Montag, 11. Februar 2013

Maskenparade


Als unsere Tochter Hannah im Januar Geburtstag hatte, wachte sie auf und sagte als erstes: „jetzt bin ich schon 12!!!!!“ Und mir ging es ähnlich. Kurz danach haben wir groß gefeiert. Sie hatte Freundinnen eingeladen und sich wieder eine kreative Aktion gewünscht.

Kindergeburtstag "Maskengestaltung"

Die Mädchen und unser Tobias mittendrin haben wunderschöne Masken gestaltet. Ich hatte 2 Formen zum Aussuchen besorgt. Die grauen Kunststoffmasken sind ganz einfach zu bemalen und zu bekleben.
Ich habe den Kindern Acrylfarben gegeben und ihnen eine fertige Maske gezeigt, damit sie einen Eindruck bekommen, was alles möglich ist.

 

Dann ging es los. 


Es dauert immer eine Weile, bis man sich in die Form eingefühlt hat 
und sich für Farben entscheiden kann. Ein Blick auf das Material 
zum Verzieren hat dann oft den Stil und die Grundfarbe von 
vorneherein beeinflusst.




In der Pause, als die Masken trockneten, gab es Obst-Fondue mit einem Schokoladenbrunnen. Das war natürlich der Hit. Aber dann gings gleich munter weiter. Blätter, Blüten, Federn, Perlen, Bänder, Stoffe, Schmucksteine – 
alles Mögliche landete auf den Masken.
Am großen Spiegel im Flur wurde kontrolliert, ob alles sitzt oder ob noch was fehlt. Und schließlich standen lauter zauberhafte Wesen vor mir.
Die Blütenfee:


1000 und eine Nacht:


Die Geheimnisvolle: 


Perlenfeuer: 


Herbstwald:


Grauer Krieger:


Und zwischendrin hatte ich dann doch auch noch Luft, mir selbst eine Maske zu gestalten. Ich habe mit reinem Schwarz unten angefangen, nach und nach Grau eingemischt und oben schließlich noch Perlmutt zugesetzt. Dadurch hat die Maske oben diesen Schimmer. Besonders hat uns alle die Farbe mit dem profanen Namen „Aluminium“ fasziniert, weil diese Farbe wirklich richtig metallisch wirkt. Ich habe damit einige Reliefs der Grundmaske nachgespurt. Unter den Augen sind die Schnörkel nur mit dunklem Grau gestreift, damit sie sich ein ganz klein bisschen vom Schwarz abheben. Zu guter Letzt sind dann noch kleine, selbstklebende Halbperlen in reinem Weiß auf die Schnörkel der rechten Seite der Maske gewandert. Um die kante drumrum habe ich als Abschluss silberne Zackenlitze geklebt.


Für die Fotos habe ich die Maske auf eine silberne Rettungsdecke gelegt und nicht geblitzt. Sieht richtig schick aus. Jetzt fehlt nur noch die Gelegenheit, dieses Schmuckstück mal zu tragen.


Es macht immer wieder Spaß mitzuerleben, 
wenn Kinder – o, Pardon! - Jugendliche sich kreativ austoben.


wohl geschmückt

Schon im letzten Sommer gab es einen Kindergeburtstag bei einem Mädchen zu Hause. Auf mich warteten 11 giggelnde Teenies und eine aufgeregte Mutter. Aber das legte sich alles schnell.

Während die Kinder sich an leckeren Kuchen stärkten, habe ich mich eingerichtet und das Material aufgebaut. Dann bekam jedes Mädchen einen Filz als Unterlage, damit die Perlen nicht ganz so schnell „reißaus nehmen“. 


Und jetzt folgte die Qual der Wahl: ich hatte für einige Schmucksstücke die Verschlüsse bereits vorbereitet, damit alle gleich anfangen konnten.


Sehr beliebt waren die Spiralarmbänder, bestehend aus einem Draht, der immer wieder seine Form findet – leicht zu befädeln, knifflig beim Endeumbiegen und wunderbar vielseitig zu tragen.


Manche machten sich sogar die Mühe, 
zwischen den Perlen noch einzelne Pailetten aufzufädeln.

Kindergeburtstag "Schmuck gestalten"

Weit über die verabredete Zeit hinaus durfte ich zu Farben beraten, 
Techniken erklären und schließlich die Abschlüsse machen. 
Die Mädels konnten gar nicht mehr aufhören.


Manches schöne Ensemble ist dabei entstanden, nebenbei ein paar Ohrstecker, Freundschaftsarmbänder im Partnerlook, Geschenke für Freundinnen, Tanten, …


Und ich habe einfach die Kreativität 
und Begeisterung der Mädels genossen.


Das Geburtstagskind hat sich übrigens inzwischen selbst mit Material 
und Werkzeug eingedeckt und war schon 2x bei mir, um noch mehr zu lernen. 
Und für dieses Jahr bin ich auch schon wieder gebucht ...

Ich freu mich auf Dich, Ella!




