Freitag, 29. April 2016

Meine kreativen Monate Januar bis März 2016

Nachdem ich nun gesundheitsbedingt über ein Jahr nicht mehr richtig gebastelt und gebloggt habe, läuft es ja seit Ende Januar wieder richtig gut. Ich bin zwar nicht wesentlich gesünder, aber wieder viel kreativer! Und das soll man hier auf dem Blog auch merken. Also gibt’s jetzt schnell noch kurz vor knapp meine kreativen Monate Januar bis März 2016. Ingrid von AnnasArt macht den monatlichen Aufruf zur Rückschau, den ich wie immer sehr genossen habe.


Ich habe ja schon in früheren Jahren festgestellt, dass ich immer so Etappenthemen habe. Im Moment sind es eindeutig die Pocket Letter, die mich fesseln – innerlich und am Basteltisch … Und das wird wahrscheinlich noch eine Weile so bleiben ...

Freitag, 22. April 2016

Your paper for my inspiration - 2 Pocket Letter

Ich muss noch ein paar Pocket Letter zeigen. Es gab im PL Forum ein 
Event, das ich sehr spannend fand: man schneidet eine üppige Menge 
von PL-Papieren zu und schickt sie der Partnerin. Und die werkelt dann 
einen PL daraus. Ich habe gleich 2x hier geschrien und eine Französin 
und eine Schwedin zugelost bekommen. Beide hatten wunderschöne 
Arbeiten in ihren Alben und aussagekräftige Profile, was es mir leicht 
gemacht hat.

Ich fange mal mit Emmanuelle aus Frankreich an. Ihre Lieblingsfarben 
sind rosa-Pink in Kombination mit türkis-grün. Also habe ich ihr 
entsprechende Papiere geschickt.


Und sie mir auch. Beim Aussuchen der Papiere kam mir der Gedanke, 
den Vergleich noch weiter zu treiben. Ich hatte so viel zur Auswahl, 
dass ich nicht nur ihr die Papiere geschickt sondern mir auch einen Satz geschnitten habe. Und dann habe ich mir die Wartezeit auf ihre Papiere 
damit verkürzt, aus meinen eigenen Papieren selbst einen PL zu zaubern.
Ich werde den PL noch in einem gesondernten Post zeigen und dabei 
erklären, wie ich ihn gearbeitet habe. Ich habe ja bisher fast nur 
Gesamtbilder gemacht. Dies ist mein erster Tasche-für-Tasche-PL. 
Später mehr, aber hier ist er erstmal:


Total spannend fand ich dann, was Emmy daraus gemacht hat. Sie hat 
schonmal gleich bei manchen Papieren die Rückseite benutzt. Und dann 
hat sie so zauberhafte Elemente eingesetzt, dass ich begeistert war. 
Als Kind der 60. Jahre bin ich natürlich hin und weg von dem tollen ollen 
Bulli unten. Ich schließe einfach die Augen und HÖRE das Knattern des 
alten VW-Motors.


Besonders die mittlere Reihe hat es mir aber angetan. Die Aussagen der 
3 Fächer zusammen genommen steht da: „Think spring - and - make your 
own sunshine!“ Da der Tausch im noch kalten April war, fand ich diese
eingearbeitete Aussage einfach grandios.

Von Emmy bekam ich auch viel zu viele Papiere, die sie selbst in 3 Serien 
geordnet hatte. Also habe ich mich dran gehalten. Eine Serie habe ich 
für sie ausgesucht, eine werde ich noch für mich verarbeiten. Die Wahl 
für sie fiel, weil ich diese lebhaften Blüten links so besonders schön fand. 



Das türkise gezackte Papier gefällt mir gar nicht so gut, war aber 
nunmal mit dabei. Das war ja die Herausforderung. Und die 3. Serie 
diente den beiden anderen als Rückseitenpapiere. Und das habe ich 
für Emmy daraus gezaubert:


Viel Spaß hatte ich mit der frechen Fee in der Mitte. 


Emmy gefiel besonders die große Blüte oben, die getreu dem PL-Motto „Resteverwertung“ entstanden ist. Ich habe irgendwann mal von 
jemand Sachen geschenkt bekommen. Aber solche Blüten sind mir für 
Karten viiiiiiiiel zu groß, also lagen die ganz lange auf Halde. 
Aber hier – das fette Ding passt einfach perfekt dazu. 


Tortenspitze, unterschiedlichste Schmetterlinge, die Spitze links, 
ein Schnörkelstempel hier und da. Der PL ist sehr lebhaft geworden, 
aber – wie ich finde – absolut stimmig.

Jetzt bleibt mir "nur" noch, die zweite Serie von Emmy auch für 
mich zu verarbeiten. Mal sehen, was da draus wird.


