Dienstag, 9. Februar 2016

2 Pocket Letter zum Thema "Winter" - von mir

In meinem Keller tobt der Wahnsinn! Hat doch die Forums“kollegin“ 
Heidi gezeigt, was sie für irgendeine Challenge gebastelt hat – 
ein paar PL´s. Und die haben mich aus meiner „krankheitsbedingt-
von-Wartezimmer-zu-Wartezimmer-eile-Winter“-Lethargie 
gerissen, dass ich gar nichts mehr anderes machen kann.

PL??? Das ist ein „Poket Letter“. Erfunden von einer jungen 
Amerikanerin, die daraus gleich mal eine eingetragene Marke 
gemacht und ein dickes Forum dafür aufgezogen hat. Die Idee 
ist ganz simpel: Kreative Frau will schön aufgemachten Brief 
verschicken und bebastelt ihn darum. Dazu nimmt man eine 
Din A4-ATC-Hülle, also so eine Hülle mit 9 gleich großen Fächern. 
Die Fächer füllt man mit einer schön zueinander passenden 
Bastelei. Dahinter kann man dann noch nette Kleinigkeiten wie 
einen Teebeutel fürs gemütliche Brieflesen, Sprüche oder Gedichte, 
Minigeschenke oder ein bisschen Bastelmaterial stecken. Aber vor 
allem schreibt man einen liebevollen Brief und steckt ihn auch in 
eines der Fächer. Hier ist das Original-Tutorial der Erfinderin 
Janet Lane. Das Forum heißt "Pocket Letter Pals".

Nun ist es zunächstmal simpel, wenn man es gewohnt ist, ATC´s zu 
basteln. Das Format ist nicht fremd. Aber dann … Mein Hirn hat 
sich natürlich sofort verselbständigt. Ich habe Ideen (und schon 
einen Ordner angelegt) für gefühlte 1000 PL´s. Als ich dann im 
PLP-Forum rumgehüpft bin, hatte ich gleich noch 2000 dazu. 
Und dann wusste ich plötzlich, wie ich das Geburtstagsgeschenk 
für eine liebe Freundin verpacken will – in einem PL. Samstag 
Nachmittag habe ich angefangen. Irgendwann habe ich das 
Familienabendbrot mitgemacht. Und von da an habe ich nicht 
mehr auf die Uhr geschaut. Um 3:45 hab ich es dann gemerkt 
und beschlossen: jetzt kann ichs auch zu Ende bringen. Um 5:00 
kam mein Mann auf der Suche nach mir. Und um 6:38 bin ich 
dann völlig am Ende ins Bett geschlichen. In meinem Keller liegt 
ein wunderschönes PL – und ich kanns Euch nicht zeigen, weil der 
Geburtstag der Freundin erst Anfang März ist …

Aaaaaaber – ich habe mich im PLP-Forum angemeldet, die 
deutsche Gruppe gefunden und einfach ein paar Leute angepiept. 
Witzig – eine Frau kommt aus dem Ort, wo ich zur Schule ge-
gangen bin. Mit ihr und einer weiteren Deutschen habe ich meine 
ersten „Swaps“ (Tausche) verabredet – beide zum Thema Winter. 
Und die kann ich Euch hier zeigen, weil sie ja nicht auf meinem 
Blog rumspringen.

Zunächst mal habe ich das neue Hobby zum Anlass genommen, 
meine ATC-Ordner zu durchforsten. Da waren einige, die ich mal 
zuviel gemacht hatte. Auch einige Winterliche. Die habe ich als 
Ausgangspunkt für die PL´s genommen. Das erste ist quer gelegt. 
Hier stecken 5 ATC´s drin – die mittlere Reihe und oben die beiden 
rechts und links. 


Nun wollte ich aber nicht einfach alte ATC´s recyclen. Also habe ich 
meine Designpapiere nach einem verbindenenden Blatt durchsucht. 
Irgendwann war mir mal ein ganzer Block mit relativ dünnen, ein-
seitig bedruckten Papieren für Winter / Weihnachten zugeflogen. 
Normalerweise kann ich mit großflächigen Bildern oder ganzen 
Seiten voller kleiner tags nichts anfangen. Aber jetzt plötzlich 
sind sie genial. Denn die breite Leiste, die sich quer über die untere 
Reihe zieht, ist wie ein Fundament für die ganze Seite. Der Rest 
des Blattes ist mit dem dezenten hellen Muster bedruckt, das nun 
oben im mittleren Fach wieder auftaucht.