Sonntag, 3. Februar 2013

Mein kreativer Monat Januar 2013

Mein kreativer Monat Januar 2013 bestand im Wesentlichen aus Aufräumen, Umräumen, Wegschmeißen – und der Steruererklärung 2012. Pöööh …

Aber durch Ingrids tolles Blog und ihre Aktion "mein kreativer Monat" 
habe ich ja doch ein paar Bastelschubser bekommen. 
Und so konnte ich die Januar-Kollage doch gut füllen.



Das schönste Projekt war natürlich die Napkin-Fold-Karte,
 zu der ich inzwischen ja auch den Workshop eingestellt habe: 



Anfang des Monats habe ich - um mein Bastelgewerbe ein bisschen 
in Schwung zu bringen - vor allem Hochzeitspapeterie und andere
 Festkommunikation gebaut und eingestellt. Dazu gehören auch diese
 blau-schimmernde Hochzeitseinladung und die zartgrüne Taufkarte:



Und dann habe ich mit Begeisterung mehrere Taschenbücher gebaut -
 nein, keine zum lesen, sondern ein Büchlein, das innendrin mehrere 
Taschen zum Füllen hat.



Mal 4, mal 8 Fächer gilt es zu füllen, und das macht so richtig Spaß.


Mal sehen, was der Februar so bringen wird ...


Anleitung für eine Napkin-Fold-Karte

Heute will ich Euch zeigen, wie die Napkin-Fold-karte aufgebaut ist. Geschlossen ist sie ziemlich wuchtig wegen der vielen Lagen Papier. 
Und beim Öffnen entfaltet sich dann ihr Zauber.



Grundkarte bauen:

Fürs erste Mal nimmt man einfach ein einfarbiges 12-Inch-Papier. 
Dann macht man – jeweils an allen 4 Seiten – Falze bei 3 Inch.

Papier auf die Rückseite drehen. Die Quadrate, die in den Ecken 
entstanden sind, bekommen jetzt eine diagonale Falzung. 
Dann muss man noch jeweils genau von der Mitte der Kanten her 
(also bei 6 Inch) Diagonale falzen. 

 

Zurück drehen und alle Falzlinien ein paarmal knicken. 
Ich drücke von den Längsseiten her von unten nach innen. 
Wenn ich das ein paarmal gemacht habe, faltet sich die karte 
leichter zusammen (am Anfang sperrt sie noch etwas).

 

Wieder aufklappen. Jetzt nehme ich eine Bordürenstanze und bearbeite alle Kanten. Dazu drehe ich wie immer die Stanze um, damit ich von unten sehen kann, wo ich stanze. Und ich schiebe das Papier nicht bis zum Anschlag rein, sondern setze es so nah wie möglich am eigentlichen Stanzrand an. Das hat auch den Vorteil, dass ich auch mit einer normalen Bordürenstanze gleichmäßige Ecken hinbekomme. Ich brauche nur eine einigermaßen ruhige Hand. Ich fange immer an der äußeren Ecke an und stanze bis zur Mitte. Selbst wenn dann das Muster nicht aufgeht, ist die Überschneidung in der Mitte doch von beiden Seiten gleich. 



Wieder ein paarmal auf und zu falten, 
einfach, damit das Papier weich wird.

 


Das ist jetzt unsere fertige Grundkarte. Der gestanzte Bordürenrand 
stößt so noch aneinander, und die Karte ist ganz geschlossen. 
Würde ich das Papier ganz in den Bordürenstanzer reinschieben, 
wäre hier das gestanzte "Kreuz" in der Mitte mit deutlichem Abstand. 
Das fand ich nicht so schön.



Designpapiere zuschneiden:

Jetzt muss ich ganz viel schneiden. Denn ich will einige der Ecken und 
Flächen ja mit Designpapier belegen. Ich habe hier einen starken 
Kontrast gewählt, damit gut erkennbar ist, welches Maß wo hin gehört.
Weil ich gestreiftes Designpapier genommen habe und nicht wollte, 
dass die Streifen mal längs, mal quer zur Mitte laufen, habe ich gleich
 die Papiere für 2 Karten zugeschnitten. Die eine Karte hat jetzt Längsstreifen, die andere Querstreifen. 
Ich brauche folgende Quadrate in den Maßen:



Alle Quadrate werden auf der Rückseite mit einer Diagonale markiert 
und dann in 4 Dreiecke geschnitten – am besten mit dem Cutter.

 

 Ein paar der Dreiecke bekommen auch noch die Bordürenstanze zu sehen.
Jetzt schwinge ich mal eben ein bisschen die Stempel. 
Die dunklen Dreiecke bekommen nämlich alle einen Schnörkel ab, 
der diese Flächen ein bisschen auflockert.



