„Was ist
das denn???“ wurde ich oft gefragt, als ich diese Tüten an meinem
Stand liegen hatte. Sie geisterten in dieser Adventszeit durch die
Foren und blogs, waren mal aus bestempeltem Papier, mal aus
Butterbrottüten, es war sicherlich auch überall was anderes drin –
und sie waren wegen ihres Namens ein echter Stehenbleiber und
Hinkucker.
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| 15 Minuten Advent in der Tüte |
Aber:“Was
ist das denn nun???“ Es ist eine Tüte, gefüllt mit allem, was zu
einem besinnlichen Moment innehalten und Weihnachten auf sich
zukommen lassen dazu gehört: Duft und Geschmack von Weihnachten,
Licht und Wärme für die Stimmung, eine kleine Karte mit einem
passenden Text fürs Herz – und natürlich ein bisschen Blingbling.
„Das
kannste auch“, dachte ich mir und plante munter drauflos. Als
erstes habe ich geschaut, was mein Keller sowieso dafür hergibt. Und
das war´ne ganze Menge: da fand sich z.B. Packpapier, letztes Jahr
zugeschnitten und nicht verarbeitet. Also habe ich 15cm breite
Streifen geschnitten und zusammen genäht.
Teelichter
waren mir zu profan (und zu dick), also habe ich Pyramidenkerzen
gekauft und ganz kleine Halter aus Wellpappe gebaut (war mal ein
stabiler Weinflaschenkarton).
Bei meinem
Weihnachtsschmuck fanden sich Tüten mit Zimtstangen und Sternanis.
Je eins rein – Duft ist da.
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| 15 minuten Advent in der Tüte - Inhalt |
Geschmack.
Mir schoss die alte Gedichtzeile „Apfel, Nuss und Mandelkern“
durch den Kopf. Also den Vorrat an getrockneten Äpfeln geplündert,
Zimtsterne, Mandeln und Haselnüsse geholt – und eingeschweißt.
(Das machen sicher nicht alle, aber es gibt da sowas wie eine
Lebensmittelhygiene-Verordnung, nach der man Lebensmittel nicht offen
verkaufen darf, es sei denn, man macht aus seinem Marktstand eine
mobile Küche nach 1000 Auflagen.) Auch der Teebeutel, der dafür
sorgen soll, dass man mit Zubereitungs- und Austrink-Zeit auch
wirklich eine Viertelstunde beschäftigt ist, bekam sein „Verhüterli“
- rein damit.
Bei der
Einschweißerei hatte ich dann auch Zeit, über den weihnachtlichen
Text nachzudenken, der mit rein sollte. Was kopieren? Geht schnell,
kann aber Probleme machen mit dem Urheberrecht. Von Hand schreiben?
Zu viel Arbeit. Dann fiel mir der wunderbare Text von Rolf Krenzer
ein, den Flamingo Art zu einem Stempel verarbeitet hat. Karte
stempeln! Matten, Kanten wischen, Ecken rund stanzen – rein damit!
Zu guter Letzt habe ich noch eine Mustertüte aus Celophan gemacht, damit die Leute sehen können, was alles drin ist.
Und nachdem alle Tüten gefüllt waren, musste ich sie ja auch noch von außen ansprechend schmücken. Ich bin wieder auf die Suche gegangen und habe neben den Zimtstangen auch noch Orangenscheiben gefunden, ein paar Strohsterne, ein paar Miniglaskugeln am Draht sind mir mal zugelaufen, 4 große metallene Weihnachtscharms tauchten aus den Tiefen meiner Schränke auf und die großen Metallsterne gabs mal im schwedischen Möbelhaus.
Bei allen war ein halbierter Scrapbogen (22cm lang) der Verschluss, immer an den Kanten mit einem Bordürenstanzer verziert. Und in den Papierdraht habe ich immer noch einen Zweig eingebunden. Mal bestand der Schmuck aus gestanzten Sternen oder Schneekristallen, mal klemmte ein kleiner Holzelch im Zweig. Wenn alles dran war, habe ich noch das eine Drahtende aufgerollt und an das andere das Schild geklebt.
Sogar ein kräftiges Motiv-Transparentpapier hat die Behandlung mitgemacht. Und bei den unteren habe ich mal eine peppigere Variante gemacht mit weißem Papier, frischeren Verschlusspapieren und mehr Blingbling.
Hat dann
doch ´ne ganze Menge Zeit gekostet, die 40 Tüten zu bauen, hat aber irre viel Spaß gemacht und ganz viele Augen zum Leuchten gebracht. Und die übrig gebliebenen standen dann Heilig Abend bei meinen Nachbarn vor der Tür, nochmal umgepackt nach Personenzahl, weil ich die eingeschweißten Kekse aus den übrigen Tüten ja nicht bis nächstes Jahr aufheben kann ...









