Vor
einem guten Jahr war ich mit meiner Tochter in Tansania. Wir haben
dort unsere Freunde besucht, die für 7 Jahre auf einer Missionsstelle
gearbeitet haben. Wer mehr wissen will, kann ja mal auf meinem
anderen Blog schauen – www.Tellerrandkuckerin.blogspot.de
Nun sind sie seit ein paar Monaten wieder in Deutschland und versuchen, sich hier einzuleben. Für die Eltern war es ein Schritt in ein Land, in dem sich viel in der Zwischenzeit verändert hat. Für die Kinder
schlicht das Verlassen der Heimat und in jeder Hinsicht Neuland.
Als
ich es nun eeeeendlich geschafft habe, mich bei Henrike zu melden und
zu fragen, ob sie was brauchen – weil meine Patentochter Ruth
nämlich Geburtstag hatte – sagte sie spontan:
“Wir frieren alle!“
“Wir frieren alle!“
Also
bekam mein Patenmädchen eine Fließdecke mit aufgenähtem Elefanten
(die ich leider nicht geknipst habe) zum Kuscheln, warm und wohl fühlen, dazu ein Buchständer für die
Hausaufgaben und ein kleines Mäppchen mit aktuellen Bildern von uns.
![]() |
| Foto-Lepporello |
Die
ganze Familie bekam nun aber endlich auch die Willkommenskarte, die etwa 3
Monate lang auf meinem Tisch von rechts nach links wanderte und dabei
Stück für Stück wuchs. Die Karte ist geschlossen fast Din A5 groß.
Ein bisschen kann man sehen, dass Blätter und Affen in 3D aufgeklebt sind.
Ein bisschen kann man sehen, dass Blätter und Affen in 3D aufgeklebt sind.
Schauen
die kleinen Kerle nicht herrlich bedröppelt wegen des traurigen Abschieds?
![]() |
| Umzugs-Begüßungskarte mit Fenster-Klappung |
Innendrin
habe ich wieder in gewohnter Manier ein Stempel-“Feuerwerk“
entfacht – die meisten Stempel sind dabei von der Stempelschmiede.
Die größten Schwierigkeiten an dieser Szene sind, dass der Fußboden
zwar schön angeschrägt aussieht, aber viel zu klein ist. Und dass
durch die Anschrägung die Zimmerwände natürlich perspektivisch zu
gestalten sind, eigentlich alle Möbelstempel, die man so findet,
aber frontal gezeichnet sind. Also muss ich immer überlegen, was ich
an diese Seitenwände stelle, damit es nicht so kahl aussieht.
Telefontischchen,
Blumentopf und Kerzenständer helfen dabei, aber Tür und
Bilderrahmen habe ich einfach selbst gemalt. Der Fußboden ist in
seiner Mitte mehrfach nebeneinander gestempelt, dann rechts und links
mit seinen Seiten vollständig abgedrückt und schließlich in alle
Richtungen mit Feinliner verlängert, damit der Boden groß genug für
die Karte wird.
Den
Teppich habe ich schon vor langer Zeit als Abdruck von Cado aus dem
Hühnerhof bekommen. Endlich eingesetzt – Danke! Die Lampe hängt
an echtem Zwirn, die Vorhänge sind aus Stoff, auch die Hundedecke.
Die Telefonschnur wickelt sich malerisch um den Fuß vom Tisch. Ich
mag es so realistisch im Materialmix.
Inzwischen
dürfte alles wohlbehalten beim Geburtstagskind und der Familie
angekommen sein.



