Dienstag, 17. März 2015

Wasserfall-Karten-Buch mit Fotos für die Wise Guys

Noch ein Großprojekt hatte ich im März. Eine sehr liebe Freundin 
frühstückt immer an Heilig Abend bei uns. Sie ist auch diejenige, 
die uns vor ein paar Jahren mit dem WiseGuys-Virus infiziert hat. 
Und so haben mein Mann und meine Kinder für uns als Geschenk 
ein fröhliches Pantomimeraten zu diversen WiseGuys-Liedern mit 
uns veranstaltet. Ich habe spontan zur Kamera gegriffen, weil – 
die liebe Freundin nämlich Anfang März Geburtstag hatte.

Lange habe ich überlegt, wie ich die Bilder eigentlich „verpacken“ 
will. Schließlich habe ich sie immerhin zu Quadraten verarbeitet 
und die Fotos mal bestellt. Nach noch einer Weile Nachdenkens hab 
ich dann beschlossen, mehrere Wasserfallkarten mit diesen Fotos 
zu einem Buch zu vereinen.


Wie der Mechanismus des einzelnen Wasserfalls funktioniert, 
sieht man hier …

Als nächstes musste ich entscheiden, wie groß das Buch eigentlich 
werden sollte. Das ging aber nicht. Ich habe also erst die 
Wasserfälle gebaut. Nach den Wasserfällen kam der tragende
Quersteg, dann kam die passende Matte.

Wasserfall-Karten-Buch offen

Und dann erst habe ich entschieden, wie groß und wie ich 
die Seiten baue, damit sie proportional zu den Wasserfällen 
passen. So sehen die von oben aus: 


Die habe ich dann erstmal aneinander geklebt.


Im nächsten Schritt kam die Entscheidung für die Größe der 
Buchdeckel und die Breite des Buchrückens. Das konnte ich 
eben erst wissen, nachdem ich die gemeinsame Dicke der Seiten 
wusste. Die Deckel und der Rücken sind nebeneinander auf dem 
Bezugspapier gelandet, dann habe ich die Ecken eingeschnitten …


und schließlich die Überstände umgeklebt.


Vor dem Einkleben des Buchblocks habe ich das Bezugspapier 
von außen bestempelt (danach wird’s schwierig).

Die Seiten habe ich auf dem Rücken befestigt …


und jeweils ein kleines Ende an die Deckel geklebt. Die innere 
Deckseite aus dem gleichen Papier hat diese Enden dann ganz 
gut verdeckt.

 

Weil es sich bisher ohne besser händeln ließ, habe ich nun erst die 
Wässerfälle auf die Buchseiten geklebt.

Um anhand der Fotos nochmal die Pantomime raten zu können, 
brauchte es noch ein paar hilfreiche Tipps und eine Anleitung. 
Die Tipps befinden sich innen auf den jeweiligen Auszügen der 
Wasserfälle.

"mein neues Handy"

Die Anleitung ist von innen am vorderen Deckel 
in einer karte gelandet.

"das ist doch einer von den Wise Guys"

Am hinteren Deckel ist noch eine Karte, in der sich die Auflösung 
und ein kurzer Gruß befinden.


Wie bei einem richtigen Buch 
steht auf dem Buchrücken der Titel:


Aber beim Bestellen der Fotos hatte es mich ja in den Fingern 
gejuckt. Ich habe die Bilder alle 2x bestellt ... Also habe ich 
auch 2mal das Buch gebaut – heute habe ich  das 2. Exemplar 
den Wise Guys geschickt. Bin gespannt, was die dazu sagen. 
Normalerweise reagieren sie ja auf solche Fanpost.

 So sieht das 2. Buch aus:


Der Stempelabdruck ist sparsam nur in einem Blauton koloriert.



Innendrin ist alles wie bei dem Buch für die Freundin. Nur die 
Anleitung ist natürlich ein ganz anderer Brief. Da musste ich 
ja viel mehr erklären.

