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Dienstag, 10. April 2018

Zauber-Flip-Book zu Ostern

Ich hab bei Youtube mal wieder ein "Kärtchen" entdeckt,
das meiner Vorliebe für technische Karten entgegen kommt.
Ich hab auch keine Ahnung, wie man die nennt, ich verlinke
aber mal ein Video.

Ich habe mit einem genialen Fotokarton von Bähr/Ursus Babykarten
draus gemacht, die zeige ich später. Denn außerdem hat ein liebes
Forumsmitglied zum Osterketting eine Osterkarte in dieser Form
bekommen und kriegt sie jetzt nicht wieder zusammen gelegt.
Also muss ich erstmal die Erklärfotos hier zeigen …

Von außen hat man ein harmloses Quadrat, das
thematisch geschmückt …


und mit Magneten unter der Klappe verschlossen ist.


Drinnen sieht man dann was Dickes, das aus 4 kleineren Quadraten
zu bestehen scheint.


Wenn man genau hinschaut, sieht man die beiden Pfeile in den
diagonal gegenüber liegenden Ecken.


Und da muss man dann dran ziehen. Wenn die Karte neu
und das Papier noch nicht so weich ist, bleibt einem dabei
gerne mal das Herz stehen …


Es irritiert auch etwas, dass sie beim Öffnen unter der Karte die Hülle
plötzlich um 90° dreht. Aaaaaaber das gibt sich, sobald die Karte
geöffnet vor einem liegt.


Mit den richtigen Faltungen liegt nun nämlich ein vollständiger
12“-Bogen vor einem, auf dem man sich so richtig austoben kann.

Beim Wiederzusammenlegen wird’s in der Tat etwas knifflig. Aber man
lernt das ganz schnell. Man kneift rechts und links von der Raute die
kurzen Falten zusammen (natürlich mit beiden Händen, ich brauchte
hier eine für die Knipse).



Dabei klappen die 4 Dreiecke um die Raute hoch. Und jetzt drücke ich
mit einem Daumen von unten gegen eine seitliche Ecke eines der Dreiecke.


Dabei kriegt die ganze Konstruktion einen Dreh gegen
den Uhrzeigersinn …


und klappt nach unten zusammen.

Je öfter man das wiederholt, bevor man die Karte verschenkt/-schickt,
desto weicher und flexibler wird das Papier. Man muss allerdings beim
Arbeiten der Karte mit sehr gutem Klebstoff arbeiten und alle Elemente
drinnen wirklich gut bis an den jeweiligen Rand festkleben, damit sich
die Teile nicht nach dem dritten Öffnen durch die Verwringung ablösen.

Noch ein paar Details: es war gar nicht so leicht, verschiedene Papiere
zu finden, die alle von den Grüntönen her zueinander passten. Sämtliche
Bildchen sind von dem erwähnten Osterkarton von Bähr. Dazu habe ich
einige Hasen und Wiesenstreifen gestanzt.


Die Mitte ziert ein mehrfach gestanzter Blätterkranz mit (jawoll, ich habe
auch gestempelt) ganz vielen verschiedenen gestempelten Ostereiern, die
darin wie in einem Nest liegen. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass
bei einigen Blättern das Innere ausgestanzt ist. Die rausgefallenen
Stückchen habe ich als weitere Blätter zwischen die Eier geklebt.


Den Deckel von innen ziert eine Wiese mit den Stanzbuchstaben „Ostern“. 


Und das Innere des „O“ ist auch noch auf der Karte gelandet –
nur nix wegwerfen …


Ganz am Schluss hatte ich noch das orangene Feld unten frei und
habe darum noch zu einer Schmetterlingsstanze gegriffen. Jeweils
eine Lage zart grün schimmernder Karton, Transparentpapier und
grünliche Klebeperlen gestapelt ergeben einen Schmetti. Und davon
sind dann noch 2 auf dem Deckel von außen gelandet. Damit die
Klappe nicht so nackig aussieht, hat sie ein Band mit etwas Bänder-
getüddel bekommen.


Nach dem Zusammenlegen liegt die Karte übrigens erstmal verdreht da,
weil sich der Deckel beim Einklappen nicht wieder zurückdreht. 


Jedenfalls ist die Karte heute endlich angekommen und hat Freude
gemacht. So, Du Liebe. Nu mach Dich mal ans Einklappen - viel Erfolg!

Acxh ja - der Link ...

