. Natürlich 
habe ich sie alle geknipst, damit ich sie hier zeigen kann.

Ich fange mal gleich an mit den beiden Feen. 2 befreundete 
Mütter haben sich auch dasselbe Motiv rausgesucht und fröhlich 
los gewerkelt. 

Elfen-Schultüte

 Tüte Nr.1 ist ganz in pink-lila gehalten.


Tüte Nr.2 hat zum Pink noch die blau-türkise Note bekommen. 

Prinzessin-Schultüte

Rosa Perlchen auf Schuhen, Nase und Hut, 
auch als Perlenkette.


Allerdings waren die Vorgaben der Tochter eigentlich: Fee, Einhorn 
und Regenbogen. Das Einhorn passe beim Besten Willen nicht neben 
die üppige Fee. Aber für den Regenbogen haben wir eine Lösung 
gefunden: wir haben viele schmale Bänder in allen Regenbogen-
farben genommen.


Und nur durch die unterschiedlichen Papiere sehen die 
beiden Tüten ganz unterschiedlich aus.


Dieser Drachen ist neu bei meinen Vorlagen eingezogen. Die 
Mutter stand spontan in der Tür, war nicht angemeldet. Sie hat 
aber zügig losgebastelt, und so passte es dann wunderbar. 
Sie selbst fand ihre Bastelkünste nicht so gut, aber wir anderen 
waren alle ganz begeistert. 
 
Ritter-Schultüte

Allein die Farbkombination blau-grün ist etwas Besonderes. 
Und der schimmernde Drachen wirkt einfach toll.



Ein Hubschrauber sollte es sein. 

Hubschrauber-Schultüte

Und auf Nachfrage genauer ein roter Feuerwehrhubschrauber. 
Aus einer ganz einfachen Strichzeichung wurde dieser 
wirkungsvolle Flieger.


An dieser Tüte sieht man sehr schön die „Schichten“einteilung, 
die dieses Jahr so angesagt ist. Die Mutter hat sich ein Päckchen 
mit schmalen Bändern geschnappt und damit die Unterteilungen 
gemacht. 


Dazu eine Reihe Wolken,eine Reihe Vögel,
eine Reihe Sterne, was man am Himmel so findet …



Diese Mutter dagegen hat sich bewusst gegen jede Symmetrie 
oder Einteilung entschieden. Die Tochter wollte es gern 
kitschig-pink, die Mutter eigentlich nicht. Und das ist dabei 
rausgekommen:

bunte Blumen-Glitzer-Schultüte

ein florales Feuerwerk in dunkelblau, packpapierfarben, 
neon-gelb, neon-pink mit bernsteinfarbenen Glitzies auf pinker 
Tüte mit Neonbändern, einfach wie hingestreute Blumen. Den Namen 
hat sie mit Bleistift vorgeschrieben und dann geduldig die Glitzies 
draufgeklebt. Diese Tüte ist mit Sicherheit einmalig. Mir gefällt 
besonders die gelungene „Nicht-Aufteilung“, das ist nämlich gar 
nicht so einfach.



Was hatten wir noch? Das Rennauto. Und zwar bitte kein 
kindliches. Wir haben eine Weile gebraucht, bis wir erkennen 
konnten, wo bei der Vorlage was ist. Aber jetzt auf dem Bild 
ist der Ferrari gut zuerkennen.

Rennfahrer-Schultüte

Der Flitzer saust über die Straße, im oberen Segment 
werden grade die Rennfahnen geschwungen.


Und hinter dem Flitzer sieht man, wie blitzeschnell er ist.



Ein Scoutranzen mit Seepferdchen hat bei der letzten Tüte 
Pate gestanden. Wenn die Tüte zum Ranzen passen soll, lasse 
ich mir immer einen Link geben. Und dann mache ich aus 
irgendeinem brauchbaren Bild die Vorlagen.

Seepferdchen-Schultüte

Die Seepferdchen sind auf dem Ranzen tatsächlich dreifarbig. 
Und so hat sich die Mutter auch die Mühe gemacht, ganz, ganz 
viele Seepferdchenbögen zu schneiden. Die unterste Lage ist 
ganz zart aus Transparentpapier.


Drumrum schweben lauter Seesterne und Muscheln und liegen 
auf dem Meeresgrund. Für maritime Tüten nehme ich immer 
Schmirgelpapier als Tütenspitze. Sparsame klare „Brillies“ 
setzen noch zauberhafte Akzente.


Es war ein langer, aber erfüllender Abend mit tollen Ergebnissen. 
Die Damen haben es unendlich genossen, durch den Laden zu 
streifen und aus den Vollen schöpfen zu können. Und am Schluss 
haben sie mir alle aufgezählt, wann ihre nächsten Kinder 
eingeschult werden ...