Montag, 26. Januar 2015

Ich bin ein technischer Dinosaurier ...

Buahhhhh – Panik. 
Aber allmählich lichtet sich das Chaos auf dem PC ...

Ich hatte ja einen Trojaner. Also hieß es: 
Daten retten, alles platt machen, von vorne anfangen.

Da die meisten Viren und anderen unerwünschten Gäste auf 
Windoof abzielen, hat mein Mann beschlossen, mir Linux zu 
verpassen. Das hat den Vorteil, dass - wenn ich nur über Linux 
ins Internet gehe, ich mir so schnell nichts mehr einfangen werde. 

Und dann stellte sich nach und nach heraus,
1. dass die meisten Nutzeranwendungen, an die ich mich mühsam 
gewöhnt hatte, nicht über Linux laufen, zum Teil aber nicht 
ersetzbar sind.
2. dass Linux echt was für Freeks ist und deshalb sehr viele 
Funktionen nur unter Austüfteln komplizierter Vorgänge zu 
bewerkstelligen sind.
3. er selbst eigentlich auch keine Ahnung von Linux hat.

Allein rauszufinden, wie man Verknüpfungen zum Desktop 
herstellt (das hier charmanterweise tatsächlich "Schreibtisch" 
heißt), hat ein Kilo Nerven gekostet.

Daraufhin hat er mir Linux UND Windoof nebeneinander gepackt. 
Um vom einen in das andere zu wechseln, muss ich aber den PC 
neu starten. Also scharf nachdenken, welche Arbeiten ich so 
normalerweise kombiniert erledige, und welche Programme dazu 
gemeinsam zu haben sein müssen. 
Manche Programme sind jetzt auf beiden Betriebssystemen zu 
finden, manche nur hier, manche nur da, manche erstmal gar 
nicht mehr ... Einige Progrämmchen muss ich nun schon wieder neu 
kennenlernen und rumprobieren. Und das hasse ich wie die Pest.

Dafür habe ich, um das Verknüpfen in meinem Hirn zu 
automatisieren, mal Brainstorming gemacht und jetzt einige 
Programme tatsächlich immer auf dem Schreibtisch liegen. 
Verknüpfen kann ich jetzt. Und nach diesen Seiten suchen 
muss ich nun nie wieder. *froi*

Und heute Nachmittag mach ich auf "mit 66 Jahren". 
So alt fühlen tu ich mich schon lange ...

Die Standardschrift, die ich hier für meine Posts nutze, hatte ich 
hatte ich mir mal als Font gezogen.  Die musste ich also nun auch wieder holen. Und wenn man so bei diesen Freeware-Anbietern stöbert, wird man ja echt übermütig. Ich hab jetzt fast 20 neue Schriften.  Eine genialer als die andere. Ich mag besonders Schriften, die wie handgeschrieben aussehen. Mit dieser hab ich das Plakat vom letzten Chorauftritt gestaltet. Und diese werde ich sicher nicht oft nutzen, aber sie eignen sich, um themenbezogene Texte zu schreiben oder mal einem Bastelprojekt eine besondere Note zu verleihen.Auch Kindergeburtstage werde ich noch einige feiern „müssen“.Hach, da kann ich mich echt austoben.

Aber jetzt benehme ich mich mal wieder normal und mache erst 
Mittagessen, bevor ich endlich wieder an den Basteltisch gehe.

Sonntag, 4. Januar 2015

12 aus 12 - meine kreative Jahresrückschau

Und gleich hinterher kommt natürlich mein Jahresrückblick – 
wieder inspiriert durch Ingrid von AnnasArt. Obwohl ich im 
vergangenen Jahr gar nicht so viel gemacht habe, z.B. in 
3 Monaten gar keine Collage erstellt habe mangels Masse, 
ist es mir doch in manchen Monaten nicht leicht gefallen, 
mich zu entscheiden. Immerhin habe ich fast alle besonderen 
Projektarten unterbringen können.

Manche Projekte wurden angeregt durch die SI (die Samstags-
Inspiration) im Stempelhühnerhof oder Projekte, die ich einem 
anderen Huhn abgeschaut habe. Manches war Kundenwunsch 
oder Auftragsarbeit, mehrere Sachen habe ich aber nachgebaut,
 nachdem ich sie auf den Collagen anderer bei AnnasArt 
entdeckt habe.


