Ich habe vor einer ganzen Weile den Bau Lepporellos
für ein Hofhuhn dokumentiert. Es ist mit der Akkordeon-Faltung
gemacht, die ich in der letzten Zeit öfter mal gemacht habe.
Da wird es Zeit für einen Workshop.
So sieht der "Klotz" von oben aus,
So sieht der "Klotz" von oben aus,
etwa mit einer Kantenlänge von 14 cm:
| Akkordeonalbum geschlossen |
Als Papier habe ich Mi Teintes gewählt, das hat eine gute
Stärke dafür, sieht edel aus
und fühlt sich gut an.
Auch Deckel und Boden
sind damit bezogen.
Als Verschluss habe ich Bänder gewählt, die an 2 Seiten
Als Verschluss habe ich Bänder gewählt, die an 2 Seiten
zur Schleife gebunden werden.
Ausgeklappt sieht es so aus:
Ausgeklappt sieht es so aus:
| Akkordeonalbum geöffnet |
Material:
- quadratisches Papier in ungrader Anzahl in 26x26cm Größe
- Graupappe o.a. für Boden und Deckel, 2x 14x14cm
- Papiere/Stempel/... zur Gestaltung der Flächen
- 2 Bänder á 50cm
- quadratisches Papier in ungrader Anzahl in 26x26cm Größe
- Graupappe o.a. für Boden und Deckel, 2x 14x14cm
- Papiere/Stempel/... zur Gestaltung der Flächen
- 2 Bänder á 50cm
TEIL1 - die Lepporello-Elemente bauen
Um zu wissen, wie groß das Papier sein muss, muss ich
entscheiden,
wie groß die einzelnen Flächen sein sollen.
Hier waren die Karten 12x12cm groß,
also sollte die Fläche
dafür 13x13cm groß sein. Also mussten meine
Papierquadrate
26x26cm groß sein.
Diese Quadrate werden erstmal alle gefaltet. Wenn das Papier
Diese Quadrate werden erstmal alle gefaltet. Wenn das Papier
von beiden Seiten
gleich strukturiert ist, ist das Rauf und
Runter egal. Bei bazzill oder Mi Teintes
muss ich daran denken,
dass ich ja immer die strukturierte Seite vorne haben
will.
Hier sieht man das gefaltete Papier:
A Senkrecht und waagerecht die Bergfalten,
diagonal eine Talfalte.
B Bei einseitig strukturiertem Papier muss jedes zweite Teil
umgekehrt gefaltet werden, also Senkrecht und waagerecht Talfalte und diagonal Bergfalte.
Und zwar: ich habe hier 15 Quadrate, davon sind 8 wie B
gefaltet, die anderen 7 wie A.
B Bei einseitig strukturiertem Papier muss jedes zweite Teil
umgekehrt gefaltet werden, also Senkrecht und waagerecht Talfalte und diagonal Bergfalte.
Und zwar: ich habe hier 15 Quadrate, davon sind 8 wie B
gefaltet, die anderen 7 wie A.
Und wenn ich dann jeweils
von unten gegen die Diagonalen
drücke, kleppen die Elemente so
zusammen:
Wenn diese
Teile nun aneinander gesetzt werden, muss ich
die diagonal gefalteten
Dreieck-Zacken (im Folgenden
immer Flügel genannt) immer abwechselnd
nach vorne
und nach hinten zeigen lassen:
Hier kann man gut sehen, wie die Teile montiert werden:
jeweils
zwei Quadratflächen werden dicht ineinander geschoben
und vollflächig
verklebt. Daraus kann dann eine lange Raupe
werden, bei der immer die strukturierte Papierseite vorne ist:
Beim Zusammenlegen klappen dann alle Flächen
aufeinander und werden so zu einem ziemlich massiven "Turm".
Man sieht auch gut, dass immer zwei Seitenflügel hoch zeigen,
und die nächsten zeigen nach unten u.s.w. Wenn ich alle
Segmente
aneinander habe, dann müssen als erstes und als
letztes jeweils
Segmente sein, bei denen die Flügel nach OBEN
zeigen, damit ich
von außen Deckel und Boden montieren kann.
