Montag, 28. März 2016

Tischdeko für einen runden Geburtstag

Ein lieber Nachbar von uns ist 50 geworden. Er hat beschlossen,
 groß zu feiern. Ebenso entschlossen war er, keine Geschenke zu 
bekommen. Also hat er sich von seinen Gästen gewünscht, dass sie 
ihm die Tische (13) schmücken als Geschenk. Jeden Tisch anders.
Bei so einer Aufgabe bin ich ja in meinem Element. Ich habe 
sofort zugesagt, die Kindertische (5) zu schmücken. Und einzu-
springen, falls er die anderen Tische nicht alle unterkriegt. 
Eine Woche vorher kam er dann, er hätte tatsächlich noch 2 
Erwachsenentische übrig …


Die Kindertische waren Partygarnituren mit 
weißen Papiertischdecken. 

Tischdeko für Kinder

Ich habe Miniwindräder, Seifenblasen, Buntstifte, Strohhalme und 
bunte Servietten besorgt. Die Windrädchen standen in Vogelsand.


Mit kleinen Weinproben- und Teelichtgläschen konnte ich alles 
gut auf den Tischen verteilen. 


Damit die Kinder sehen, dass sie auf den Tischtüchern malen 
dürfen, habe ich einfach die Gedecke auf das Papier gemalt. 
Dazu habe ich 50 kleine Körbchen gebastelt und mit Vogelfutter 
(vom Winter übrig geblieben) und keinen Schokolädchen gefüllt.



Für die Erwachsenentische hatte ich 2 Themen gewählt, 
zu denen ich schon (noch) Material hatte. Das erste 
war der maritime Tisch. 

Tischdeko maritim

Blassgrüne Tapete bildete die Grundlage, in die Mitte kam dann 
ein dicker Streifen Vogelsand. 2 Kerzenleuchter in Leuchtturmform 
wurden „eingegraben“, die Servietten zeigten auch Leuchttürme.


In den Sand habe ich dann ein paar Steine und einige 
richtig große schöne Muscheln gelegt. 


Das I-Tüpfelchen waren dann Perlen, die ich einfach noch 
in den Sand geworfen habe. 


Auf jedem Platz stand eine kleine Willkommensschachtel 
mit einem Rafaello drin.



Der andere Tisch war sicher ungewöhnlich, ich habe ihn mit z.Tl. 
richtig ausgefransten Jeansstoffen belegt. 

Tischdeko mit Jeans

Darauf und darum habe ich verschiedene Bänder gelegt 
und gewickelt, ein grobes Juteband längs ein paar Spitzen 
kreuz und quer und ein ganz langes rustikales um alle 
drumrum gewickelt. 


Hier gab es Jeansservietten und auch solche 
Willkommensschachteln, mit einem Rocher.


Auf dem Tisch standen noch 2 Kerzen in Gläschen und eine 
Hand voll Perlen lag auch hier in der Mitte, weil ich grade 
so im Schwung war.



Da ich selbst an dem Abend MEIN Geburtstagsgeschenk vom 
letzten Jahr eingelöst habe – ein Konzertbesuch in Mannheim -, 
war ich gar nicht dabei und konnte keine Reaktionen einfangen. 
Aber das hatte auch den Vorteil, dass mein Mann nachts dann 
die Deko wieder einsammeln musste. Ich musste nur noch alles 
zurück in die Kisten räumen.

Allerdings waren die meisten Körbchen von den Kindertischen 
stehen geblieben. Also haben wir uns für Ostern eine Recycling-
möglichkeit ausgedacht. Sonst habe ich immer in der Osternacht 
allen Nachbarn Schokolädchen auf den Briefkasten gelegt. 
Diesmal haben wir am Karsamstag als ganze Familie eine 
Menge Eier gefärbt, damit die Körbchen gefüllt und diese vor 
die Haustüren gestellt.


Da die meisten bei der Feier waren, wissen sie zwar, woher die 
Körbchen sind. Aber in diesem Fallle verbietet sich das 
Zurückgeben natürlich ...

Die Körbchen herzustellen, war etwas Friemelarbeit, aber vielleicht 
verdeutlicht das folgende Bild der geübten Bastlerin die Bauart:


Da es sich im Grunde um ein in 9 Flächen geteiltes 
Quadrat handelt, lässt sich das Körbchen in jeder 
beliebigen Größe nachbauen.