Donnerstag, 21. April 2016

2 Pocket Letter zum Thema "Ostern"

Die Amerikaner sind ja – was ihren Glauben angeht – sehr viel weniger zurückhaltend als wir Deutsche. Und so hatte ich keine Schwierigkeiten, eine Tauschpartnerin zu finden, die bei einem PL über Ostern nicht ausschließlich an blass gelb-rosane Hasen, 
Küken und Eier denkt sondern zumindest AUCH an den eigentlichen 
Sinn dieses Festes.

April hat sich über meine Anfrage sehr gefreut. Und so ging es los. 
Ich habe praktisch die erweiterte Ostergeschichte erzählt.
  1. 1. Schöpfung, 2. Weihnachten (der Engel), 3. der Fischzug des Petrus (Beginn der Lehrtätigkeit Jesu)
  2. 4. Einzug in Jerusalem, 5. Der Vorhang im Tempel riss entzwei, als Jesus starb, 6. das Licht des Ostermorgens
  3. 7. die Emmausjünger, 8. Pfingsten – Geburtstag der Kirche, 9. Erntedank
Sozusagen ein „Ritt“ durchs Kirchenjahr.


Einige Bilder hatte ich bereits als ATC´s noch vom Tausch im 
Stempelhühnerhof. Aber 4 Bilder habe ich neu gemacht. 
Besonders der Fischzug hat viel Spaß gemacht mit den 
winzigen Fischen aus Perlmutt.


Dieser Text aus Korinther 13 auf Englisch ist ein ziemlich 
großer Stempel aus Amerika. Da ich ihn nicht im PL unterbringen 
konnte, habe ich ihr einfach zusätzlich zu PL und enthaltenem 
Brief noch eine Karte mit dem Spruch gemacht.


Der PL von April für mich ist wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack. Aber ich war sehr beeindruckt davon, mit welcher Sorgfalt und Liebe sie die einzelnen Sprüche und Bibelverse ausgesucht und verarbeitet hat, und mit welcher Offenheit und Herzlichkeit sie mir ihr PL in einem langen Brief erklärt hat. In diesem PL steckt ihr ganzes Herz! Und darauf kommt es mir an.


Da ich selbst singe (und weil mir die Farben gefallen), 
finde ich dieses Kärtchen besonders schön.


Und ich liebe Rotkehlchen.


Hier die Rückseite:


Es ist eine wirklich spannende Erfahrung, mit Menschen aus der 
ganzen Welt seine Gedanken und seine Kreativität zu teilen, 
Menschen, die man vorher nicht gekannt hat. Die Spannung, 
ob der anderen das eigene Gebastelte gefällt, ist genauso groß 
wie das Lauern auf den Briefträger, wenn man weiß, dass grade 
aus Frankreich, Schweden oder Australien ein Brief unterwegs ist.

noch 2 PL´s zum Thema "Niederlande" und "Deutschland"

Ganz viele Pocket Letter sind in den letzten Wochen von meinem 
Basteltisch gehüpft. Allerdings sind die Gegenstücke zum Teil 
noch nicht angekommen. Ein „Pärchen“ kann ich allerdings 
heute zeigen.

Marga ist eine Holländerin, die meistens mit ihrer Familie hier in 
Deutschland Urlaub macht – so wie wir umgekehrt … Darum haben 
wir uns im Pocket Letter Forum auch schnell gefunden. Gezeigt 
habe ich schon ihr Pl über Holland und meins über Deutschland. 
Diesmal haben wir den Spieß rumgedreht und das Land der 
anderen bearbeitet. Was bedeutet Holland für mich? Was liebt sie 
an Deutschland so? Schau selbst …

Wenn ich an Holland denke, denke ich an viele Jahre Segeln 
auf dem Ijsselmeer und Wattenmeer zurück, denke an mein 
Lieblingsschiff, die Vrouwezand, denke an meine Lieblingshäfen 
Harlingen und Enkhuizen, an die Dünen und Strände von Vlieland 
und Terschelling – und an jede Menge Wasser und Wind! Das 
ist es, was ich hier in Südhessen unendlich vermisse! Darum gab 
es als Hintergrund erstmal ein schönes Bild von einem Dünen-
übergang ans Meer.


