In unserer
Gemeinde arbeite ich ehrenamtlich im Mini-Gottesdienst
mit (für
Kleinkinder von 0-6 und die Eltern dazu, die auch mal
auftanken
wollen, ohne wegen ihrer Kinder ständig unter
Strom zu stehen …). Beim letzten Mal haben wir dort
eine Geschichte erzählt, die sich an
den Frederik von
Middlehauve anlehnt – eine kleine Maus, die im
Herbst statt Essen
lieber Sonnenstrahlen und Geschichten über Gott
sammelt.
Und wenn die Mäusefamilie dann in der dunklen, kalten Höhle
sitzt, dann kann er ihnen mit seinen Geschichten von Gott
und seiner
großen, warmen Sonne wieder Mut machen.
Anschließend
haben wir die Kinder und Eltern die vorgemalten
Blätter, Mäuse,
Vögel und Äpfel anmalen und ausschneiden lassen.
Sonnenstrahlen und
Wiese kamen direkt auf das neue Altartuch,
auf dass ich vorher schon
den nackten Baum, die Sonnenscheibe
und die Steine genäht hatte.
Nach und
nach versammelten sich die ganzen kleinen Kunstwerke
auf dem Tuch in
unserer Mitte. Dass da zwei kleine neue Blätter
aus dem Aststumpf
wachsen, ist zum Beispiel die Idee einer
4-Jährigen gewesen –
einfach toll!
Es sah schon gelegt sooooo toll aus!
Heute nun
habe ich 5 Stunden an der Nähmaschine gesessen
und mit ständig
wechselnden Oberfäden alles, alles angenäht.
Mich dabei gefühlte
100mal an einer der rausstehenden Nadeln
gestochen, ebenso gefühlte
2000 mal den rausgerutschten
Faden wieder eingefädelt. Und ich muss
ja mal sagen:
ich mag meine tolle, neue Nähmaschine – wirklich.
Aber diese modernen Fadenführungen sind so schick in der
Verkleidung
versteckt. Die führen dazu, dass man den
aus der Nadel
rausgerutschten Faden nicht mehr einfach greifen
und wieder in die
Nadel stecken kann. Nein, man muss den
Faden von oben her ganz
rausziehen und komplett
neu einfädeln. Grrrr. (im Radio läuft grade
„früher war alles
besser“ von den Wise Guys. Passt …)
So sieht es
von vorne aus, mit frei hängenden
Mauseschwänzchen, rechts die kleine Maus:
Und so von
hinten, echt witzig:
Und nun
hängt unser schönes Tuch fertig da und lacht farbenfroh
und strahlt
Gottes Lebensfreude und die Vielfalt seiner wunder-
baren Kinder aus.
Ich freue mich schon auf die Gesichter
der Kinder, wenn sie beim
nächsten Mal IHR Altartuch sehen.