Drückt mir mal die Daumen, dass das gut ankommt 
bei den „Jungs“ …



Nachtrag am 22.3.
 WOW! Ist es!!!!! Gestern kam mein Mann vom Briefkasten mit 
den Worten: "Da issn großer Brief von "Entchen Records" ... ???"
Ich hab sofort alles fallen lassen und mir den großen
Umschlag geschnappt. Heraus gefischt habe ich ein großes
Poster von den Jungs mit Autogrammen. Hannah hat fast
hyperventiliert vor Begeisterung. Wir haben nur noch nicht 
entschieden, wo wir das bloß hinhängen sollen ...


Montag, 16. März 2015

Einladung zum 50. Geburtstag

... Und zwar zu meinem eigenen! 

Ich werde nämlich im Mai 50 Jahre alt. Es gibt wohl viele grade 
Frauen, die vor ihren runden Geburtstagen davonlaufen und 
sich zu dem Zweck in eine Wellness-Oase flüchten oder so. 
Verstehe ich überhaupt nicht! Ich will bestimmt nicht wieder 20 sein! 
Dass es überall anfängt zu zwicken, kann ich sowieso nicht 
aufhalten. Also lasse ich mich feiern! Und ich hoffe, ich kann 
damit ganz viele liebe Menschen aus ihrem Bau locken.


Ich wollte was Nettes, aber nicht 50x aufwändig kolorieren müssen. 
Da fielen mir die Transparentstreifen in die Finger, ein Rest. 
Koloriert ist nur der Ballon, und zwar mit einem Filzstift, der einen 
metallischen Schimmer hat. Dazu die 50, das Schild, mein Name. 
Fertig! Die Karte hat schon einiges Schmunzeln geerntet.

Da man Transparentpapier praktisch nicht unsichtbar verkleben 
kann, habe ich die Enden des Streifens einfach nach innen 
umgebogen und den Einleger mit dem Text darüber angeklebt. 
So sieht man nix mehr davon.

Jetzt müssen nur noch die Gäste kommen …

Samstag, 28. Februar 2015

Mein Kreativer Monat Januar 2015

Huch, es ist ja schon der 28. Februar. Da muss ich ja ganz 
schnell noch meinen Kreativen Monat Januar zeigen. Gemacht 
habe ich die Collage schon Anfang Februar. Aber dann kam 
die Grippe und …

Hier ist sie:


Es hat wieder Spaß gemacht, die Collage zusammenzustellen 
und zu sehen, was ich alles gewerkelt habe. Ein Dank an Ingrid 
von AnnasArt, die diese Aktion ins Leben gerufen hat.

Und der Februar bringt auch wieder einige
schöne Werke.
 

Dienstag, 24. Februar 2015

PopUp-Boxkarte zum 50. Geburtstag

Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie ein Auftrag 
langsam wächst. Eine Kundin hat meine Sachen auf einem 
Markt gesehen und mich nun angerufen, um eine Karte zu 
bestellen. Ihr Sohn wird 50 und bekommt von seinen Gästen 
eine luxuriöse Kaffeemaschine geschenkt.
Wir haben also am Telefon ein bisschen Gedanken gesponnen. 
Dann bin ich in mich gegangen und habe ihr schließlich 4 
verschiedene besondere Kartenformen per Links auf mein Blog 
vorgeschlagen.
Sie hat sich für die PopUp-Boxkarte und Kaffeemotive 
entschieden.

Also habe ich als erstes im Forum nach Kaffee-Stempelmotiven 
gefragt, einen guten Tipp bekommen und ein paar Stempelchen 
bestellt. Bis die da waren habe ich schonmal die Papiere 
entschieden und die Grundkarte gebaut. Kaum waren die 
Stempel da, habe ich mich an die Gestaltung gemacht und ihr 
Bilder vom Rohbau gemailt. 


Sie konnte nun mit entscheiden, 
ob die Zahl 50 auftaucht oder nicht, 


ob es auch Papierblümchen 
oder nur Kaffeebohnen gibt, 


ob der Spruch in die Karte kommt oder nicht, …


Dann habe ich der Karte den letzten Schliff gegeben und 
sie hingeschickt. Das Band oben hält die Karte zusammen. 
Schiebt man das Band runter, fallen die Laschen auseinander.

