Jetzt kommt
nochmal was kräftig-farbiges. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie
individuell so eine Hochzeitseinladung ausfallen kann. (Ich habe die
Namen und Details wegretuschiert.)
Freunde
haben „ja“ gesagt und bekamen natürlich von mir das Angebot,
ihnen die Einladungswerkelei zu schenken. Also rückten sie an und
wurden erstmal ausgequetscht. Farbe vom Kleid (entscheidet die Farbe
vom Papier), Hauptfarbe im Brautstrauß (sollte sich in Papieren und
Deko wieder finden), Lovestory, Trauspruch - und meine
Lieblingsfrage: „Wenn ihr so richtig Stress oder Zoff habt, was
macht ihr dann, um wieder runterzukommen?“
Die Antwort
kam promt und brachte mich ins Schwitzen:“Dann hocken wir uns auf
die Moppets und sausen ein paar Kurven durch den Odenwald.“
„Super!
Und wie kriege ich jetzt die Motorradspuren auf eure Einladung???“
Mein Mann
blickte sich um und fand die Lösung auf dem Fußboden: das
Spielzeugmotorrad unseres kleinen Sohnes. Es hat ein beweglichen
Lenker und ein schön profiliertes, herrlich leicht rollendes
Vorderrad. Unter Protest unseres Sohnes wurde es nun ein paar Monate
lang immer wieder zweckentfremdet, um über ein schwarzes
Stempelkissen und jede Menge Papier zu rollen.
Dann haben
wir rumgespielt, viel, viel Papier mit Entwürfen vollgeschmiert,
viel erzählt über das Kennenlernen, die gemeinsame Geschichte –
und so entstand nach und nach eine Idee nach der anderen.
Die
Hochzeitsreise sollte nach Island gehen – also mussten Bergspitzen
her. Und über allem stand die Erkenntnis:“aus DU und ICH ist
endgültig WIR geworden“. Und so sah die Einladung dann aus: ein
Lepporello - außen weiß, innen rot – mit dem Wegweiser.
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| individuelle Hochzeits-Papeterie |
Die Trauung
war in einer Darmstädter Kirche. Lange habe ich überlegt, wie ich das
Liedblatt gestalte. Dann fand ich im Internet ein Foto, das die
Kirche frontal zeigte: Ich habe es abgepaust und mich wie ein
Schneekönig über die beiden Eingänge gefreut. Da konnte ich doch
glatt die Motorradspuren wieder einsetzen! Rein – raus –
verheiratet.
Und auch
über die Tischkarten mit den Islandspitzen musste das Moppet wieder
drüber rollen.
Nach ihrem
wunderschönen Hochzeitstag und einer herrlichen Reise freuten die
beiden sich auf das Bauen der Danksagung genauso wie ich. Das Schema
sollte bleiben. Da aber ein paar Fotos auftauchen sollten, mussten
wir abwandeln. Die Danksagung war wieder ein Lepporello, aber diesmal
außen rot, innen weiß, damit man die Fotos einfach reinkopieren
konnte,
und Din lang hochkant.
und Din lang hochkant.
Die Berge
von Island waren übrigens aufkopiert und alle von Hand einzeln
ausgeschnitten, bei der Einladung sogar von Hand aufgemalt.