ATC-Tausch mit Monatsthemen

Auch in diesem Jahr gibt es im Stempelchickenhof wieder den 
monatlichen ATC-Tausch. Jedes Monats-ATC soll EIN passendes
 Motiv und irgendwo und irgendwie den Monatsnamen zeigen. 
Ich habe mir noch die zusätzliche Auflage gemacht, dass 
jeder Monat sich in EINER Farbe bewegt.

Und dann habe ich gleich losgelegt. Bereits verschickt wurden 
die Monate Januar bis März. Die kann ich zeigen. Aber 
nachdem ich mir mein Farbschema ausgetüftelt hatte, hat es 
so gerappelt, dass der April, Juli und September auch schon 
fertig, der Mai fast fertig und der Juni, August und Oktober 
geplant sind.

Der Januar ist dunkelblau mit hologramm-embossten 
Schneekristallen.


Der Februar ist faschingslila regenbogen-embosst 
mit Seifenblasen.


Der März ist zartgrün mit Tulpe.


Es hat total Spaß gemacht, so einen Lauf zu haben.


Freitag, 25. März 2016

Osterketting im Stempelchickenhof

Nun muss ich aber doch mal vor lauter Pocket Letter was 
anderes dazwischen schieben. Im Stempelchickenhof gab 
es ein Osterketting. Und mein Wichtelkind Annel - eine ganz 
liebe, sehr Kreative – hat von mir diese Karte bekommen:

Osterkarte mit geheimem Auszug

Ich habe gleich zwei davon gemacht. So konnte ich sie mit 
verstecktem und mit rausgezogenem Spruch gleichzeitig 
knipsen. Der Clou ist nämlich, dass man an der Schnur ziehen 
kann und dabei die Ostergrüße zum Vorschein kommen.

Annel hat sich sehr gefreut, und mir hat die Werkelei 
viel Spaß gemacht.


Pocket Letter mit Überraschungsthema

Und der nächste Pocket Letter ist mir vom Basteltisch gehüpft. 
Er ging wieder in die Niederlande. Da ich Land und Leute und 
Sprache so liebe, habe ich mir noch eine Tauschpartnerin aus 
dem PLP-Forum „gefischt“ - Ilovepaper. Wir haben das Thema 
offen gelassen. Also konnte jede machen, was sie wollte. Bei mir 
wurde es wieder ein Ganzseiter. Da es IMMERNOCH!!! draußen 
so kalt und ungemütlich ist, war mir nach Schmetterlingen.

Diverse Papiere winkten mir aus meinem Regal zu. 
Angefangen hat es witzigerweise mit dieser Rückseite. 


Die gedeckte Farbgebung wollte Vintage werden, darum habe ich 
für die Vorderseite das Schriftenpapier gewählt und zu dem Bogen 
mit lauter photorealistischen Schmetterlingen gegriffen. Dazu 
kamen ein paar lindgrüne (igitt!), sehr große Papierblüten, für die 
ich bisher keinerlei Verwendung hatte, und ein paar 
Schleierblätter. Ich selbst fand es gewagt, mir hat die 
Farbmischung aber trotzdem gefallen.


Dass die linke obere Ecke so frei ist, liegt daran, dass mir ein 
größerer Stempel in die Finger fiel. Und damit fiel auch die 
Entscheidung, in und AUF der Folie zu arbeiten. Ich wollte nämlich 
den Stempel nicht zerschneiden. Außerdem mag ich es so, das 
Papier zu formen, in diesem Fall die Schmetterlingsflügel. Den 
Blüten macht es nichts aus, in die Hüllen „gequetscht“ zu werden. 
Aber die Flügel wären dann schnell wieder platt.


Am Schluss bekam die linke Kante noch diese wunderbar 
zarte Spitze und das Notenwashi.


In die Rückseite kamen dann die obligatorischen Goodies: ein 
ausführlicher Brief und (beim ersten Mal) ein Kärtchen mit Photos, 
dazu Dinge, die zum PL-Thema, zur Farbgebung oder zu den 
Vorlieben der Empfängerin passen. Diese hat z.B. in ihrem Profil 
stehen, dass sie gerne stempelt. Deshalb sind ein paar übrige 
Stempel in den PL gewandert.


