Inzwischen
kann ich auch meinen allerersten PL zeigen.
Er entstand in der Nacht,
nachdem ich in meinem Stemplerforum
„Stempelchickenhof“ 2 PL´s
von einem lieben Mit-Huhn gesehen
habe. Ich hatte grade entschieden,
was ich meiner besten
Freundin zum Geburtstag Anfang März schenken
wollte, und
war nun auf der Suche nach der kreativen Eingebung, WIE
ich ihr das schenken wollte.
Nach wenigen
Klicks durchs Netz war ich im Pocket Letter
Forum angemeldet und
ertrank in inspirierenden Eindrücken
und Anregungen.
Da der
Geburtstag schon ein bisschen her ist, kann ich den PL
nun auch
zeigen. Das farb- und stilgebende Zentrum des PL
war dieser
selbstgemachte Specksteintropfen.
Er entstand beim planlosen Herumfeilen an einem kleinen
Restestück. Er wollte einfach ein
Tropfen werden. Über mehrere
Monate hinweg habe ich immermal wieder
daran gearbeitet,
denn die Form rausholen ist das eine, aber das Ding
dann
hinterher auch wirklich glatt zu kriegen, ist echte
Gedulds-
sache. Passend zu
den grau-grünlich-rötlichen Sprengseln des
Steins habe ich als
Hintergrundpapier dieses gewählt. Die
aufgedruckten Goldtupfen habe ich mehrfach golden embosst,
so dass
sie betont sind.
Ich habe den
Hintergrund aus einem Stück geschnitten und
die 8 äußeren Stücke
so gewischt und distresst, dass sie einen
„Bilder“-Rahmen für
den mittig liegenden Stein bilden.
Das
Mittelstück habe ich genauso bearbeitet, damit der PL
noch
vollständig wirkt, wenn der Stein entnommen ist (und
vielleicht als
Handschmeichler genutzt wird). Dazu habe ich
aus einem Restestück
einen Tropfen geschnitten und den
Rand gold embosst.
Damit der
Stein nicht so alleine ist, habe ich 4 tags gestaltet,
die von vorne
in den Taschen stecken, und ein paar Brads,
winzige schimmernde Libellen und kupferne Stanzvögel
dazu gesellt.
Gestaltungsentscheidung geht Schieben und Grübeln und
Ausprobieren
voraus. Und das dauert … Nachmittags begonnen,
habe ich nur kurz
zum Abendessen unterbrochen. Und das nächste
Mal morgens um 3:45
(???) auf die Uhr geschaut. Da war dann
auch alles egal … Denn es
gab ja noch die Rückseite …
Meine
Stichworte für den PL waren „Freundschaft“, „Tropfen“ und
„Stein“. Ich habe mein Gedächtnis und das Netz durchforstet nach
Schlag- und Sprichwörtern zu diesen Themen. Daraus habe ich
eine –
auf blassgelb gedruckte – Rückseite gestaltet, wo zwischen
all
diesen Wörtern auch ICH und DU auftauchen.
Da wir uns
ebenso heftig streiten wie für einander da sein können,
habe ich an
die Unterkante Sandpapier geklebt und uns beide
als 2 Menschen „auf
dem Weg“ gestempelt. Dazu einen Wegweiser,
der in die richtige
Richtung weist.
Um 5:00 Uhr
kam mein Mann angeschlurft, fragte, ob alles in
Ordnung sei, und
legte sich wieder hin. Nach und nach fanden
sich dann mein Brief, ein
Liedtext, ein Gedicht, ein Spruch und
ein Foto zusammen. Das Foto
sticht zwar etwas heraus, aber
es ist wie der Strand, den Freunde -
ins Gespräch vertieft -
entlang gehen. Das Bild wollte da irgendwie
rein …
Der
Teebeutel ist obligatorisch, weil von der Erfinderin dieser
kreativen
Briefform so vorgeschlagen. Ich finde den Gedanken
auch sinnvoll.
Wenn ich ein solches Geschenk bekomme, an dem
es so viel zu stöbern
und zu entdecken gibt, dann ist es schön,
wenn ich mir bewusst ein
wenig Zeit dafür nehme. Und das geht
am besten mit einer Tasse Tee.
Da ich am
allerliebsten handschriftliche Briefe aus dem
Briefkasten fische
(auch wenn ich selbst oft genug „nur“ eine
Mail schreibe), habe
ich die Texte von Hand geschrieben und
in ganz kleine „Päckchen“
gesteckt.
So sieht die fertig gepackte Rückseite aus:
Als ich um
6:37 Uhr ins Bett schlurfte, weil mir einfach die
Augen zufielen,
hatte sich einiges an Zeug auf meinem
Tisch angesammelt.
Aber ich war
einfach nur glücklich, mal wieder so richtig in
eine ingtensive,
kreative Arbeit eingetaucht zu sein – und
das auch noch für einen
so lieben Menschen. Sie hat sich
übrigens sehr gefreut!
An dieser Stelle will ich mal wieder auf die Pocket Letter Pals
hinweisen, die offizielle Homepage zu diesem Hobby. Dort gibt es
neben hunderten von sagenhaft schönen PL´s der Mitglieder auch
Videos von Erfinderin Janette Lane zur Herstellung dieser
"Taschen Birefe" zu sehen.