Ebenfalls in dem Papierblock war eine passende Seite mit lauter 
tags. Eines davon hatte nochmal das Vögelchen, das in der 
Bordüre auftaucht, spielgeverkehrt, und so entstand die Gestal-
tung für dieses Fach:


Weil mir das aber noch immer zu zusammengewürfelt erschien, 
habe ich meine Stanzen durchsucht und dann aus gaaaaanz 
zart jadefarbenem Schimmerpapier die Eiszapfenreihen ge-
stanzt. Jetzt ist die Vorderseite in sich schlüssig. Beim Kramen 
in meinen endlos vielen Boxen und Schubladen habe ich eine 
ganze Reihe von Bastelkrempel gefunden, das mir mal zuge-
flogen ist oder mir irgendwann gefallen hat. Passt gar nicht 
(mehr) zu meinem Kartenstil, und ich konnte es einfach nicht 
wegwerfen. Dazu gehören die Schneemann-Sticker und die 
Schneekristall-Epoxies. Über die ganze Vorderseite verteilt sind 
auch die ein verbindendes Element.

Für die Rückseite habe ich ein sehr dezentes DP gewählt. 
Witzig die linke Ecke oben.



Das Label ist aufgedruckt und rief geradezu danach, so 
beschriftet zu werden. Das will ich für die Swaps im PLP-Forum 
immer so machen. Dann können die Beschenkten in ihren Ordnern 
schnell sehen, woher sie das PL eigentlich haben. So sieht die 
Rückseite gefüllt aus. 


Manche Leute im PLP-Forum stopfen die Fächer mit Massen von 
Goodies voll. Irgendwie bracuhe ich das gar nicht. Mir sind die 
persönliche Note, das stimmige Thema und der Brief viel wichtiger. 
Also habe ich nur manche der Fächer mit „Zeug“ gefüllt – 2x die 
Schneemänner, 2x einige tags von dem zur Vorderseite passenden 
Papier und jede Menge gestanzter Sterne, die praktisch als das 
Winterkonfetti bei meiner W.Karten-Produktion entstanden sind. Und 
dazu habe ich ein Wintergedicht von Hand geschrieben (oben 
rechts), einen meiner Faltsterne rausgesucht, einen Teebeutel für 
einen Genussmoment genommen … 


und meinen Brief mit ein paar Fotos von mir gestaltet.


Bis zum 20.2. soll er bei ihr sein. Und ich bin tooooootal neugierig, 
was für ein PL sie für mich gebastelt hat.

Der zweite Winter ist hochkant. Dafür hatte ich schon 3 ATC´s da – 
Sturm, Silvester und Pinguine. Die Schneemänner, das Winter-tag 
oben und der Schneeflockenstempel unten waren schnell mit drin. 
Die Eiszapfen boten sich wieder an.


Und dann habe ich die Hirten neu gestempelt und koloriert und die 
beiden in der Mitte gemacht. Eigentlich habe ich das Tim.Holtz-Set 
nur wegen der umwerfend schönen Bäume gekauft. Mit Rot- und 
Niederwild zu Weihnachten kann ich absolut nichts anfangen. Aber 
der Hirsch hat einfach genau die richtige Form und Größe hierfür 
und ist so mit reingerutscht. Ich habe beide Stempel auf zart
blaues Papier gestempelt und ausgestanzt. Dann habe ich alle 
Flächen ganz mit Diamond Glaze gefüllt. Und schließlich habe ich 
mit dem transparenten Glitzerkleber von SU das Geweih hervor 
gehoben und auf jeden Baum eine funkelnde Schlängellinie 
gesetzt. Der Effekt war auch für mich echt WOW. Das Blau ist 
dadurch so intensiv geworden. Und gerade die Bäume sehen so 
klasse aus mit der Linie drin. Beim Geweih habe ich ein bisschen 
dazwischen geschnitten, weil es ineinander gelaufen ist.