Bei diesem PL habe ich zum ersten Mal das gemacht, was die 
Erfinderin und viele andere immer tun. Vorne und hinten werden 
die Fächer bzw. der Inhalt ausführlich beschriftet. Aber in diesem 
Fall schien mir das passend, und ich habe mein 
Dymo-Beschriftungsmaschinchen eingeweiht.


Ohne Inhalt sieht die Hülle nun ziemlich lustig aus:


Schließlich habe ich noch den Umschlag passend dekoriert, 
bevor er auf die Reise ging. 



Meistens ärgert man sich ja über die Deutsche Post. Aber diesmal 
muss ich loben. Mein Brief war ruckzuck bei Ilja. Ihr PL an mich 
dagegen wurde wahrscheinlich zu Fuß nach Darmstadt getragen,
so lange war er unterwegs.

Das Warten hatte sich allerdings gelohnt. In ihrem Umschlag fand 
sich nochmal eine liebevolle Verpackung. Das war schonmal wie 
Weihnachten.


Heraus kam dieser farbenfrohe PL. Ganz andere Farben, die sehr 
modern sind, und die ich NIEmals so kombinieren würde, ergeben 
doch ein harmonisches Bild:


Sie hat eine Papierserie dafür verwendet, die einige tolle Details 
bereit hält. Hier sieht man z.B. das Fach, hinter dem ihr Brief an 
mich ist. Toll die Schreibmaschinen im Hintergrund, darauf der 
Minibriefbogen, schonmal mit einer Teetasse. Und daneben das 
Fach mit dem Teebeutel hinten. Ist diese Tasse nicht genial? Der 
Schnörkel auf der tasse passt zum Hintergrund. Der „Löffel“ ist 
aus Silberfolie geschnitten. Und der gestempelte Teebeutel ist 
echt an die Schnur getackert! 


Auch für die Rückseite hatte sie so tolle Ideen. Auf der Vorderseite 
ist eine Schleife aus Stanzteilen zu sehen. Hier nun ist ein Tütchen 
mit Teilen für 3 weitere Schleifen. Der Brief ist auf superschönem 
Papier geschrieben.


Und ganz verliebt bin ich in diese winzigen Klebeglitzerblümchen. 
So viele sind echt großzügig. Das SuDoKu ist eine geniale Idee. 
Ich mache tatsächlich gerne SuDoKu´s. 


Ich stelle immer wieder fest, dass es einfach nur spannend ist, 
was jede so aus ihrem Fundus fischt und daraus macht. Mir 
hat bisher jeder PL gefallen, den ich bekommen habe, auch wenn 
ich von alleine nie nach diesen Papieren, Farben, Materialien 
gegriffen hätte.

Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, dass dieser Tausch so toll 
gelaufen ist. Und ganz vielleicht sehe ich demnächst sogar Ilja 
auf der Art Specially in Nijkerk – wenn ich´s schaffe hinzukommen.

Pocket Letter über "meine Heimat, meine Träume"

Ein Event bei den Pocket Letter Pals hieß „swap with a view“ - die Aufgabe war, in dem PL 1. zu zeigen, wo man wohnt, also die Heimatstadt vorzustellen, und 2. zu zeigen, was man mit dem Geld machen würde, wenn man den Lotto Jackpot knacken würde.

Ich habe jeweils eine ganze Seite dafür verwandt – vorne drauf ist natürlich erstmal Darmstadt. Ich habe im Ticketshop der Stadt nachgefragt. Dort gab es diese schwarze Silhouette an der Unterkante. (Allerdings ist es im Original ein 63cm breiter Sticker. Abfotografieren, im PC montieren, ausdrucken …)


Auch der Stadtplan ist natürlich von da. Von dem habe ich die Nummern für die Minipostkartenbildchen genommen. 


Eine Affenarbeit war es, mit Hilfe von Wikipedia die Geschichte von DA im Zeitraffer zu formulieren – und das dann ins Englische zu übertragen. Denn: meine Partnerin ist Amerikanerin. 
Dazu gab es je 1-2 Sätze über die einzelnen Gebäude, die auf der Vorderseite aufgeklebt sind. Auch die Erläuterungen zu meinen Träumen ist auf Englisch. 


