Komisches
Gefühl – eben noch geboren, jetzt hat unsere Große
schon
Konfirmation. Sie ist kein Kind mehr und deutlich auf der
Zielgeraden
zur inneren Selbständigkeit. Dass Muttern ihre
Konfirmationseinladungen macht, ist aber trotzdem noch
selbst-
verständlich. Sie hat meine Mappe mit Mustern durchgesehen –
und sich natürlich für die jugendliche Jeanskarte entschieden.
Die
hat nur ein Problem: das Papier gibt es nicht mehr zu kaufen.
Also
habe ich mich auf die Suche gemacht und von einer anderen
Firma
dieses viel hellere Papier gefunden. Ich hatte aber auch
gleich eine
Idee, wir ich den hellen Hosenaufschlag nutzen kann.
Kaum
war das bestellte Papier da, kam – just in time – eine Mail
einer Familie, die die alte Karte auf dem Blog entdeckt hatte und
nun
15 Exemplare für ihren Sohn haben möchte. Na gut – dann
mach ich
halt nicht 10 sondern 25 …
Da
ich aber auch keine dunkelblauen Grundkarten und kein
braunes Leder
mehr habe, haben sich gleich noch ein paar Dinge
geändert.
Zunächst
habe ich die Jeansgrundlage geschnitten. Dann erst (!)
die Kanten
mit der Schere aufrauhen, jetzt das ganze Papier
beherzt
zerknautschen und schließlich mit feinem Schmirgelpapier
bearbeiten. So richtig wie eine olle Jenas eben.
Eine
vorgedruckte Tasche habe ich ja nun auch nicht mehr
genug. Also habe
ich dazu den Hosenaufschlag genutzt und
ein entsprechendes Stück
zugeschnitten. Auch hier die Kanten
aufrauhen, das Papier knautschen,
glatt streichen, schmirgeln und bügeln.
. Damit die Tasche noch echter aussieht, habe ich
glatt streichen, schmirgeln und bügeln.
. Damit die Tasche noch echter aussieht, habe ich
mit einem beigen Fineliner künstliche Nähte
aufgemalt.
Der
Gürtel ist aus echtem schwarzem Leder. Und Gürtelschlaufen
habe ich
von dem alten Jeanspapier noch zu Hauf.
Diese
Tasche wird dann an 3 Seiten an die „Hose“ geklebt
und an den
oberen Ecken richtig angenietet. Das Ganze
wird dann auf die
Grundkarte geklebt.
Jetzt
das Kreuz mit dem aufgestempelten Vater Unser –
sozusagen Jesus für
unterwegs … Das Alte:
Das
neue Papier ist ja so viel heller. Darum habe ich diesmal den
Text
auf das helle Jeanspapier gestempelt. Und für die untere
Lage habe
ich mich an die vielen dunklen Reststreifen vom alten
dunklen Papier
erinnert.
Und
so sieht die Karte im neuen Gewand nun aus:
Da die Karte im Format B6 (also 12x17 cm) ist, kann man sie
mit einem normalen Drucker nicht innen bedrucken. Der Text
wird also extra gestaltet und ausgedruckt, und das wird
dann als Einleger genutzt.
Sobald
ich die 25 Karten fertig habe und sehen kann, welche
Schnittreste da
noch rumliegen, werde ich daraus noch
Tischkarten, eine Banderole für
die Serviette (natürlich auch
mit Jeansaufdruck ...) und
Dankeskarten bauen. Das zeige
ich dann demnächst. Aber bis zum 10.
Mai ist ja noch etwas Zeit.








