Sonntag, 26. März 2017

internationale Hochzeit - Teil 2 - zauberhafte Tischdekoration

Bei der Tischdeko für die Hochzeit einer Freundin hatte ich so richtig mein
Vergnügen (bis auf den Zeitdruck vorher, der durch akutes 3-tägiges
„ich habe Rücken“ zurüchzuführen war …).

Die Einladung hatten sie im Internet in Druck gegeben. Zu sehen war ein
klassischer Fotonegativstreifen mit Bildern vom Brautpaar drauf. Und weil
der Braut nichts anderes als Motto einfiel, wurde daraus eine ziemlich abgefahrene und ganz zauberhafte Tischdeko-Idee. Ein paar Telefonate
und nur eine Woche Wartezeit später bekam ich eine große Kiste von
CEWE-Color aus OL von einer unglaublich lieben Mitarbeiterin, der meine
Idee so gefiel, dass sie sich richtig ins Zeug gelegt hat. Was ich mir von ihr
gewünscht hatte, waren leere Filmhülsen von klassischen Negativstreifen.
70(!) Stück hat sie mir geschickt. Und dazu einen ganzen Haufen von den Endschnipseln, die abgeschnitten werden, bevor der eigentliche Film in die Entwicklungsmaschine eingespannt wird. Daaaaanke nochmal!

Daraus wurden dann die Namensschilder, auf denen ich im Schweiße meines Angesichts die deutschen bzw. chinesischen Namen untergebracht habe –
nervös war ich deshalb, weil bei den chinesischen Schildern die Namen in
beiden Schreibweisen drauf sein sollten. Ich kann aber kein Chinesisch, und
darum war die Fehlergefahr so hoch.


Die Filmspulen bekamen eine schlichte schwarze Bauchbinde, darauf
einen Kreis mit den Namen des Brautpaars und dem Datum. Und in den
Schlitz habe ich den Namensstreifen eingeklebt.
So sah das Ergebnis dann aus: ein eingedeckter Platz am Kaffeetisch:


Die meiste Vorarbeit für den Blumenschmuck hat die kleine Schwester der
Braut geleistet. Die wollte nämlich unbedingt helfen und bekam darum die
Aufgabe, diese zarten Papierblüten zu falten und ineinander zu kleben.
Immer eine weiße oder rosane Blüte sitzt auf einer eeeetwas größeren,
zart grün schimmernden Blüte. In der Mitte sitzt eine winzige Klebeperle.


Und davon hat sie sooo viele gemacht, dass die wirklich überall waren –
in den kleinen Sträußen, auf den Tischen, im ganzen Raum auf den Fenster-
brettern, sogar am Buffet. Hier – neben dem schlichten Teelichtglas mit
einer kleinen Stumpenkerze – sieht man etwas besser das „Untendrunter“. 


Große grüne Pailletten wurden an papierumhülltem Draht befestigt und
dann mit Heißkleber unter die meisten Blüten geklebt. Der Draht blieb
entweder lang, damit man die Blüte in die Blumengläser stecken konnte,
oder wurden um den Finger gedreht und auf die Tische gestellt oder gelegt.


Als Streuteile gab es also überall: die Filmabschnitte, die Papierblüten,
rote Herzgummibären und eine großzügige Mischung aus diversen
passenden Zuckerstreuseln.


Für den Blumenschmuck habe ich bei der Hochzeit meines Neffen geklaut.
Ich habe ganz viele Gläser und Gläschen besorgt. Daraus entstanden
auf den Tischen 12 Blumeninseln aus je 5 verschiedenen Gläsern, klein
und groß, dick und dünn, Marmeladen-, Sektgläser, Sirupflaschen zum Selbsteinkochen. Was die Schränke und Keller von mir und der Brautmutter
so hergaben. Ein paar habe ich auch dazu gekauft. 



An jedem Glas war in weiß, grau, rosa oder zartgrün eine Spitze, ein
Schleifenband, Washitape oder Bast befestigt. Und in all diesen Gläsern
steckte schlicht und einfach Schleierkraut. Dazu bei jeder Blumeninsel
irgendwo 1 weiße Ranunkel und 1 rosane Hyazinthe oder orangene Rose.
Sonst nischt. Halt, die Papierblumen natürlich. Das Ergebnis war ganz
filigran und zauberhaft. Hier einfach Impressionen:








Nach dem Abbauen am nächsten Tag, wo keiner mehr nach den Blumen
gefragt hat, habe ich einfach eine große Kiste voll gemacht und zu
Hause neu in einigen Gläsern arrangiert. Wir haben diese Gläschen
im ganzen Haus verteilt.



Da sich Schleierkraut ewig hält, konnte ich mich noch eine ganze
Weile an der niedlichen Pracht erfreuen.