Die Rückseite ist ganz ähnlich gefüllt. Aber weil ich ein anderes 
Hintergrundpapier genommen habe und das Ganze ja hochkant
ist, ist es doch ziemlich anders. Auch hier Teebeutel, tags, Schnee-
 männer und ein Faltstern. Dazu ein Gedicht, ein Liedtext und 
mein Brief.


Ein Reststreifen, der genau an diese Kante passte, versteckt nun 
die ziemlich hässliche Lochleiste. Beim Querformat hat es mich 
gar nicht so gestört, aber hier nun doch. Ich habe aber die für 
Deutschland relevanten Löcher gleich wieder reingemacht, 
damit die Adressatin nicht suchen muss.

Auch bei dieser Tauschpartnerin soll das PL am 20.2. sein. 
Und ich darf mich auf ein PL von ihr freuen.

Samstag, 16. Januar 2016

Opernkarten zum 50. Geburtstag

Unsere Tochter hat am selben Tag Geburtstag wie eine gute 
Freundin. Damals waren wir zum Brunch eingeladen, und 
ziemlich genau im richtigen Moment soll sie uns vermisst haben 
mit den Worten:“Na, die werden doch nicht jetzt grade ...“

Doch - hatten sie. Seitdem teilt sich unsere Tochter eine ihrer 
besten Freundinnen immer mit der auch feiernden Mutter. Und 
letzten Sommer kam die klare Ansage:“Und dass das klar ist. 
Nächstes Jahr werde ich 50, der Samstag danach gehört mir!“ 
Was natürlich verständlich ist. (Blöd wird’s, wenn die eine 40 und 
die andere 75 wird …)

Geburtstag hatten sie nun beide letzte Woche. Unsere Tochter 
mit u.a. der anderen Tochter hat einen fröhlichen Nachmittag 
mit lauter Musik, jeder Menge guter Laune und einem Cakapop-
Bereiter verbracht. Das Ergebnis bekommt heute das andere 
Geburtstagskind:

große 50 aus Cakepops

Wobei die 5 unten etwas kurz geraten ist, weil ich erst die 
Cakepops gezählt und dann die Löcher gebohrt habe. Derweil 
hat mein Mann von meiner Tochter die Erlaubnis bekommen, 
eins an jemand anderen zu verschenken … In das Loch kommen 
gleich noch Wunderkerzen.

Weil Erwachsene in unserem Alter chronisch gestresst und mit 
Terminen zugeschüttet sind, hat sie sich von uns eine gemeinsame 
Unternehmung gewünscht. Sie bekommt (für uns alle) Opernkarten, 
die in einer Ziehverpackung gelandet sind.


Seit ein paar Jahren gibt es bei „Feinkost Albrecht“ vor 
Weihnachten Marzipanpralinen mit einer Walnuss obendrauf. 
Die stecken in einer Schachtel mit großer Banderole. Und ich 
dachte schon immer: das eignet sich für eine Ziehverpackung. 
Dachte ich …

Ich hab sie dann auch schön verbastelt, Folie an die Unterseite, 
Karte drunter, Einschub drauf. Farblich passende Bauchbinde 
drum und schön gestaltet. Opernkarten rein, Karte noch 
beschreiben. Fertig!


Aber dummerweise ist der Karton der Originalverpackung nicht 
stark genug, um dem Zug der Folie standzuhalten. Beim 2. Raus-
ziehen hat die Folie einfach die Pappe der Unterseite komplett 
eingerissen und mitgezogen. Also alles wieder runtertüdeln und 
eine eigene stärkere Banderole bauen. Die ist nun aus Fotokarton 
und hält hoffentlich. Hier sieht man durch die Spielgelung die Folie 
ein bisschen. Hier die Anleitung für den Mechanismus.


Die Freundin mag die warmen Töne, und so habe ich 3 Mi Teintes-
Töne mit Taupé von SU kombiniert. Die Stempelei habe ich so grade 
im Forum gesehen: Ich habe erst mit weiß gestempelt und dann den 
Stempel mit Tombow-Stiften eingefärbt und nochmal drüber 
gestempelt. Der Versatz der Abdrücke ist dabei durchaus gewollt, 
es verleiht etwas Tiefe. 

