Und
jetzt – wie versprochen – die Bilder, wie ich einen
Schultüten-
rohling zusammensetze. Ich zeige es hier anhand eines Wellpappe-
rohlings. Es ist angenehmer zu arbeiten und leichter zu
knipsen …
Ich
klebe erst das Krepp an die obere Kante. Bei Bedarf als erstes
eine
kurze Reihe, die hinterher hochsteht. Die erste Reihe ist am
einfachsten, weil das Krepp hier auf die glatte Pappe geklebt wird.
Die
2. Reihe ist 2/3 einer Krepprolle hoch. Die 3. Reihe hat die volle
Höhe. Das obere Ende aller Bahnen wird mit einer starken Schere
als
ganze Rolle nach Wunsch in Form geschnitten, bogig oder
zackig,.
Ich arbeite mit der Heißklebepistole, das hält am besten.
Der
Rohling besteht aus 7 senkrechten Elementen. Auf der einen
Seite sind
3 Laschen zum Einstecken. Auf der anderen Seite sind
nach dem 1.
Element die Schlitze für diese Einstecklaschen.
An dieser Seite
beginne ich. Ich schmiere immer ein Stück
des Rohlings mit
Heißkleber ein, ...
... dann lege ich das Krepp an und raffe es zügig
mit
dem Daumennagel in die heiße Pampe.
Heiß. Wirklich. Leider …
Deshalb sage ich: mit dem Nagel, denn
der ist nicht ganz so
hitzeempfindlich wie die Fingerkuppe.
Das
nächste Stück einschmieren, reinraffen. U.s.w. Das letzte
Element
des Rohlings, das mit den Einstecklaschen, wird nicht
mit Krepp
versehen!!!!!!!!!! Das Klappt nämlich über das andere
und würde
sonst abstehen. Was von der Rolle zuviel ist, wird
grade
abgeschnitten.
Ab
der zweiten Runde wird es ein bisschen mühsamer. Denn auf
dem
gerafften Krepp Kleber hinzuschmieren ist leicht, aber darauf
das
nächste Papier zu raffen, ist manchmal etwas mühsam.
Immer
weiter im Takt, und zwischendurch mal das neu Geklebte
fest in die
heiße Pampe und die unteren Schichten drücken,
damit alles gut hält
(ja, ich weiß – heiß …)
Auch
hier am letzten Element aufhören.
Jetzt
setze ich den Rohling zusammen. Ich habe schon vorher
alle Elemente
längs vorgeknickt. Jetzt drücke ich alle 3 Schlitze
schonmal von
unten auf.
Dann lege ich den Rohling so hin, dass von beiden Seiten 2-3
Elemente umgeklappt werden und mit einem Element überlappen,
klappe den Rohling einseitig wieder auf
und schmiere das Element
vor den Schlitzen bis zum 2. Schlitz an den Längskanten ein. Wenn
es am schmalen Ende kleckert, macht das nichts, das verschwindet
in der Spitze. Aber es sollte niemals Kleber IN den Rohling geraten.
Dann lässt er sich am Ende nicht runden.
Habe
ich den Kleber drauf, stecke ich schnell erst die untere, dann
die
mittlere Lasche in ihre Schlitze …
…
und drücke das Ganze gut an.
Jetzt
schmiere ich auch das obere Ende gut ein …
…
stecke die letzte Lasche in den letzten Schlitz
und
drücke wieder alles an.
Jetzt
ist der Rohling soweit fertig. Der Wellpapperohling wirkt
relativ wabbelig. Aber wenn die Spitze dran ist, man ein bisschen
Zeitung innen in das Ende stopft und dann das Krepp oben zuge-
bunden ist, ist
so eine Tüte genauso stabil wie eine feste runde Tüte.
Die
Spitze habe ich nach einer Vorlage zugeschnitten, in diesem
Fall die
6 Enden etwas nach außen gerollt und kleine Kreppstücke
als Gras
von innen angeklebt.
Dann gebe ich von innen ganz viel Kleber auf die
6 Enden und in
die Runde. Ich greife von oben in die Tüte (wenn das
Krepp mich
durchlässt), schiebe die Spitze auf das Tütenende und
drücke die
Spitze fest an ...
…
mit Gegendruck von oben. Die Spitze schmiegt sich
an die
6 Elemente der Tüte und stabilisiert die Form bis oben hin.
Und am Ende ist es ein richtig wilder Dschungel.
Beim runden Schultütenrohling ist meistens eine Filzmanschette
von außen angeklebt. Die ist aber faltig, labberig und zu kurz.
Darum wird sie in den meisten fällen kurz geschnitten und nach
unten geklappt oder ganz entfernt. Stattdessen wird auch hier
Krepp in die Runde geklebt. Das ist ein bisschen mühsamer, weil
die Runde enger und eben geschlossen ist. Das bereits angeklebte
Krepp muss immer nach außen weggeklappt werden, damit man
weiter hantieren kann. Aber es sieht einfach schöner aus.
Hier wurde statt des Filzes ein Band um die kante geklebt und dann Krepp von innen. Und hier wurde eine kurze, stehende Runde von außen angeklebt, der Klebstoff durch ein Band verdeckt und dann 2 Reihen Krepp von innen angeklebt.
