Das Vor und Zurück ist notwendig, damit das Lepporello ganz
eingeklappt und damit auch ganz flach werden kann.
Das Vor und Zurück ist notwendig, damit das Lepporello ganz
eingeklappt und damit auch ganz flach werden kann.
TEIL2 - Gestaltung der Flächen
Wenn Du oben schaust, erkennst Du, dass ich immer auf die
hochzeigenden Flügel die entsprechenden
Briefchen neben die
Karten geklebt habe. Auf die
runter klappenden Flügel habe
ich die weißen Dreiecke
gesetzt. Warum? Später!
Erstmal die hochzeigenden Flügel.
Anhand der Karte von Cado zeige ich, wie diese Berg-Flügel
gestaltet werden. Die Karte kommt auf das mittige Quadrat.
Anhand der Karte von Cado zeige ich, wie diese Berg-Flügel
gestaltet werden. Die Karte kommt auf das mittige Quadrat.
Den
Brief möchte ich nun daneben setzen. Dazu muss ich den
Brief
passend zur Bergfalte diagonal schneiden, damit das
Papier beim
Einklappen nachgeben kann.
(Hier von hinten geknipst)
Diese beiden Dreiecke klebe ich dann genau an den Knick und
achte dabei darauf, dass ich rundrum gleich viel Rand lasse.
Wenn dieser Flügel im ausgeklappten Zustand flach ist, sieht
man den Schlitz kaum und kann prima lesen.
Diese beiden Dreiecke klebe ich dann genau an den Knick und
achte dabei darauf, dass ich rundrum gleich viel Rand lasse.
Wenn dieser Flügel im ausgeklappten Zustand flach ist, sieht
man den Schlitz kaum und kann prima lesen.
forderung.
Denn wenn ich hier auch direkt an den Knick
rankleben würde, um
ein Bild o.a. nahtlos zu zeigen, dann
würde sich das Papier beim
Einklappen einklemmen und die
Kanten quetschen. Dafür ist schlicht
nicht genug Platz.
Erfahrungsgemäß reichen 1-2mm Schlitz aus. Hier
habe ich
jedoch die Dreiecke für die Flügel deutlich kleiner geschnitten,
damit ich auch hier rundum gleichviel Rand habe.
Diese Dreicke habe ich aus einem bazzill-Papier mit
geprägten Punkten geschnitten. Die sind etwas flacher als
beim Cuttle-Folder, so dass
das Motiv der SU-Rolle
vollständig aufgestempelt wird.
Auf die nächsten beiden Quadrate kommen wieder zwei Karten,
daneben auf die Bergflügel wieder die dazu gehörenden Texte,
dann folgen wieder Talflügel mit den Dreiecken. u.s.w.
Puh, hoffentlich ist das alles bis jetzt verständlich ...
Ich pack Dir mal ein Bild aus einer anderen Raupe rein. Damals
wurde ein Kusin von mir 50 und bekam von seinen Brüdern
und mir ein Wochenende in der Pfalz nebst Weinprobe und
Tralala. Dafür hatte ich dann von dem Weingut, wo er mit
seiner Freundin
unterkam, und dem Pfälzer Turismus-Büro
Prospekte angefordert
und die zu einer Raupe verarbeitet.
In einer bunten Mischung aus
Infos über das Gut, Attraktionen
in der Gegend, verschiedene Böden
und die Auswirkungen auf
den Geschmack des Weines, ... habe ich
alles Mögliche aus
den Prospekten zusammen gebastelt. Und dabei
habe ich
dann auch Bilder auf Tal-Flügel geklebt. Auf dem folgenden
Bild sieht man z.B. ein Tor so geklebt: diagonal geschnitten,
extrem
schmal gemattet und dann auf 1mm an die Talfalte
rangeklebt. Das
sah dann auch gut aus. Aber Text kann
man so eben nicht schneiden/
montieren.