Ziehverpackung für Opernkarten

Weil bei dem weißen Abdruck dummerweise in den großen Zwischen-
räumen des Stempels auch Farbe aufs Papier gekommen ist, habe 
ich dann noch großzügig mit Brillies und Perlen „gekleckert“. Und 
bin dann mit dem Ergebnis trotz diverser Pannen und Umwege 
sehr zufrieden.

Samstag, 9. Januar 2016

meine tolle Weihnachtspost

Ich muss ja endlich noch zeigen, was für tolle Weihnachtspost 
ich von meinen lieben Stempelhühnern und anderen kreativen 
Freundinnen bekommen habe. Soooooo schöne Karten!

Blaue Träume gab es von Huhn Anke (unten) und von meiner 
früheren Kollegin Vroni (die ist „Schuld“, dass ich angefangen 
habe zu stempeln …)


Der Engel ist von der Stempelomi und das 
purzelnde Hasi von Julchen:


Über Mels Post habe ich mich sehr gefreut, weil die schöne 
Karte so überraschend kam:


Meine Spiel-Bastel-Nachbars-Freundin Susanne hat 
mir – zusammen mit ihrem 4-jährigen Sohn – eine 
Ausziehkarte gebaut:


Die Rückseite ist vom Sohnemann bemalt:


Und Elke / Blauer Mohn aus dem Stempelchickenhof hat 
mal wieder den Vogel abgeschossen: ein Nikolaus, der in 
den Schornstein kriecht, als PopUp-Boxkarte!



Und ich gestehe: nachdem ich mir ihr O.K. geholt habe, habe 
ich mich ins Internet geworfen und mir die passenden Stanzen 
zusammengekauft. Das Ding MUSS einfach nachgebaut 
werden!!!!! Anders wird’s natürlich trotzdem.

Sonntag, 20. Dezember 2015

weihnachtliche Geschenkanhänger

Und jetzt rückt Weihnachten schon unaufhaltsam näher. Natürlich liegen 
bei 4 Personen einige Geschenke unter dem Weihnachtsbaum, 
und unsere Kinder sind auch alt genug, um selbst etwas schenken zu wollen. 
Höchste Zeit, einige Geschenkanhänger zu basteln, damit der 
„Weihnachtsmann“ nicht durcheinander kommt.
Frau hat ja bei reger Basteltätigkeit immer einige Papierreste 
rumfliegen. Also habe ich mir die Restekiste geschnappt, einige Stanzen 
und die passenden Stempel. Und dann habe ich fröhlich drauflos 
gestempelt und gestanzt:

Geschenkanhänger für Weihnachten


Runde, eckige, längliche Geschenkanhänger in allen Farben. 
Und jetzt kann Weihnachten kommen.


Donnerstag, 17. Dezember 2015

Lebendiger Adventskalender in der Paul-Gerhardt-Gemeinde in DA

Und weiter geht’s im Advent. In unserer Gemeinde gibt es einen 
„lebendigen Adventskalender“. Das bedeutet, dass 24 Türen und
 Fenster geöffnet werden. Nur dass es echte Türen und Fenster 
sind. Einige Menschen einer Kirchengemeinde merlden sich vorher 
und öffnen dann an dem ihnen zugeteilten Tag ein Fenster, 
immer um 18:00 Uhr. In der Gemeinde werden die Adressen 
bekannt gegeben, so dass alle wissen, wo sie heute hinströmen 
müssen. Es gibt ein wunderschön gemaltes Holzschild, das von 
Station zu Station wandert und auf das nächste Fenster 
aufmerksam macht. Der jeweilige Gastgeber hängt eine große 
Zahl in sein Fenster.

Am 16.12. waren wir an der Reihe. Es macht ungeheuer viel Spaß, 
mit der ganzen Familie das Thema das Fensters zu planen und 
alles dafür vorzubereiten. Wir lieben sehr das Engellied von den 
Wise Guys, und so war unser Thema schnell gefunden, Lieder und 
Texte ausgesucht und Knabbereien vorbereitet.

