So nach und nach will ich alle Workshops, die irgendwo mal eingestellt habe,
auch hier auf meinem Blog haben. Da ich grade eine Drehkulisse gezeigt habe,
schiebe ich doch den Workshop gleich hinterher.
Ich habe die Karte so genannt, weil sie im aufgeklappten Zustand
dreidimensional ist
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| Drehkulissenkarte geschlossen |
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| Drehkulissenkarte geöffnet |
wie eine Drehbühne im Theater. Und ich sag gleich
dazu: es sieht wilder aus, als es ist.
Geschlossen sieht sie so aus:
Offen so:
TEIL1
Für die Grundkarte braucht man 4 gleiche Segmente,
also zunächst 4
gleich große Quadrate. Ich habe hier 20cm Kantenlänge,
so dass die Karte
am Schluss geschlossen 10x10cm groß ist.
Ich habe komplett mit Mi
Teintes-Papier gearbeitet,
weil es die richtige Stärke und so schön
zarte Farben hat.
Und los gehts. Das Quadrat fürs erste Segment falten wir wie folgt:
2 Talfalten teilen das Papier in 4 Teile:
2 Bergfalten teilen die unteren Teile diagonal.
Als nächstes muss ich ein Dreieck rausschneiden,
am besten bei allen Segmenten das gleiche:
Und wenn ich jetzt die unteren Teile über einander schiebe,
entsteht dieser halbe Würfel:
Das ist bereits ein fertiges Segment von 4en für unsere Karte.
Wenn ich jetzt von unten an den Boden drücke und die beiden "Wände"
zusammenschiebe, klappt dieses Segment zusammen:
und sieht dann geschlossen so aus:
Davon baue ich 4 Stück in der gewünschten Farbe.
Ich klebe die Böden
noch nicht zusammen und auch die Segmente
noch nicht aneinander, weil
sich das flache Papier einfach besser verzieren lässt.
TEIL2
Zum Verzieren eines Segmentes brauche ich einen Boden und 2 Seitenwände,
für die ganze Karte also 4 Böden und 8 Seitenwände, dazu 2 Deckel für
Vorder- und Rückseite der geschlossenen Karte. Ich habe alle Flächen
einen halben Cm kleiner als die Karte geschnitten, also bei 10cm
Kantenlänge = 9,5 cm für die Quadrate. So entsteht gleich eine kleine
Matte durch die Grundkarte. Nur die Deckseite habe ich dann noch ganz
mini gemattet. Alle Seitenkanten sind mit mit "bamboo leaves" bzw. "sky
blue" Memento-Kissen gewischt. Mit den beiden Farben habe ich auch
gestempelt, nur die Vögel mit "paris dusk", auch Memento.
Der Boden wird gestaltet und dann exakt diagonal geschnitten, damit er über dem Bodenknick nicht spannt:
Exakt geklebt, ist der Schnitt flach kaum zu sehen:
gibt aber nach, wenn die Karte gefaltet wird:

Meine Seiten bestehen aus oben zartblau und unten grün,
das grüne Papier
ist gerissen, die Seiten werden gestaltet
und dann an die Wände meines
Segments geklebt.
Für meine Blumenwiese habe ich die Blüten alle zusammen
auf ein ganz
zart rosanes Stück Papier gestempelt,
dann aus der Knopfkiste die ganzen
Knöpfe rausgesucht
und schließlich die Blüten noch mit Tombows zart
koloriert.
Die Bänder hängen da schon, weil dies mein erstes Segment ist
und ich
auch den Deckel schon gearbeitet und angeklebt habe,
bevor ich den Boden
fertig gestellt habe.
Bänder klebe ich seit dem Tipp eines Hofhuhns
immer unter dem entsprechenden Papier fett mit Tesafilm an,
weil grade
z.B. Chiffon sonst ganz schnell wieder rausrutscht.
Das Papier klebe ich
dann wie gewohnt oben drauf. So hälts.
Dann den Boden zu - das erste Teil ist fertig:

Die anderen 3 Segmente werden entsprechend gearbeitet.
Beim vierten darf
man nicht vergessen, den Rückendeckel
und das andere Band zu arbeiten
und erst anzukleben.
TEIL3
Sind die 4 Segmente fertig, gehts an die Endmontage.
Nacheinander klebe
ich die Segmente im zugeklappten (!) Zustand
exakt aneinander. So sehe
ich besser, ob sie gut aufeinander liegen.
(Die 3 Bilder habe ich ungeklebt mit der unverzierten Grundkarte gemacht,
nicht irritieren lassen von den ungeklebten Böden.)
Wenn alle aneinander sind, sieht die zugeklappte Karte so aus:
Beim Öffnen so:

Geöffnet von oben so. Und da sind wir bei unserer Drehbühne:

Und fertig ist das Schmuckstück:
Da der Kartenrücken ja sehr eng geklebt ist, ist es nicht sinnvoll, die
Karte innen mit zu viel dickem Zeug zu füllen, "Ball" flach halten,
sonst wird die Karte etwas unförmig. Trotz der Neugierde sollte man die
Karte auch nicht stramm zubinden, bevor nicht der Klebstoff richtig gut
trocken ist. Sonst reißen die Segmente am Rücken sofort wieder auf. Ich bin ja nicht markentreu, aber inzwischen nehme ich - nur für den Rücken - ein breites tackitape, weil das wirklich klebt wie die Pest und darum dem starken Zug gewachsen ist.
Ich hoffe, alles ist gut zu verstehen. Mit den entsprechenden Stempeln
kann man so sicher eine ganze Geschichte erzählen oder eine Landschaft
bauen.
Wie immer: Nachbau erlaubt und erwünscht,
bei der Nutzung des Workshops bitte meinen Namen
und mein Blog angeben.
Viel Spaß beim Basteln!!!