Die Rückseite habe ich den Jackpot-Träumen gewidmet.


Dazu habe ich im Netz ein Bild von Euroscheinen gesucht und das ausgedruckt. Dann habe ich mir für jeden meiner Träume einen Stempel ausgesucht und auf cremeweißes Papier gestempelt. Zusätzlich ist jeweils ein Teil auf das Geldpapier gestempelt und dann ausgeschnitten und aufgeklebt.

Hier sieht man das beim Kleid von dem Mädchen, bei den Noten beim Igel und bei den Fortbewegungsmitteln um den Globus.




Ich habe ganz verschiedene Träume verarbeitet. Wenn man den Jackpot knackt, hat man definitiv viel mehr Geld, als man aufessen kann. Deshalb sind 3 Bilder damit Dingen für andere/s. Ein neues Dach für unsere Kirche, Kleidung (und Liebe – der Teddy!) für Flüchtlingskinder, Noten für meine Chöre und eine bessere Bezahlung für unsere Chorleiterin.


Ein paar Wünsche sind da auch einfach für mich: Ein schöner großer Altbau mit hohen Decken, ein Segelboot mit Kapitän, schöne Reisen rund um die Ganze Welt. 

Und ein Bild steht für das, was nicht mit Geld zu bezahlen ist (und darum auch kein Geldpapier hat!): das Paar oben links, denn Partnerschaft und Liebe lässt sich nicht kaufen. 


Hier sieht man, wo und wie ich die Texte untergebracht habe.



Die Goodies habe ich einfach zwischen die Seiten gesteckt. 



Auch der PL meiner Tauschpartnerin ist total schön geworden. Sie hat mir die Stadt ihrer Kindheit vorgestellt - einen kleineren Ort an der Bay von Boston. Im Sommer waren sie immer am Strand und haben es genossen. Außerdem hat sie viel gezeigt von den beiden US-Präsidenten, die aus diesem Ort stammten.


Beide Seiten meines PL haben mir ganz viel Spaß gemacht.

Pocket Letter "halb und halb"

Bei den Pocket Letter Pals kann man an „Events“ teilnehmen. Zu einem bestimmten Termin wird ein bestimmtes Thema ausgelobt. Und die angemeldeten Teilnehmerinnen werden zu Paaren gelost. Bei diesem Event war das Thema „halb und halb“. Ich fand das besonders reizvoll, weil man viel mehr kommuniziert als bei „machen und hinschicken“. Die Aufgabe war, einen halben PL zu machen und mit einer Aufgabe zur Vervollständigung zur Partnerin zu schicken. Und die vollendet es dann. Und gleichzeitig umgekehrt.

Weil meine Partnerin Amerikanerin ist und die Portokosten von dort horrend sind, habe ich zunächst meine Hälfte geschickt und sie vollendet zusammen mit ihrer Hälfte zurück bekommen. So musste sie nur einmal schicken. Meinen fertigen PL kann ich nun zeigen, ihre 2. Hälfte ist noch bei mir in der Mache …

Als ich mich drangesetzt habe, war es draußen noch viel grauer und kälter. Darum habe ich mal wieder nicht „Designpapier mit Zeug drin“ gemacht. Ich hatte ein Bild vor Augen. Und so hat Audrey eine halbe Frühlingswiese mit einem Baum und einer einladenden alten Bank bekommen und sollte mir einen schön entspannten, faulen Frühlingsmoment gestalten. Die Bank ist gestempelt und koloriert, der Baum ist aus bestempeltem Papier "frei Schnauze" ausgeschnitten.


Ich war hin und weg, 
als ich meinen fertigen PL wieder bekam.


Sonne, Drachen, Tiere und Co. sind zauberhafte Papierfiguren, 
die sie total schön in mein Bild getupft hat. Und noch mehr 
davon hat sie mir hinten reingesteckt (*froi*).


Von ihr habe ich eine ganz andere Vorlage bekommen. Sie 
liebt Libellen und hat darum eine Postkarte zurechtschnitten. 


Was ich daraus machen will, weiß ich schon. 
Mal sehen, ob es mir gelingt …