Montage der Karte:
Auf diesen Bildern ist ganz gut zu sehen, wo welche Dreiecke 
aufgeklebt werden.
Orientiert Euch für vorne und hinten an den kleinen Eckknicken, 
die zeigen ja immer nach oben (hinten) oder unten (vorne).
Die großen Dunklen hinten:


Damit die Mitte nicht so nackig aussieht, schneide ich knapp kleiner als das Mittelfeld eine dunkelgrüne Matte und dazu ein helles Mittelpapier und klebe beides übereinander in die Mitte der Karte. Auf das helle Papier habe ich vorher noch den Schnörkelstempel in eine Ecke gesetzt.
 Also die großen Gestreiften und die Mitte vorne:


Die mittleren Gepunkteten und das wellenbordürte, kleinste Dunkle. 
Und auf die äußeren Dreiecke das ganz kleine Gepunktete - alles vorne:


Dabei kann ich die Kanten natürlich noch distressen oder – wie ich es hier mit den Hellen gemacht habe – wischen oder matten oder …
Auf der Vorderseite landen die ganzen Designpapiere, auf der Rückseite fasst alle Dunklen. Die Kleineren davon klebe ich auf, indem ich die Karte schließe. Sie hinterlegen nämlich die umgeklappten Ecken. 


Damit sie dort schön zur Geltung kommen, klebe ich sie so nah wie möglich 
an den Rand. So schauen sie unter der umgeklappten Ecke hervor. 
Damit ist hinten dann auch fertig:


Weil ich den Rand der Karte so eintönig finde, mache ich mir jetzt noch die Arbeit und loche alle Bögen der Stanzung. Danach sieht es ein bisschen verspielter aus.


Bauchbinde als Verschluss:

Eigentlich ist die Karte jetzt fertig. Aber vor lauter Papierlagen will sie nicht geschlossen bleiben. Also baue ich noch eine Bauchbinde. Ich nehme einen breiten Streifen vom dunklen Papier und gehe über beide Kanten mit der Bordürenstanze. Darauf klebe ich einen schmaleren Streifen vom Designpapier. Ich stanze ein größeres Wellenoval und ein etwas kleineres Oval und bestemple das in der Mitte passend.


Beim ersten Versuch habe ich die Bauchbinde hinter die Karte gelegt, 
die Seiten nach vorne geknickt und die beiden Enden dann vorne 
mit dem Oval verbunden.


 Sah toll aus, ging aber nicht mehr runter... Es soll ja etwas stramm sein, damit es die Karte zuhält.  Was tun? Da kam ich auf die Idee, die Bauchbinde hinten wieder aufzuschneiden, die beiden Enden mit Nieten zu versehen und die Binde dann hinten mit einem Band zu schließen. So geht es prima auf und zu und hält die Karte doch stramm geschlossen.




Verzierung als Finish:

Jetzt habe ich die geschlossene Karte vor mir liegen. Aber die sieht noch 
so langweilig, so „standard“ aus. Für die persönliche Note suche ich mir
also noch Papierblüten und Brads zusammen, stempele ein paar Schmetterlinge auf die Reste vom dunkelgrünen Papier 
und verteile alles malerisch auf den 4 Ecken der Karte. 

Napkin-Fold-Karte geschlossen

Napkin-Fold-Karte geöffnet

So. Jetzt stimmt für mich alles. Innen in der Mitte kann ich nun einem besonders lieben Menschen eine Gruß schreiben und das Zauberwerk auf die Reise schicken. Danach wird die Karte sicher noch einige Male auf und zu gefaltet vor Freude ...

Wie für alle anderen Anleitungen gilt auch hier: Nachbau ist ausdrücklich erwünscht, habt viel Spaß dabei. Vergesst bitte nur nicht, dass Ihr auf mein Blog hinweist bzw. bei Weitergabe diese Anleitung als von mir geschrieben kennzeichnet. Danke!


Montag, 28. Januar 2013

Napkin-Fold-Card

Eine zauberhafte Faltkarte, zu der ich jetzt auch den Namen erfahren habe, wandert heute in die Post zu meiner Patentante. Die hatte nämlich Geburtstag und wurde schmälich vernachlässigt, weil Weihnachten, Silvester und der Geburtstag unserer Tochter immer so inflationär viel Kraft fordern. Darum gibt’s jetzt was Besonderes.

Diese Kartenform habe ich vor längerem schonmal im Hühnerhof gesehen, aber nie ausprobiert. Nun habe ich sie beim Blog-Hopping wieder entdeckt und gleich in Flammen gestanden – Friemeln, meine Leidenschaft!

Geschlossen sieht sie schon besonders aus, 
ein 15x15cm-Quadrat aus einem Bogen Scrappapier:

Napkin-Fold-Karte

Und wenn man sie öffnet, dann kann man nur staunen über den Faltmechanismus. Witzigerweise ist mir, als ich über einen sinnvollen Namen dafür nachdachte, das Einstecktuch eines Herrenjackets eingefallen - das passt ja zu dem Namen "Napkin" = Taschentuch-Faltung.


Platz zum Schreiben gibt’s da dann auch noch. Und eine Anleitung ist schon geknipst und wird demnächst eingestellt. Danke also an Heide, die mir den Namen verraten hat. Bei mir heißt sie nun auch Brotkorb-Faltung, weil sie halb geöffnet aussieht wie so ein Stoffbrotkorb vom Schweden ...