Samstag, 16. Januar 2016

Opernkarten zum 50. Geburtstag

Unsere Tochter hat am selben Tag Geburtstag wie eine gute 
Freundin. Damals waren wir zum Brunch eingeladen, und 
ziemlich genau im richtigen Moment soll sie uns vermisst haben 
mit den Worten:“Na, die werden doch nicht jetzt grade ...“

Doch - hatten sie. Seitdem teilt sich unsere Tochter eine ihrer 
besten Freundinnen immer mit der auch feiernden Mutter. Und 
letzten Sommer kam die klare Ansage:“Und dass das klar ist. 
Nächstes Jahr werde ich 50, der Samstag danach gehört mir!“ 
Was natürlich verständlich ist. (Blöd wird’s, wenn die eine 40 und 
die andere 75 wird …)

Geburtstag hatten sie nun beide letzte Woche. Unsere Tochter 
mit u.a. der anderen Tochter hat einen fröhlichen Nachmittag 
mit lauter Musik, jeder Menge guter Laune und einem Cakapop-
Bereiter verbracht. Das Ergebnis bekommt heute das andere 
Geburtstagskind:

große 50 aus Cakepops

Wobei die 5 unten etwas kurz geraten ist, weil ich erst die 
Cakepops gezählt und dann die Löcher gebohrt habe. Derweil 
hat mein Mann von meiner Tochter die Erlaubnis bekommen, 
eins an jemand anderen zu verschenken … In das Loch kommen 
gleich noch Wunderkerzen.

Weil Erwachsene in unserem Alter chronisch gestresst und mit 
Terminen zugeschüttet sind, hat sie sich von uns eine gemeinsame 
Unternehmung gewünscht. Sie bekommt (für uns alle) Opernkarten, 
die in einer Ziehverpackung gelandet sind.


Seit ein paar Jahren gibt es bei „Feinkost Albrecht“ vor 
Weihnachten Marzipanpralinen mit einer Walnuss obendrauf. 
Die stecken in einer Schachtel mit großer Banderole. Und ich 
dachte schon immer: das eignet sich für eine Ziehverpackung. 
Dachte ich …

Ich hab sie dann auch schön verbastelt, Folie an die Unterseite, 
Karte drunter, Einschub drauf. Farblich passende Bauchbinde 
drum und schön gestaltet. Opernkarten rein, Karte noch 
beschreiben. Fertig!


Aber dummerweise ist der Karton der Originalverpackung nicht 
stark genug, um dem Zug der Folie standzuhalten. Beim 2. Raus-
ziehen hat die Folie einfach die Pappe der Unterseite komplett 
eingerissen und mitgezogen. Also alles wieder runtertüdeln und 
eine eigene stärkere Banderole bauen. Die ist nun aus Fotokarton 
und hält hoffentlich. Hier sieht man durch die Spielgelung die Folie 
ein bisschen. Hier die Anleitung für den Mechanismus.


Die Freundin mag die warmen Töne, und so habe ich 3 Mi Teintes-
Töne mit Taupé von SU kombiniert. Die Stempelei habe ich so grade 
im Forum gesehen: Ich habe erst mit weiß gestempelt und dann den 
Stempel mit Tombow-Stiften eingefärbt und nochmal drüber 
gestempelt. Der Versatz der Abdrücke ist dabei durchaus gewollt, 
es verleiht etwas Tiefe. 

Ziehverpackung für Opernkarten

Weil bei dem weißen Abdruck dummerweise in den großen Zwischen-
räumen des Stempels auch Farbe aufs Papier gekommen ist, habe 
ich dann noch großzügig mit Brillies und Perlen „gekleckert“. Und 
bin dann mit dem Ergebnis trotz diverser Pannen und Umwege 
sehr zufrieden.

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