Die Kipp-Boxen im Januar habe ich bei Ingrid gesehen. Eine SI 
im Februar lautete „Stoff“ und mündete in dieser Karte, auf 
der ein gestanztes Label und das Band aus Stoff sind. Im März 
habe ich einen kleinen Restestreifen von einer Hintergrundwischerei 
verwertet. Im April hat mich eine Zick-Zack-Wasserfall-Karte auf 
einer der Collagen so fasziniert, dass ich das entsprechende Blog 
durchsucht und dann nach einer Anleitung gefahndet habe. Im 
Mai habe ich auf Wunsch einer Marktkundin Geburtstagskalender 
gebaut nach einer Bauanleitung vom Scrapbook-Laden. Im Juni 
habe ich die Taufkerze für mein Patenkind gestaltet. Im Juli 
haben mich dann die PopUp-Boxkarten völlig in Bann geschlagen – 
wieder eine SI im Hühnerhof. Im August bat mich eine Freundin um 
eine besondere Hochzeitskarte mit Geldversteck passend zu einer 
nostalgischen Einladung. Im September habe ich endlich mal 
wieder eine Ausziehkarte gebaut. Im Oktober brauchte ich eine 
Verpackung für Spiele und habe dafür diesen Würfel gebaut.
Im November entstanden ganz viele Adventskränze für unterwegs 
für den Markt am 2. Advent. Und im Dezember folgten noch diese 
kleinen Boxen mit Grußkärtchen, hemmungslos bei einer Freundin
abgeschaut.

Viele spannende Aquarellkarten sind dieses Jahr entstanden, 
und einige kleine Auszieh-Schokotunnel gab es im Frühjahr für 
einen Markt, die haben es nicht in die Endausscheidung 
geschafft. Schultüten und Schmuck-Geburtstage sind ja nur 
von mir angeleitet und darum nicht dabei. Aber wer mag, kann 
ja mein Jahr noch mal rückwärts beschauen in den Posts.

Ich freue mich jedenfalls über viele, viele, die hier (regelmäßig) 
schauen und manchmal auch einen lieben Kommentar 
hinterlassen. Ihr motiviert mich immer, weiter zu machen.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Würfelspiele - Spielewürfel

Lustig! Wenn ich so vor mich hin poste, fällt mir nach und nach ein, 
dass ich in diesem Herbst doch einiges gebastelt habe. Kreativ 
auch im Oktober ... Auch wenn der Anlass in diesem Fall eher 
durchwachsene Gefühle hervorruft.

Eines unserer Kinder wurde in der Schule so gemobbt, dass im 
unguten Zusammenspiel mit anderen Faktoren die Seele aus 
dem Ruder lief. Die Folge waren 5 Monate in einer psycho-
therapeutischen Tagesklinik, Schule, Essen, Gruppen von 8:00 
bis 16:00. Die ganze Familie hat gemeinsam hart gearbeitet. 
Uns wurden viele Erkenntnisse geschenkt und viele neue Wege 
eröffnet. Meine Art, sowas zu verarbeiten, ist dann in der 
Regel der Rückzug in meinen Keller, wo ich hand-arbeitend 
innerlich in Bewegung bin.

Wenn man sich ein Bein bricht und im Krankenhaus landet, 
schenkt man meistens den Schwestern am Ende – ein Pfund 
Kaffee mit Schleifchen … Das war mir aber zu doof. Da ich 
ja für den Spieleverlag amigo arbeite und in der Klinik 
natürlich ganz viel mit den Kindern therapeutisch und einfach 
so gespielt wird, habe ich einfach meinen Fundus an kleinen, 
richtig guten Spielen geplündert – Danke Andi nochmal für die 
Zugabe! - und daraus ein Dankeschön-Spielepaket geschnürt, 
das sicher länger hält als ein Pfund Kaffee. Wie verpackt man 
Spiele? Richtig, am besten würfelförmig …

Würfelschachtel aus Graupappe

Ich habe die Spiele gestapelt, bis sie die richtige Form hatten, 
und dann als Verpackung passgenau diesen Würfel gebaut 
(ca. 20x20x20 cm) aus Graupappe und Co. Bei der Entlassung 
wurde er gebührend bestaunt und strahlend entgegen genommen.


Viele Mitarbeiter hatten mit unserem Kind im Laufe der Zeit zu 
tun, wir Eltern aber mit manchen mehr, mit anderen viel weniger. 
Denen, die mir viel bedeutet haben, habe ich dann sehr 
persönliche Briefe geschrieben und allen eine so verpackte 
Tüte mit schokolierten Apfelringen geschenkt. 


Da steckten dann auch die Briefe drin. 
So gabs keine 2-Klassen-Geschenke.