Montag, 28. März 2016

Tischdeko für einen runden Geburtstag

Ein lieber Nachbar von uns ist 50 geworden. Er hat beschlossen,
 groß zu feiern. Ebenso entschlossen war er, keine Geschenke zu 
bekommen. Also hat er sich von seinen Gästen gewünscht, dass sie 
ihm die Tische (13) schmücken als Geschenk. Jeden Tisch anders.
Bei so einer Aufgabe bin ich ja in meinem Element. Ich habe 
sofort zugesagt, die Kindertische (5) zu schmücken. Und einzu-
springen, falls er die anderen Tische nicht alle unterkriegt. 
Eine Woche vorher kam er dann, er hätte tatsächlich noch 2 
Erwachsenentische übrig …


Die Kindertische waren Partygarnituren mit 
weißen Papiertischdecken. 

Tischdeko für Kinder

Ich habe Miniwindräder, Seifenblasen, Buntstifte, Strohhalme und 
bunte Servietten besorgt. Die Windrädchen standen in Vogelsand.


Mit kleinen Weinproben- und Teelichtgläschen konnte ich alles 
gut auf den Tischen verteilen. 


Damit die Kinder sehen, dass sie auf den Tischtüchern malen 
dürfen, habe ich einfach die Gedecke auf das Papier gemalt. 
Dazu habe ich 50 kleine Körbchen gebastelt und mit Vogelfutter 
(vom Winter übrig geblieben) und keinen Schokolädchen gefüllt.



Für die Erwachsenentische hatte ich 2 Themen gewählt, 
zu denen ich schon (noch) Material hatte. Das erste 
war der maritime Tisch. 

Tischdeko maritim

Blassgrüne Tapete bildete die Grundlage, in die Mitte kam dann 
ein dicker Streifen Vogelsand. 2 Kerzenleuchter in Leuchtturmform 
wurden „eingegraben“, die Servietten zeigten auch Leuchttürme.


In den Sand habe ich dann ein paar Steine und einige 
richtig große schöne Muscheln gelegt. 


Das I-Tüpfelchen waren dann Perlen, die ich einfach noch 
in den Sand geworfen habe. 


Auf jedem Platz stand eine kleine Willkommensschachtel 
mit einem Rafaello drin.



Der andere Tisch war sicher ungewöhnlich, ich habe ihn mit z.Tl. 
richtig ausgefransten Jeansstoffen belegt. 

Tischdeko mit Jeans

Darauf und darum habe ich verschiedene Bänder gelegt 
und gewickelt, ein grobes Juteband längs ein paar Spitzen 
kreuz und quer und ein ganz langes rustikales um alle 
drumrum gewickelt. 


Hier gab es Jeansservietten und auch solche 
Willkommensschachteln, mit einem Rocher.


Auf dem Tisch standen noch 2 Kerzen in Gläschen und eine 
Hand voll Perlen lag auch hier in der Mitte, weil ich grade 
so im Schwung war.



Da ich selbst an dem Abend MEIN Geburtstagsgeschenk vom 
letzten Jahr eingelöst habe – ein Konzertbesuch in Mannheim -, 
war ich gar nicht dabei und konnte keine Reaktionen einfangen. 
Aber das hatte auch den Vorteil, dass mein Mann nachts dann 
die Deko wieder einsammeln musste. Ich musste nur noch alles 
zurück in die Kisten räumen.

Allerdings waren die meisten Körbchen von den Kindertischen 
stehen geblieben. Also haben wir uns für Ostern eine Recycling-
möglichkeit ausgedacht. Sonst habe ich immer in der Osternacht 
allen Nachbarn Schokolädchen auf den Briefkasten gelegt. 
Diesmal haben wir am Karsamstag als ganze Familie eine 
Menge Eier gefärbt, damit die Körbchen gefüllt und diese vor 
die Haustüren gestellt.


Da die meisten bei der Feier waren, wissen sie zwar, woher die 
Körbchen sind. Aber in diesem Fallle verbietet sich das 
Zurückgeben natürlich ...

Die Körbchen herzustellen, war etwas Friemelarbeit, aber vielleicht 
verdeutlicht das folgende Bild der geübten Bastlerin die Bauart:


Da es sich im Grunde um ein in 9 Flächen geteiltes 
Quadrat handelt, lässt sich das Körbchen in jeder 
beliebigen Größe nachbauen.