Und darauf all die Dinge und Momente, die ich mit dem Land 
verbinde. Seit 35 Jahren fotografiere ich – letztes Jahr ist 
mir die bisher „schärfste“ Möwe gelungen. Die Vrouwezand 
darf nicht fehlen. Ich liebe es, wenn am späten Nachmittag 
bei schrägem Licht die Sonne auf dem nassen Sand leuchtet.
Muscheln, Steine, Treibholz, Federn – das Sammelfieber ist 
ungebrochen. Für immer ein Geheimnis: wie bekommt man Füße 
sauber UND trocken, wenn man abends wieder in seine Schuhe 
steigen will? Egal! Barfußlaufen im warmen Sand ist toll!!! 
Sofort am ersten Tag wird ein Supermarkt geentert, um die 
Versorgung zu sichern. Allerdings kaufen wir kein Brot (wir 
bringen immer Deutsches mit) sondern. VLA!!!!! Jeder bei uns 
hat eine Lieblingssorte.
Ob alte traditionelle Windmühle oder moderne Stromanlage – 
beides ist faszinierend und beeindruckend, wenn man nah ran 
geht. Was isst der Tourist, wenn er abends in einem der vielen 
Hafenstädtchen ankommt? - Scholl onbeperkt! Das ist gebratene 
Scholle, soviel man will … Das Land ist so klein und dabei so 
vielseitig, aber vor allem überall geprägt vom Wasser. Und da, 
wo ausnahmsweise kein natürliches Wasser ist, gibt es Kanäle 
über Land, die groß und tief genug sind für Hochseefrachter. 
Es ist schon ziemlich surreal, wenn man auf der Autobahn fährt 
und plötzlich in einen Tunnel geschickt wird, während ÜBER einem 
so ein Tanker vorbeigleitet.

Die Rückseite zeigt quer die Farben der niederländischen Flagge, 
und auch die Goodies richten sich z.Tl. danach wie die rot-weiß-
blauen Blümchen. 


Marga liebt Büroklammern. Da ich nicht schwindelfrei bin, habe 
ich den verträumten Blick aus dem Klüvernetz immer nur von der 
Reling aus genossen. Der weite Blick aufs Meer ohne große 
Ablenkungen ist einfach grandios.
In der unteren Reihe gibt es Fische-Post-its, 2 Windrädchen und die „Buttermilchflagge“, die Fahne der Provinz Friesland, wo die Platt-
bodenschiffe meistens mehrere Häfen anlaufen.
Und in der Mitte sind wieder Erlebnisse versteckt. Der Turm im 
Hafen von Enkhuizen bimmelt ungelogen alle 1/4-Stunde laut ein 
Lied. Ich habe mal als Maat auf der Vrouwezand 3 Tage und 
Nächte dort gelegen – und bin fast wahnsinnig geworden.
Der Dom von Utrecht ist für meinen Mann und mich ein besonderer 
Ort. Wir haben 1999 standesamtlich und bewusst schnörkellos 
unsere Ehe staatlich legitimiert und anschließend ein paar Tage 
in Holland verbracht. Dort im Dom zog mein Mann dann die schon 
besorgten, aber nicht getragenen Eheringe aus der Tasche. Und  
dann haben wir uns in einer der Seitenkapellen hinter dem 
Chorraum sozusagen kirchlich verlobt. Die Trauung folgte ein 
paar Monate später mit dem ganz großen Fest.
Fahrräder sind auch total typisch für Holland. Ein Bekannter, der 
ein Touristenboot in Am*dam gefahren hat, meinte:“Die Grachten 
sind 3 Meter tief – ein Meter Wasser, ein Meter Schlamm und ein 
Meter geklaute Fahrräder.“ Hier sieht man das Haus von Anne 
Frank und ihrer Familie. Für mich verbindet sie in ganz besonderer 
Weise unsere beiden Länder, denn sie kam aus Frankfurt und wurde 
leider doch von den Deutschen eingeholt in Am*dam. In beiden 
Städten gibt es ein Anne-Frank-Gedenkhaus. Ich glaube, sie ist 
uns Deutschen besonders nah, weil wir so ziemlich alle in der Schule 
ihr Tagebuch lesen – wenn wir grade in dem Alter sind, das sie beim 
Schreiben hatte. Mich hat das genau deshalb damals sehr 
beeindruckt.
Die Texte habe ich diesmal zwischen Vorder- und Rückseiten 
versteckt. Der Brief, das Märchen von der Vrouwezand, meine 
Kommentare und Erklärungen.

Der PL von Marga für mich hat also Deutschland zum Thema. 
Das erste, was mir auffiel: für sie ist Deutschland grün! Und ich 
dachte sofort: ja, sie hat Recht. Wiesen, Wäler, Gärten, städtische 
Parks, die Mittelgebirge – Deutschland ist tatsächlich grün (trotz 
aller Zersiedelung). Hier sieht man auch, was sie aus simplen 
Büroklammern zaubert. 


Und hinten sind dann einige Erklärungen zum PL 
und ein paar Goodies.


Mit Marga macht das Tauschen total Spaß, 
da wird es sicher noch mehr zu sehen geben.