Gemeindehaus. Ich liebe alte Häuser. Die dicken Mauern, die
richtigen Steine, die großen Fenster, die hohen Decken, die
großzügigen Räume. Dagegen bauen wir heutzutage nur noch
Kaninchenställe. Aber alte Häuser brauchen viel Pflege und sind
nicht immer praktisch. Dieses Gemeindehaus z.B. hatte Wasser
im Fundament und viele, viele Treppen – nicht wirklich geeignet,
um für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung einladend
zu sein. Also wurde saniert. Und saniert. Und saniert. Das
Spendenbarometer für den Eigenanteil der Gemeinde hatte
ich damals gebaut.
Nun wurde
ich gebeten, für die Einweihungsfeier wieder etwas zu
bauen: einen großen Baum, an dem die Besucher des Festes ihren
Namen verewigen können, indem sie ihn auf ein Blatt oder eine
Frucht schreiben und das ankleben.
bauen: einen großen Baum, an dem die Besucher des Festes ihren
Namen verewigen können, indem sie ihn auf ein Blatt oder eine
Frucht schreiben und das ankleben.
Den großen
Karton, der dem Baum den Halt gibt, habe ich im REAL
beim Einkaufen gefunden. Der war mal eine Schutzhülle für irgend
ein Warendisplay und stand nun da einfach rum. Zack – meins!
beim Einkaufen gefunden. Der war mal eine Schutzhülle für irgend
ein Warendisplay und stand nun da einfach rum. Zack – meins!
Für die
große Fläche der Baumkrone bin ich zu ein paar öffentlichen
großen Papiercontainern gefahren. Da fand ich dann flache
Möbelkartons, in denen noch diese genialen „Stangen“ waren.
großen Papiercontainern gefahren. Da fand ich dann flache
Möbelkartons, in denen noch diese genialen „Stangen“ waren.
Ab ins
Gemeindehaus, und los gings!
Den Karton
habe ich einfach in Form gestellt, dann an der einen Seite
die Pappstangen angeklebt, die Krone zugeschnitten und diese Pappe
an die Stangen geklebt. Fertig war der Rohbau.
die Pappstangen angeklebt, die Krone zugeschnitten und diese Pappe
an die Stangen geklebt. Fertig war der Rohbau.
Dann habe
ich zunächst mit 2 Blautönen und Weiß den Himmel gemalt,
auch neben dem zukünftigen Stamm. So konnte ich den breiten
stabilen Karton lassen und trotzdem einen schlanken Stamm haben.
auch neben dem zukünftigen Stamm. So konnte ich den breiten
stabilen Karton lassen und trotzdem einen schlanken Stamm haben.
Ich male
solche großflächigen Sachen eigentlich immer so, dass ich
einfach alle Farben nebeneinander auf einen Teller mache und dann
fröhlich mit demselben Pinsel in alles reingehe. So entstehen problemlos
lebendige Flächen wie Himmel mit Wolken oder Rinde von einem Baum.
einfach alle Farben nebeneinander auf einen Teller mache und dann
fröhlich mit demselben Pinsel in alles reingehe. So entstehen problemlos
lebendige Flächen wie Himmel mit Wolken oder Rinde von einem Baum.
Darum habe
ich dann für den Stamm auch einfach schwarz, weiß
und 3 Brauntöne nebeneinander auf den Teller gemacht und einfach
von links nach rechts immer heller werdend Stamm und Äste gemalt.
und 3 Brauntöne nebeneinander auf den Teller gemacht und einfach
von links nach rechts immer heller werdend Stamm und Äste gemalt.
Das macht echt
riesig Spaß.
Nun war ich
fertig – und hatte noch so Lust, weiter zu machen.
Darum habe ich mir noch einen Rest geschnappt und den kleinen
Igel dazu gezaubert.
Darum habe ich mir noch einen Rest geschnappt und den kleinen
Igel dazu gezaubert.
Im nächsten Schritt mussten noch die Blätter und Früchte geschnitten
werden. Dazu hätte ich mir dann schon ein bisschen Musik gewünscht …
Zu guter
Letzt konnte ich es mir nicht verkneifen, meinen eigenen
Namen schonmal auf ein Blatt zu schreiben und ihn an den
Baum zu hängen.
Namen schonmal auf ein Blatt zu schreiben und ihn an den
Baum zu hängen.
Beim
Einweihungsfest habe ich dann neben dem Baum gestanden
und alle Leute aufgefordert, Teil des Baumes und damit der
Gemeinde zu werden. Nach und nach füllte sich der Baum und
wurde immer bunter.
und alle Leute aufgefordert, Teil des Baumes und damit der
Gemeinde zu werden. Nach und nach füllte sich der Baum und
wurde immer bunter.
Toll fand
ich, dass die äthiopische Gemeinde, die in unserer Kirche
Dauergast
ist, zahlreich zum Fest erscheinen war. Und die ganzen
Kinder
schrieben dann, als sie anfingen, sich zu langweilen, all die
Namen
ihrer Gemeindemitglieder in ihrer eigenen Schrift auf Blätter.
Das
sieht so bunt und vielfältig aus!
Meine eigene
Familie habe ich in Abwesenheit auf einen Apfel
geschrieben und dem Igel zum Mittagessen kredenzt.
geschrieben und dem Igel zum Mittagessen kredenzt.









