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Donnerstag, 1. Dezember 2016

ein Klavier aus Papier

Am 1. Advent haben wir eine ganz wunderbare Kantate mit dem 
Ensemble gesungen – BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“,
die unbekannte Variante. Und wie immer bekam unsere 
Chorleiterin eine Dankeskarte von uns Aktiven.

Diesmal habe ich eine PopUp-Boxkarte gemacht. Sie hatte schonmal 
eine, die übliche Form quadratisch. Aber diese hier ist anders (ich 
habe ja den Ehrgeiz, dass sie jedesmal eine andere Kartenform 
bekommt): Die Karte ist rechteckig, hat kein Band drumrum (würde 
nicht passen) und eine verkürzte Vorderseite.


Und darin befindet sich – ein Klavier. Bzw. 
die Karte IST das Klavier.

PopUp-Boxkarte als Klavier

Das Designpapier ist ein bisschen vintage und hat diese Schnörkel. 
Ich habe nur die Ecken abgerundet und außen die Klavierpedale 
aufgemalt.

Die Tastatur ist geprägt und angemalt, an den Innenstegen tanzen 
eigentlich „nur“ die Noten.


Für den Notenständer habe ich die erste Seite der Partitur unserer 
Kantate gaaaaaanz klein gezogen und ausgedruckt. Die Partitur 
ist ein bisschen wie ein aufgeschlagenes Heft gebogen. Und die rechte 
untere Ecke ist so abgeknickt, wie Meike es immer macht, damit sie 
beim Dirigieren schnell umblättern kann. Darüber hat sie sehr gelacht.


Ich finde es toll, dass Meike jede meiner Karten immer so lange 
stehen lässt, bis das nächste Konzert mit Kantate und Karte kommt – 
und zwar auf ihrem echten Klavier zu Hause. Da steht nun – noch 
bis zum 26.2.2017 – ein Klavier auf einem Klavier.

Mittwoch, 13. November 2013

Karte für meine Chorleiterin

Am 3. November haben wir mal wieder eine Bachkantate 
gesungen. Wir waren in der Johannesgemeinde in Darmstadt 
zu Gast. Das ist eine für Landeskirche vergleichsweise fromme 
Gemeinde, wo meine musikalische Ansprache immer auch einen 
theologischen Anstrich bekommen darf, weil die sich das so 
wünschen. Und natürlich hat unsere Chorleiterin Meike Metzger 
wieder eine Dankeskarte bekommen. Ich habe die frisch auf 
der Kreativwelt gelernte Kreiskarte noch einmal gebaut.
Hier zunächst der Umschlag (es lebe das Envelop Punch Board):


Entscheidend ist die Auswahl des großen Designpapieres. Vorder- 
und Rückseite sind gut zu sehen und müssen miteinander 
harmonieren; sie sollten unterschiedlich gemustert sein, damit 
man die Flächen unterscheiden kann, aber nicht zu wild, 
weil es dann doch wieder verwirren würde. 
Dann will man ja auch noch ein Papier, das zum Anlass 
und zum Beschenkten passt. 
 
Kreis-Karte

Um die Flächen schön voneinander abzusetzen, hilft es auch, 
die Kanten zu wischen und/oder zu distressen.


In das große, hintere Fach kommt nun die eigentliche Karte, 
passend zum Fach gerundet. Das vordere Fach ist gar keins, 
wird zugeklebt und mit einem Riegel fixiert. 


Hier kann ein schönes Label mit einem Wort oder kleinen Text sitzen. 
Und dann habe ich noch die Blömsken gebaut, damit das 
Ganze etwas plastischer wurde. Die Dunklen gestanzt und 
nach außen rund gebogen, die Weißen waren fertige Blüten – 
stapeln, Brad, fertig.


Ich amüsiere mich immer wieder, wenn die Chorleute beim 
Unterschreiben jedesmal wieder sagen:“wo findest Du nur immer 
diese Karten – wie??? Die hast Du selbst gemacht???“ Diesmal 
kam ein:“DIE haste jetzt aber nicht selbst gemacht!“
Hauptsache, Meike freut sich. Und ich habs wieder geschafft, 
dass sie was Neues kriegt!