Freitag, 13. September 2013

Spendenbarometer aus Holz und Papier

Meine Kirchengemeinde hat ein wunderschönes über 100 Jahre 
altes Gemeindehaus. Seit den 70ern ist daran nichts mehr 
getan worden, was nun eine Sanierung – und in Zeiten 
leerer Kassen eine Spendenaktion – dringend nötig macht.
Ich wurde gebeten, aus ein paar guten, aber verzerrten Fotos 
ein Spendenbarometer auf ein Brett zu zaubern, damit man 
den Leuten zeigen kann, wieviel von dem benötigten Eigenanteil 
schon zusammen gekommen ist.
 
Also bekam ich dieses Brett und habe es über meine beiden 
Basteltische gelegt. Dazu 3 Fotos vom Haus aus verschiedenen 
Perspektiven. Messen, rechnen, Verzerrung wegdenken, 
Umrechnungsfaktor 5, Abstände schätzen, Sandsteinelemente 
an der Fassade vereinfachen, Winkel berechnen, vormalen und 
wieder wegradieren, ...


So sieht es aus, wenn man erstmal angefangen hat – 
Zollstock, Geodreieck, Bleistifte, Radiergummi, diverse Papiere, 
Pauspapier, Scheren, Hebelschneider, Klebkram …


Dann kam die ganze Schnibbelei, denn alle Teile, Bausteine, 
Dachziegel müssen aus Papier geschnitten und mit Klebestreifen
versehen werden, damit sie nach und nach aufs Brett können. 
Nervig, die ganzen Linien nochmal mit schwarzem Filzstift 
nachzuziehen, die Farbe verlief im rohen Holz ...


Und als Belohnung am Schluss habe ich dann mit viel Farbkleksen, 
großem Pinsel und Schwung aus dem Ellenbogen das bunte 
Drumrum gemalt. Jetzt steht es im Gemeindehaus, 
heute Nachmittag ist Auftaktveranstaltung. 

Ich bin gespannt auf das Echo.

So, ich komme grade von der Einweihung. Das war klasse. 
Die haben im Kirchhof zwischen Kirche und Gemeindehaus Grill 
und Bänke und so aufgebaut, und das Brett stand verhängt auf 
einem Tisch an der Hausmauer. Es wurde feierlich aus seiner 
Hülle befreit, und ich habe ca. x-mal erklärt, wie ich was gemacht 
und was ich mir dabei gedacht habe. Ich kriege die Tage ein 
Bild gemailt, wo auf dem Brett die ersten Teile kleben, 
das stelle ich dann noch ein.