Popup-Boxkarte zum Verschenken einer Kaffeemaschine

So ist über 2 Wochen hinweg ein ganz individuelles Geschenk 
für ihren Sohn entstanden. Dieses Wachsen mit den Wünschen 
finde ich immer besonders toll.

Sonntag, 22. Februar 2015

peppig-junge Einladung zur Konfirmation

Komisches Gefühl – eben noch geboren, jetzt hat unsere Große 
schon Konfirmation. Sie ist kein Kind mehr und deutlich auf der 
Zielgeraden zur inneren Selbständigkeit. Dass Muttern ihre Konfirmationseinladungen macht, ist aber trotzdem noch selbst-
verständlich. Sie hat meine Mappe mit Mustern durchgesehen – 
und sich natürlich für die jugendliche Jeanskarte entschieden. 


Die hat nur ein Problem: das Papier gibt es nicht mehr zu kaufen. 
Also habe ich mich auf die Suche gemacht und von einer anderen 
Firma dieses viel hellere Papier gefunden. Ich hatte aber auch 
gleich eine Idee, wir ich den hellen Hosenaufschlag nutzen kann.


Kaum war das bestellte Papier da, kam – just in time – eine Mail 
einer Familie, die die alte Karte auf dem Blog entdeckt hatte und 
nun 15 Exemplare für ihren Sohn haben möchte. Na gut – dann 
mach ich halt nicht 10 sondern 25 …
Da ich aber auch keine dunkelblauen Grundkarten und kein 
braunes Leder mehr habe, haben sich gleich noch ein paar Dinge 
geändert.

Zunächst habe ich die Jeansgrundlage geschnitten. Dann erst (!) 
die Kanten mit der Schere aufrauhen, jetzt das ganze Papier 
beherzt zerknautschen und schließlich mit feinem Schmirgelpapier 
bearbeiten. So richtig wie eine olle Jenas eben.


Eine vorgedruckte Tasche habe ich ja nun auch nicht mehr 
genug. Also habe ich dazu den Hosenaufschlag genutzt und 
ein entsprechendes Stück zugeschnitten. Auch hier die Kanten 
aufrauhen, das Papier knautschen, 


glatt streichen, schmirgeln und bügeln.


. Damit die Tasche noch echter aussieht, habe ich 
mit einem beigen Fineliner künstliche Nähte aufgemalt.
Der Gürtel ist aus echtem schwarzem Leder. Und Gürtelschlaufen 
habe ich von dem alten Jeanspapier noch zu Hauf.


Diese Tasche wird dann an 3 Seiten an die „Hose“ geklebt 
und an den oberen Ecken richtig angenietet. Das Ganze 
wird dann auf die Grundkarte geklebt.


Jetzt das Kreuz mit dem aufgestempelten Vater Unser – 
sozusagen Jesus für unterwegs … Das Alte:


Das neue Papier ist ja so viel heller. Darum habe ich diesmal den 
Text auf das helle Jeanspapier gestempelt. Und für die untere 
Lage habe ich mich an die vielen dunklen Reststreifen vom alten 
dunklen Papier erinnert.


Und so sieht die Karte im neuen Gewand nun aus:


Da die Karte im Format B6 (also 12x17 cm) ist, kann man sie 
mit einem normalen Drucker nicht innen bedrucken. Der Text 
wird also extra gestaltet und ausgedruckt, und das wird 
dann als Einleger genutzt.
Sobald ich die 25 Karten fertig habe und sehen kann, welche 
Schnittreste da noch rumliegen, werde ich daraus noch 
Tischkarten, eine Banderole für die Serviette (natürlich auch 
mit Jeansaufdruck ...) und Dankeskarten bauen. Das zeige 
ich dann demnächst. Aber bis zum 10. Mai ist ja noch etwas Zeit.