Ein ganz
besonderer PL-Tausch entspann sich im Frühjahr mit Katrin
aus
Wilhelmshaven. Ich fand sie über das PLP-Forum, und sie fiel mir
auf
mit einem unglaublich schönen, selbstgemalten PL zum Thema Meer.
Nachdem das Halb- und Halb-Event gelaufen war, fiel mir eine
Umsetzungsmöglichkeit ein, die mich so reizte, dass ich mit Katrin
verabredete, privat ein Halb und Halb zu machen.
Meine Idee
war: der Reißverschluss!
Da es mir im
Frühjahr gesundheitlich nicht gut ging, wurde dann meine
„Hälfte“
außerhalb des Reißverschlusses letzten Endes ziemlich dunkel,
streng und schwer. Pflichten und Anforderungen sammelten sich
auf
erdrückende Weise in den Taschen.
Meine Bitte
an Katrin war, mir zu zeigen, was sich hinter dem
Reißverschluss
verbergen kann, was das Leben außer Pflichten noch zu
bieten hat.
Sie musste erst eine Weile nachdenken. Die Aufgabe für eine
eigentlich Fremde war schon harter Tobak. Aber ihre Umsetzung hat
mich zu Tränen gerührt. Sie hat mir eine bunt schillernde Welt
voller
Träume, Erinnerungen, Erntspannung und Treibenlassen
eröffnet, die ich
selbst grade nicht mehr hatte sehen können.
Ist dieser
PL nicht wunderbar???
Zum Genießen nochmal von Nahem:
Natürlich
durfte sie mir auch eine Hälfte schicken. Ihr fiel ein, dass
sie als
Kind total gerne Häuser gemalt hat. Und so hat sie mir eine
kunterbunte, phantasievolle kleine Straßenzeile voller liebevoller
Details
geschickt und mich gebeten, ihre „Stadt“zu
vervollständigen. Mein erster
spontaner Gedanke war: da ist es so
leer, wo sind denn die Leute,
die in diesen schönen Häusern wohnen?
Ich beschloss, sie irgendwie da
rauszulocken.
Ich selbst
bin in Essen und Frankfurt groß geworden, allerdings immer
mit
Garten und Wald in der Nähe und viel Naturförderung seitens der
Eltern. Wir hatten wenig Termine und viel Raum zum Austoben,
Erforschen und Erleben. Und so entstand meine Idee, diese Natur und
dieses Erleben in die Stadt hinein zu holen.
Als erstes
machte ich eine Straße mit lauter bunten Mittelstreifen,
weil von
Menschen belebte Stadt nicht grau-weiß sein muss. Und dann
folgten
der Spielplatz, der Teich und der Wald, alles Elemente
meiner
Kindheit.
Ich lockte
das Leben hervor mit all den Tieren (auch der Schmetti
und der Vogel
links in Katrins Hälfte sind von mir) und verscuhte dabei,
ganz
viele verschiedene Techniken wie stempeln, falten, … anzuwenden.
Symbolisch für die Menschen fand ich die 3 kleinen Smiley-Sticker.
Schließlich nahm ich Katrins Worte auf den Dächern auf und setzte
auch auf meine Taschen passende Worte.
Es hat
unglaublich Spaß gemacht, so gemeinsam an Kinderheitserin-
nerungen
entlang zu basteln. Danke nochmal, liebe Katrin, für Deine
unsäglich
gut tuenden Ideen und Deine nicht enden wollende Geduld!