Hinterher
frage ich mich manchmal, welcher Teufel mich da wieder
geritten hat.
Aber ich schenke doch so gerne. Und was könnte ich
besseres
schenken, als das, was ich besonders gut kann? Eine junge
Freundin
aus der Gemeinde hat ihren fest in Deutschland lebenden
chinesischen
Freund geheiratet – und ich habe das Anfertigen der Deko
geschenkt.
Farbschema absprechen, Aufgaben abstecken, gesammeltes
Wissen übers
Heiraten verspritzen. So weit, so gut.
Meine
Aufgaben waren dann das Anfertigen der Liedblätter für die
Kirche,
das Hochzeitsgästebuch nebst Fotoaktion dazu und das Herstellen
der
Hochzeitsdeko für die Tische. Zusätzlich wurde ich herangezogen zur
Planung des Gottesdienstes, zur Bändigung der chinesischen
Hochzeits-
bräuche, zur Planung der Tischordnung, zum Auf- und Abbau
der Feier
und zum Setzen und Drucken der Liedblätter und der
deutsch-chinesischen Tischkarten, der Gratulations-Explosionsbox vom Gemeindekirchenrat,
der musikalischen Untermalung von Gottesdienst
und Feier. War das
alles? Ich glaube …
Aber der
Reihe nach. Das Farbschema war klassisch bordeaux-rosa-weiß.
Die
Liedblätter bekamen also ein rosa Deckblatt und ein weißes
Innenleben
mit Ablauf, Liedern und Texten. Außen drauf habe ich eine
wunderschöne
Stanze von Renke benutzt. Ich habe sie (150x ???) aus
diversen Rosa- und
Weißtönen ausgestanzt und dann das rausgefallene
Innere in jeweils eine
der andern Farben wieder eingeklebt.
Das so
entstandene Medallion landete dann auf dem Liedblatt.
Der
Gottesdienst war sehr spannend, weil zweisprachig. Zur
musikalischen
Gestaltung gehörte dann auch, dass durch meine
Vermittlung mein
einer Chor auftrat und als Überraschung fürs
Brautpaar den „Blick“
von den Wise Guys zum Besten gab.
Und am
besten zeige ich hier gleich noch, was dann leider nicht auf
den
Tischen stand bei der Feier, nämlich das Give away. Passenderweise
hat mich nämlich direkt in der Woche vor der Hochzeit mein Rücken
niedergestreckt. 3 Tage flach liegen, nix geht mehr. Jeden Tag habe
ich im Kopf noch irgendwas gestrichen. Dem fiel dann auch diese
Dubble-Slider-Box mit Küsschen zum Opfer.
Auch große Filmstreifen aus Papier mit Fotos aus dem leben der beiden
fielen dadurch flach. Die muss ich jetzt irgendwie anders verarbeiten.
Der Tisch war aber mit der "restlichen" Deko schon voll genug. Mehr
im nächsten Beitrag ...



