Sonntag, 15. Mai 2016

Halb und Halb - 2 Streicheleinheiten-PL´s

Ein ganz besonderer PL-Tausch entspann sich im Frühjahr mit Katrin 
aus Wilhelmshaven. Ich fand sie über das PLP-Forum, und sie fiel mir 
auf mit einem unglaublich schönen, selbstgemalten PL zum Thema Meer. 
Nachdem das Halb- und Halb-Event gelaufen war, fiel mir eine Umsetzungsmöglichkeit ein, die mich so reizte, dass ich mit Katrin 
verabredete, privat ein Halb und Halb zu machen.

Meine Idee war: der Reißverschluss!


Da es mir im Frühjahr gesundheitlich nicht gut ging, wurde dann meine 
„Hälfte“ außerhalb des Reißverschlusses letzten Endes ziemlich dunkel, 
streng und schwer. Pflichten und Anforderungen sammelten sich auf 
erdrückende Weise in den Taschen.
Meine Bitte an Katrin war, mir zu zeigen, was sich hinter dem 
Reißverschluss verbergen kann, was das Leben außer Pflichten noch zu 
bieten hat. Sie musste erst eine Weile nachdenken. Die Aufgabe für eine 
eigentlich Fremde war schon harter Tobak. Aber ihre Umsetzung hat 
mich zu Tränen gerührt. Sie hat mir eine bunt schillernde Welt voller 
Träume, Erinnerungen, Erntspannung und Treibenlassen eröffnet, die ich 
selbst grade nicht mehr hatte sehen können.


Ist dieser PL nicht wunderbar??? 
Zum Genießen nochmal von Nahem:



Natürlich durfte sie mir auch eine Hälfte schicken. Ihr fiel ein, dass 
sie als Kind total gerne Häuser gemalt hat. Und so hat sie mir eine 
kunterbunte, phantasievolle kleine Straßenzeile voller liebevoller Details 
geschickt und mich gebeten, ihre „Stadt“zu vervollständigen. Mein erster 
spontaner Gedanke war: da ist es so leer, wo sind denn die Leute, 
die in diesen schönen Häusern wohnen? Ich beschloss, sie irgendwie da 
rauszulocken.


Ich selbst bin in Essen und Frankfurt groß geworden, allerdings immer 
mit Garten und Wald in der Nähe und viel Naturförderung seitens der 
Eltern. Wir hatten wenig Termine und viel Raum zum Austoben, 
Erforschen und Erleben. Und so entstand meine Idee, diese Natur und 
dieses Erleben in die Stadt hinein zu holen.
Als erstes machte ich eine Straße mit lauter bunten Mittelstreifen, 
weil von Menschen belebte Stadt nicht grau-weiß sein muss. Und dann 
folgten der Spielplatz, der Teich und der Wald, alles Elemente 
meiner Kindheit.




Ich lockte das Leben hervor mit all den Tieren (auch der Schmetti 
und der Vogel links in Katrins Hälfte sind von mir) und verscuhte dabei, 
ganz viele verschiedene Techniken wie stempeln, falten, … anzuwenden. 
Symbolisch für die Menschen fand ich die 3 kleinen Smiley-Sticker. 
Schließlich nahm ich Katrins Worte auf den Dächern auf und setzte 
auch auf meine Taschen passende Worte.

Es hat unglaublich Spaß gemacht, so gemeinsam an Kinderheitserin-
nerungen entlang zu basteln. Danke nochmal, liebe Katrin, für Deine 
unsäglich gut tuenden Ideen und Deine nicht enden wollende Geduld!

Keine Kommentare: