Freunde aus
der Gemeinde haben grade Taufe gefeiert. Ihre
6-jährige Tochter
hatte sich sogar selbst den Spruch ausgesucht:
„Du bist die Quelle
des Lebens,
in Deinem Lichte sehen wir das Licht“
Ps.36,9
Und ich
durfte die Taufkerze gestalten.
Das hat mich besonders gefreut.
Sie ist relativ ähnlich wie die meiner Tochter geworden.
Aber irgendwie habe
ich in letzter Zeit so viel Lust zu
matschen, und so ist sie doch
ganz anders. Die Grundkerze
ist knatschegelb. Darauf habe ich, um die
helle Mitte
rauszuarbeiten, mit orange, rot, dunkelrot und schwarz den
Rahmen mit Flüssigwachs rumgeschmiert.
Das Motiv
ist dann aus dem Text entstanden: Die Quelle
des Lebens brauchte
einen Ursprung zum Losfließen –
der Felsen. Und das Licht strahlt
aus und erhellt das Land.
Das „Ich“, das da aus Wasser und Licht
heraus leben kann,
ist die Pflanze, die an der Quelle wächst und
blüht. Die Sonne
hat Strahlen, damit das Licht sich ausbreiten kann.
Der Felsen ist übrigens aus diversen Resten von Wachsplatten
zusammen geknetet. Die Sonne ist eine Mischung aus weiß
und gold in Flüssigfarben, die Strahlen weiß.
Der Felsen ist übrigens aus diversen Resten von Wachsplatten
zusammen geknetet. Die Sonne ist eine Mischung aus weiß
und gold in Flüssigfarben, die Strahlen weiß.
Anfangs habe
ich das „in deinem Licht sehen wir das Licht“
sehr wörtlich
genommen und überlegt, wie ich Licht im Licht
machen soll, bis mir
klar wurde: in dem, was wir von Gott
bekommen, liegt das verborgen,
was wir zum Leben brauchen.
Es gibt ja auch funzelige, grelle,
trügerische, Irrlichter. Die
sind hier nicht gemeint – gemeint ist
eben das Licht, das von
Gott kommt. Das beständig Klarheit und
Verlässlichkeit und
Liebe in unser Leben bringen will.
Serafine hat
jedenfalls gestrahlt, als ich ihr die Kerze
brachte und erklärte.