Ein Engel

MUSIK UND TEXT: DANIEL „DÄN“ DICKOPF
Ein Engel, der dir deinen Weg weist,
der dich leitet, wenn du ziellos durch das All kreist,
ein Engel, der dich an die Hand nimmt
und, wenn du Angst hast, ein Liedchen für dich anstimmt.
Ein Engel, der dir immer nah ist, der für dich da ist,
wenn du in Gefahr bist.
Ein Engel als tröstendes Licht.
Du sagst, diesen Engel gibt es nicht.

Ein Engel, der dir richtig zuhört,
der das verjagt, was dich nachts in deiner Ruhe stört,
ein Engel, der dich mal im Arm hält,
und der im Winter deine Heizung auf "warm" stellt.
Ein Engel, der dir einen Brief schreibt,
der mit dir wach bleibt, wenn die Angst dich umtreibt,
und der sich für dich den Kopf zerbricht.
Du sagst, diesen Engel gibt es nicht.

Doch dieser Engel ist da,
um dich zu schützen und zu halten.
Dieser Engel ist da,
jeden Tag, in verschiedenen Gestalten.
Er lässt dich nie im Regen stehn.
Er lässt dich nie allein.
Doch er ist leicht zu übersehn,
denn er kann überall sein.

Ein Engel, der dir wieder Mut macht
und diesen Job immer wieder richtig gut macht,
ein Engel, der dir einen ausgibt
und dich bei Sonnenschein energisch aus dem Haus schiebt.
Ein Engel, der dir freundlich zuwinkt,
mit dir Kaffee trinkt, dich zu deinem Glück zwingt,
und der manchmal mit dir Klartext spricht.
Du sagst, diesen Engel gibt es nicht.

Doch dieser Engel ist da...

Du hast ihn heute schon gesehn.
Ich glaub, du kennst ihn längst.
Und wenn du nicht mehr so viel denkst,
dann wirst du's irgendwann verstehn.

Dieser Engel ist da....


Rechtzeitig haben wir das Rollo am Küchenfenster runterge-
lassen, um die Spannung noch ein bisschen zu erhöhen. Als alle 
da waren, haben wir von den Engeln in der Weihnachtsgeschichte 
erzählt und gesungen. Unser Fenster öffnete sich, an dem alle 
unsere gesammelten Engelfiguren hingen. Stein, keramik, Holz, 
Stroh, Papier, Plastik, Glas, Perlmutt, Draht, Garn, Perlen – ein 
zauberhaftes Sammelsurium hing wie ein Vorhang an der Scheibe.


Dann kam die Frage: gibt es denn auch heute Engel? Heftiges 
Nicken von den Kindern, beiläufiges Lächeln von den Erwachsenen. 
Zunächst haben wir dieses Gedicht vorgelesen:

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel.
Sie gehen leise, sie müssen nicht schrein,
oft sind sie alt und hässlich und klein, die Engel.

Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand, die Engel.
Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand,
oder er wohnt neben dir, Wand an Wand, der Engel.

Dem Hungernden hat er das Brot gebracht, der Engel.
Dem Kranken hat er das Bett gemacht,
und er hört, wenn du rufst, auch tief in der Nacht, der Engel.

Steht auch mal im Weg und sagt kräftig: Nein, der Engel.
Groß wie ein Pfahl und hart wie ein Stein.
es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel.

Rudolf Otto Wiemer

und nochmal gesungen. Und schließlich habe ich zur 
laufenden CD das Engel-Lied von den Wise Guys gesungen, 
während meine Kinder kleine Tütchen an die Leute verteilt 
haben: ein Keks in Engelform mit dem Gedicht und dem 
Liedtext dabei und dem Label: DU bist ein Engel!


Für die Pappen habe ich meine viel zu üppigen 
Vorräte an Designpapier geplündert.


Hinterher gibt es immer noch Knabbereien und warme Getränke 
und Klönschnack.  Und der Regen hat auch niemanden gestört.


Die bei uns in der Straße zahlreichen Kinder holen sich ein 
süßes Abendessen und flitzen dann rum. Und die Stimmung 
ist sehr entspannt. Es macht immer wieder richtig Spaß.