Freitag, 25. März 2016

Osterketting im Stempelchickenhof

Nun muss ich aber doch mal vor lauter Pocket Letter was 
anderes dazwischen schieben. Im Stempelchickenhof gab 
es ein Osterketting. Und mein Wichtelkind Annel - eine ganz 
liebe, sehr Kreative – hat von mir diese Karte bekommen:

Osterkarte mit geheimem Auszug

Ich habe gleich zwei davon gemacht. So konnte ich sie mit 
verstecktem und mit rausgezogenem Spruch gleichzeitig 
knipsen. Der Clou ist nämlich, dass man an der Schnur ziehen 
kann und dabei die Ostergrüße zum Vorschein kommen.

Annel hat sich sehr gefreut, und mir hat die Werkelei 
viel Spaß gemacht.


Freitag, 11. April 2014

Hasenparade - ein langer Ziehtunnel

Im Moment hab ichs echt mit Schokolade. Unsere Tochter fährt 
morgen 1 Woche nach Österreich, um dort auf einem Bauernhof im 
Stall zu helfen und natürlich zu reiten. Und genau so wie bei der 
Klassenfahrt letzte Woche für die Gastmutter (Foto vergessen …) 
habe ich auch diesmal eine Schoki-Ziehverpackung gebaut.

Da im Hühnerhof grade beim“aus 5 mach 1“ eine echt komische 
Mischung aus Begriffen gefordert war, habe ich einiges auf der 
Verpackung untergebracht und die dann dort als mein Projekt 
gezeigt.


Außen sieht man ja schon die geforderten Begriffe „Wimpel, 
Ostereier“. Und von drinnen kommen dann noch Schokolade, 
Eule und Blumen“ zum Vorschein. 

Ziehtunnel mit Schoko-Hasen

Wobei die Eule nur stellvertretend 
eine Feder am Nest verloren hat.

Montag, 7. April 2014

österliche Schoki-Tunnel

Das ist aber wirklich der letzte Post für heute. Ich muss ja noch 
zeigen, was ich bei dem Markt in der Anhäuser Mühle so vor mich 
hin gewerkelt habe, wenn die Leute grade keine Apfelringe in 
Schokolade probieren wollten.

Ich hatte mir einen ganzen Haufen Streifen für kleine Schoki-
Tunnel zurecht geschnitten und die Tüten mit den Scrappapier-
resten eingepackt. Ein paar Schmetti-Stanzer dazu – und los.

Gleich zeige ich auch, wie ich die Dinger mache. 
Aber erstmal ein paar Beispiele:


Und so geht’s:


1. Schritt: Teile zuschneiden

Ich brauche einen Streifen Karton (nicht zu dünn) von 5 x 20,5 cm. Dazu 2 Stücke des selben Materials von 5 x 3,8 cm. Außerdem brauche ich einen Streifen auseinander geschnittener Prospekthülle (o.a. Ganz dünne durchsichtige Folie) und ganz schmales Tacky- tape oder anderes beidseitiges Klebeband. Dazu Scrap-papierreste – jawoll, wir können mal wieder Reste verwerten!



2.Schritt: Teile vorbereiten

Der lange Streifen wird gefalzt bei 3/8“ - 2“ - dann um eine halbe Rille verschoben und direkt daneben gefalzt, so dass ein Abstand von 1/16“ entsteht. Von da aus (!) 1 5/8“ weiter die nächste Falz und dann am Ende bei 7,5“ Es klingt viel komplizierter, als es ist! Einfach machen … Das komische 1/16"dient dazu, dass der Schiebemechanismus nicht klemmt, er soll ein bisschen Spiel haben. (ich hab vergessen, den Streifen ohne Folie zu knipsen, denk sie Dir weg ...)


Von den kleinen Teilen wird eines an einer Schmalseite an den Ecken abgerundet, an der Seite ein Loch gestanzt, ein Eyelet rein, ein Bändchen durch. Und auf das Teil wird mittendruff noch ein Minigruß gestempelt.




3. Schritt: die Montage

Das ist der Schritt, bei dem man ein bisschen aufpassen muss. Das erste Element unseres Streifens ist die Klebelasche innen. Das zweite Element bekommt nun mit einer tag-Stanze o.a. auf beiden Seiten eine Kerbe. Und um diese Kerben klebe ich den Streifen Prospekthülle mit einem Streifchen Klebeband und schiebe es ganz an die eine Seite.