der Größe
eines eingeklappten (!) Segmentes, hier je 13x13cm
Maß. Wir schneiden aus
Graupappe o.a. 2 Quadrate, hier
14x14cm. Dann aus dem Bezugpapier,
wieder Mi Teintes, je
ein Quadrat 16x16cm. Aufeinandergelegt sieht das dann so
aus (das Papier in der Mitte ist ein Beispiel für die Größe des Klotzes):
Nun klebe ich die Pappe möglichst mittig auf das Bezugpapier
Nun klebe ich die Pappe möglichst mittig auf das Bezugpapier
und schneide an allen 4 Ecken so ein, aber nicht ganz dran(!):

Dann klebe ich die 4 langen Laschen um die Kanten,
Dann klebe ich die 4 langen Laschen um die Kanten,
helfe dabei an den
Ecken mit den Fingerkuppen nach,
damit die sauber und gut kleben, und
ziehe alle 4 Kanten
mit Druck über eine saubere Unterlage. Dadurch wird
das Papier an den Kanten angedrückt, die Kanten
dem Lepporello-Block verschwinden.
Danach klebe ich den
fertig gestalteten, geschlossenen Lepporello-Block
erst an den
Deckel und dann an den Boden an, indem ich ihn gut mittig
ausrichte, etwas andrücke und dann soweit öffne, dass ich
das Papier
direkt feststreichen kann.
"Mutmacher"
zu gestalten. Also Ermutigung und die Leichtigkeit
der Schmetterlinge.
Das Bazzill-Papier mit den Prägedots habe
ich hier noch mit einer Lage
weißem Fotokarton verstärkt,
weil es ziemlich dünn ist. Dann habe ich
erst das Band mit
Tesafilm mittig auf dem nackten Deckel angeklebt (an beiden
Seiten gleich viel rausschauen lassen) und nun das
gestaltete
Blatt aufgeklebt. Ohne die Verstärkung hätte sich das Band
etwas durchgedrückt.
Beim Boden habe ich das Papier nicht gestaltet. Hier muss man
Beim Boden habe ich das Papier nicht gestaltet. Hier muss man
nun
aufpassen, dass das Band die gleiche Ausrichtung wie das
vom Deckel hat.
Lieblingsfalle ... *zwinker*
Hier sieht man schön, wie der Boden am letzten Segment
Hier sieht man schön, wie der Boden am letzten Segment
von der Raupe sitzt.
Als ich nun das fertige Werk zubinden wollte, habe ich
festgestellt,
dass sich glattes Satinband nicht wirklich eignet.
Da der Block ja die
Tendenz hat aufzudrücken, ist das Band
immer wieder durch Knoten und
Schleifen einfach
durchgerutscht. Knörmel wird inzwischen festgestellt
haben,
dass es eigentlich nicht möglich ist, das Lepporello richtig
zuzubinden.
Bleibt noch zu sagen, dass ein einzelnes Bergflügel-Segment
Bleibt noch zu sagen, dass ein einzelnes Bergflügel-Segment
sich auch
hervorragend als besondere Karte eignet, das z.B.
innen genug Flächen
bietet, um daraus eine Hochzeitseinladung
zu machen. Das habe ich z.B. hier verarbeitet:
http://www.kunstalacard.blogspot.de/2013/09/blaue-katzenhochzeit.html
Eine lange Raupe ist auch hier zu sehen:
http://www.kunstalacard.blogspot.de/2013/07/zum-abschied-der-lehrerin.html
Ich stelle grade fest, dass ich eine Affinität zu Blau habe
bei dieser Kartenform ...
So, das wars mal wieder. Ich hoffe, alles ist zu verstehen.
Wenn nicht: nachfragen!!! Ich wünsche viel Spaß beim
Nachbasteln. Bitte nicht vergessen, meinen Blog zu
erwähnen und zu verlinken, wenn die Anleitung weiter
gegeben wird. Danke!
So, das wars mal wieder. Ich hoffe, alles ist zu verstehen.
Wenn nicht: nachfragen!!! Ich wünsche viel Spaß beim
Nachbasteln. Bitte nicht vergessen, meinen Blog zu
erwähnen und zu verlinken, wenn die Anleitung weiter
gegeben wird. Danke!