Ich bin dankbar für die Zeit. Aber fürs nächste Jahr bestelle 
ich trotzdem deutlich mehr Frieden, Ruhe, Gelassenheit und 
Geborgenheit. Wir haben jetzt eine 2-Jahres-Ration Stress
verbraucht!!!!!




meine kreativen Monate November und Dezember 2014

Im August habe ich das letzte Mal mitgemacht bei Annas Art. 
Danach ging einfach gar nichts. Aber jetzt! Im November und 
Dezember war ich dann doch aus verschiedenen Anlässen mal 
wieder kreativ. Und hier sind die Ergebnisse zusammengefasst 
für Ingrids Challenge "mein kreativer Monat":



Und jetzt kann ich auch den Link zum Monat Dezember ergänzen.
Danke, liebe Ingrid, für Deine tolle Anregung, Rückschau zu halten. 
Für nächstes Jahr nehme ich mir vor, wieder mehr dabei zu sein!


Adventskranz für unterwegs

Nochmal November. Mir ist grade eingefallen, dass ich ja auch 
noch „Adventskränze für unterwegs“ gebaut habe für den Markt. 
Und die sind auch weggegangen wie warme Semmeln. Es gibt 
die Dinger ja inzwischen auch so zu kaufen. Aber dann sind sie 
meistens in Streichholzschachteln. Und dadurch sind die Kerzen 
so winzig, dass die erste weggebrannt ist, bevor die letzte 
angezündet ist. Ich wollte tatsächlich ein Quadrat, einen 
„richtigen“ Kranz drauf, wenigstens Tortenkerzen, von der Größe 
her, sicher stehend. Und ich wollte auch noch ein Gedicht und eine 
Schoki drin unterbringen können.

Die Lösung waren die Pizzabox-Stanze und das neue Kranz-
Stempel-Set von SU. Für die Boxen habe ich das schön strukturierte 
Papier von Bazzill Basic genommen. Die Beeren auf dem Kranz 
sind noch mit dem „Funkelzauber Glitterkleber“ von SU beglitzert. 
Dabei war ich allerdings ein bisschen enttäuscht. Ich hatte nicht 
damit gerechnet, dass ein so großer Kuller Glitzer sooo platt 
wegtrocknet. Ich hätte es gerne ein bisschen kugelig gehabt. 
Und so sieht der Adventskranz dann aus, wenn man ihn 
zusammengebaut hat:

Adventskranz für unterwegs

Die winzigen Sternchen auf dem Deckel sind übrigens aus 
Holz gelasert. Ich hab sie in mehreren Shops gesehen und 
mich total verliebt. 

Hier sieht man, was ich alles reingetan habe. Die 
Sicherheitshinweise für die Kerzen und den 
Zusammenbau, ein Teebeutel, der Schoki-Nikolaus 
und das gestempelte Gedicht.


Die Sicherung der Kerzen habe ich mir so ausgedacht: die 
Plastikkerzenhalterung steckt in diesen Nieten, der Kranz ist 
mit Abstand geklebt, die Löcher gehen bis durch den Deckel.


Auf der Innenseite des Deckels steckt man die kleinen Moosgummi-
stücke auf die Halterungen. Dadurch klemmen die Kerzen wirklich 
fest und können einigermaßen grade ausgerichtet werden. Ich 
finde einfach, dass ich auch verantwortlich bin, wenn ich sowas 
verkaufe. Da in den Kuchenkerzen-Packungen immer mehr Kerzen 
als Halterungen sind, habe ich einfach die Überzähligen immer mit
 reingetan. Dann sammeln die sich nicht bei mir ...


An was man alles denken muss ... Wegen des Copyright (und der 
Schönheit) habe ich das Gedicht natürlich nicht kopiert sondern 
gestempelt. Und wegen der Lebensmittelhygieneverordnung habe 
ich den Teebeutel eingeschweißt. Bloß nciht wegen sowas Blödem 
Ärger kriegen. 


Die Adventskranzboxen habe ich also gefüllt, dann das Karoband 
mit 2 Miniglöckchen behängt und zur Schleife gebunden. Das 
Ganze habe ich in die Tüte getan, an die Unterseite noch ein 
Zettelchen mit einer „Inhaltsangabe“ eingelegt, zugebunden mit 
2 Kugeln, die ich von einer Weihnachtsbaumschmuck-Kette einfach 
abgeschnitten habe. Fertig.


Witzig, was man so für Verkaufsstrategien entwickeln bzw. 
Käuferverhalten beobachten kann. Zum einen kaufen die Leute 
immer besonders gern das, was man grade macht. Also: immer 
was zum Zukucken halbfertig mitnehmen. Und wenn man 
Variationen macht, haben die Leute das Gefühl, sie können 
wählen – und sind glücklicher und kauffreuiger …

Egal. Ich machs ja neben dem Zuverdienst vor allem, weil es mir 
einfach Spaß macht – das Basteln und die Freude der Leute.