Jetzt einfach mal zurecht knicken und die lange Strecke 
über den Finger rund ziehen nach diesem Muster.


Als nächstes klebe ich 2 weitere Streifchen Klebeband an die Folie, eines von oben, eines von unten. Auf den nächsten beiden Bildern siehst Du, wo. Das kann man schlecht beschreiben, etwa so: der Kartonstreifen hat ja eine rechte und eine linke Kante. Der eine Klebestreifen kommt an die eine Seite von oben, der andere an die andere Seite von unten. Wenn Du Deinen Streifen vorbereitet hast, kannst Du ihn Dir wie auf diesen Bildern zurecht legen und bekleben. Das kriegst Du schon hin.



Nächste Stolperfalle: das Ankleben der beiden kleinen Pappen. An der einen, unteren Pappe wird das Ganze am Schluss rausgezogen, auf der anderen, oberen klebt dann die Schoki. Auf diesem Bild siehst Du, wie – im Verhältnis zu den beiden Klebestreifen - Du Dir die beiden Pappen zurecht legen musst. Dann ankleben, ohne dazwischen die Folie zu verschieben.


Wenn Du jetzt an der einen Pappe ziehst, müsste die andere mit rauskommen, weil die Folie immer beides transportiert. Geklappt? Dann wieder reinschieben und zukleben das Ganze.

Dazu legst Du wie auf den vorherigen Bildern zu sehen, den Streifen unter der Bänderpappe durch und drüben hoch. Die erste Lasche wird dort an die Tunnelwand geklebt und schließt so die Bodenkonstruktion. Lass dabei genug Spiel für den Folienzug. Dann den ganzen Tunnel oben rum und die Lasche am anderen Ende unter den Tunnelboden geklebt. Fertig!


4. Schritt: Verzieren und Füllen

Der Rest ist nur noch Kür. Du schnappst Dir farblich passende Scrappapierreste und dekorierst den Tunnel von außen. Ich habe hier immer einfach einen Streifen drüber gelegt und dann ein paar Schmettis oder ein Herz oder … ausgestanzt und aufgesetzt. 



Dann ziehst du den Tunnel raus und klebst auf die obere, leere Pappe irgendeine Schoki drauf. Die Maße passen für alle Ferrero-Kugeln, -Kirschen und Co. Und zur Zeit natürlich für die Schoko-Minis aus der Osterecke von „Feinkost Albrecht“ …


Wenn mans einmal kapiert hat und sich bei der Montage nicht verfranzt, geht das ganz schnell auch in größeren Mengen zu machen und ist als Mitbringsel oder als Pieps beim Basteltreffen oder als Tischdeko bestimmt ein Hinkucker.

Ich hoffe, Du konntest alles verstehen und nachbasteln. Wenn nicht: Fragen! Ich antworte gerne. Wenn Du die Anleitung weiter gibst, vergiss bitte nicht, zu meinem Post zu verlinken bzw. auf mich und mein Blog hinzuweisen. Ich selbst habe diese Machart gelernt von Bamas, die in dieser Machart eine Karte zeigt. Danke Dir für die zauberhafte Idee!

Dienstag, 2. April 2013

Osterkarten mit Ausblick

Ein paar Osterkarten habe ich doch dieses Jahr auch gewerkelt, nachdem ich zum Resteklauben bei der Manufaktur Renke im Süden von Köln vorbei gefahren bin. Das Feld war zwar schon ziemlich abgegrast, aber ein paar Stempel sind in meinen Einkaufskorb gehüpft, und vorher hatte ich schon online geschoppt. Zusammen ergibt das dann:

Osterkarte mit Kuckloch

Die runden Stempel sind übrigens genau in der Mitte des Loches, das sieht man hier schlecht, weil sich die Karten beim Knipsen etwas aufgeklappt haben.


Die witzige Idee mit dem Fenster für den runden Stempel ist von Annel. Die Eierreihe sieht so einfach aus. Es sind aber einzelne Stempel von Renke, Hero Arts und von Bettys Creations. Also habe ich sie alle einzeln mit Stempelsetzer platziert, damit sie nett in einer Reihe stehen.


Diese Hasensilhouette gefiel mir richtig gut. Ostern ist für mich ja eigentlich ein ausschließlich christliches „Event“ und hat mit Hasen nichts zu tun. Aber diese sind nicht kitschig. Damit kann ich dann doch (und ganzjährig) was anfangen.